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2:0 gegen Leipzig : Gnadenlose Schalker

  • -Aktualisiert am

Die Entscheidung ist gefallen: Konopyanka wartet auf die Gratulanten Bild: AP

Es ist keine rauschende Premiere für Tedesco, aber eine erfolgreiche: sein Schalker Team zeigt sich gegen RB Leipzig in der Abwehr diszipliniert und im Sturm eiskalt.

          Es war keine rauschende Premiere für Domenico Tedesco, aber eine erfolgreiche. Dank der Tore von Nabil Bentaleb (44. Minute) per Foulelfmeter und Jewhen Konoplijanka (73.) gelang dem jüngsten Cheftrainer in der Geschichte des FC Schalke 04 bei seinem Bundesliga-Einstand ein 2:0-Sieg über RB Leipzig. Tedesco animierte die Profis zu einer soliden Leistung. Schalke verteidigte clever und kompromisslos und nutzte seines wenigen Chancen.

          Fast eine halbe Stunde hatte sich auf dem Rasen nicht viel getan. Beide Mannschaften hielten wirkten in der Abwehr stabil, wussten aber bei ihren Vorstößen nicht zu gefallen. Leipzig hatte viel Ballbesitz, aber wenig Raum. Dem Meisterschaftszweiten der zurückliegenden Saison gelang es nicht, die Dreier-Abwehrkette des FC Schalke zu überwinden.

          Der Führungstorschütze: Bentaleb (r.) bringt die Königsblauen voran

          Auf der anderen Seite gab Bentaleb dem Offensivspiel der Westfalen einen ersten Impuls, auch wenn RB-Torhüter Peter Gulacsi den fulminanten Schuss aus der zweiten Reihe glänzend parierte. Kurz vor der Pause schlug sich die wachsende Angriffslust der Heimelf auch im Ergebnis nieder. Nach einem Foul von Upamecanco an Di Santo nutzte Bentaleb den fälligen Strafstoß mit voller Wucht zum Führungstreffer.

          Da applaudierte auch Benedikt Höwedes - von der Ersatzbank aus. Der Weltmeister, jüngst als Kapitän abgesetzt, hat seinen Platz in der Startelf verloren. Die Position im Gelsenkirchener Abwehrzentrum ist Naldo zugedacht, der im Verbund mit seinen deutlich jüngeren Nebenleuten den Gegner in der letzten Linie in Schach hielt.

          Leipzig brachte im ersten Durchgang nicht eine einzige Torchance zustande. Nationalspieler Timo Werner machte vor allem durch die Geräuschkulisse auf sich aufmerksam, die er bei jedem Ballkontakt verursachte. Die Schalke-Fans zeigten sich nachtragend und pfiffen ihn abermals aus, weil Werner in der vergangenen Saison auf dreiste Art den Elfmeter geschunden hatte, der Leipzig zum Heimsieg gegen Schalke verholfen hatte.

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          Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl Emil Forsberg ins Spiel, dessen Kraft nach einer überstandenen Angina nicht für die volle Distanz gereicht hätte. Mit dem Schweden entwickelte Leipzig mehr Schwung, aber nicht mehr Durchschlagskraft. Mehr als ein Abseitstor von Poulsen sprang nicht heraus. Es kam sogar noch schlimmer für den Favoriten.

          Bei einem Konter spielte Konopyanka, in der vergangenen Saison nur eine wenig beachtete Randfigur, seine Schnelligkeiten aus und versetzte Leipzig den entscheidenden Schlag. Was die „Roten Bullen“ auch anstellten, sie verstanden es nicht, aus ihrem vielen Ballbesitz etwas Zählbares zu machen.

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