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2:0 gegen Kaiserslautern : Bayern mit leichtem Spiel

  • -Aktualisiert am

Das war einfach: Ribery flankt, Gomez köpft, Bayern hat nach fünf Minuten schon fast gewonnen Bild: dpa

Eine solide Leistung reicht den Bayern zum 2:0 gegen Lautern. Robben muss wieder lange auf der Bank bleiben. Von den Roten Teufeln geht keine Gefahr aus.

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          Es war ein Sieg mit Köpfchen, aber ohne den ganz großen Glanz. Der FC Bayern zeigte sich beim 2:0-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern gut geordnet und souverän und bleibt damit erster Verfolger von Tabellenführer Borussia Dortmund. „Die Mannschaft findet immer besser zueinander“, sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes. Der abstiegsgefährdeten Mannschaft von Trainer Marco Kurz war nur um Schadenbegrenzung bemüht und am Ende gut bedient, nur die beiden Kopfballtore von Mario Gomez und Thomas Müller in der ersten Halbzeit kassiert zu haben.

          Wie erwartet hatte Arjen Robben zunächst wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen. Heynckes hatte am Tag vor der Partie schon angedeutet, dass er keine Veränderungen vornehmen würde, versuchte allerdings die heikle Personalie klein zu spielen. „Man sollte nicht so viel Lärm drum machen“, sagte er „Es kann in den nächsten Wochen einen anderen Spieler treffen, und das wird auch so sein. Für mich gibt es in dieser Kategorie keine Reservespieler, es sind alle Stammspieler.“

          Torschützen unter sich: Müller (l.) und Gomez
          Torschützen unter sich: Müller (l.) und Gomez : Bild: AFP

          Der Holländer wird dies ein bisschen anders sehen, bisher schwieg er zu seiner Versetzung, und Heynckes wollte auch keine Veränderung bemerkt haben bei dem Münchner Offensivspieler. Nach seiner Einwechslung in der 57. Minute schien er beweisen zu wollen, dass er in die Mannschaft gehört, forderte oft den Ball und setzte sich ein paar Mal auch gut in Szene. Allerdings hätte er zumindest in der 67. Minute besser abgespielt, statt aus spitzen Winkel zu versuchen, dem Lauterer Torhüter Kevin Trapp den Ball zwischen die Beine durch ins Tor zu schießen.

          Die Bayern gaben zunächst wenig Anlass zu einer möglichen Entscheidung, Robben am kommenden Wochenende in Freiburg wieder von Anfang an einzusetzen. Die Offensive mit Thomas Müller auf der rechten Seite harmonierte ganz gut, so wie am Mittwoch im Pokal gegen Stuttgart, und viel besser als in den ersten drei Bundesligaspielen der Rückrunde.

          In der sechsten Minute sorgte eine maßgenaue Flanke von Franck Ribéry auf den Kopf von Mario Gomez für den ersten Höhepunkt in einer nicht sehr ereignisreichen ersten Halbzeit. Der Münchner Mittelstürmer sorgte mit seinem 18. Saisontreffer für die frühe 1:0-Führung.

          Robben mit Elan: nach einer knappen Stunde durfte er Müller ersetzen
          Robben mit Elan: nach einer knappen Stunde durfte er Müller ersetzen : Bild: dpa

          Der 1. FC Kaiserslautern zog sich, wie erwartet, weit zurück, ohne Ambitionen zu zeigen, selbst Angriffe zu kreieren. Das Team lehnte auch ein paar Einladungen ab, traute sich nicht nach ungenauen Abspielen der Bayern, in der eigenen Hälfte zu stören, sondern überließ dem Gegner das Feld. Die Münchner blieben ständig in Bewegung und hielten sich dadurch bei den eisigen Temperaturen halbwegs warm, strahlten aber trotz ihrer Überlegenheit etwas zu wenig Gefährlichkeit vor dem Tor aus.

          Dem zweiten Treffer ging eine Standardsituation voraus. Toni Kroos zirkelte in der 30. Minute den Ball aus Halbfeld in die Mitte, dort sprang Müller am höchsten und köpfte zum 2:0 ein. Er beendete damit seine monatelange Torflaute. Zehn Minuten später wagte Kaiserslautern den ersten Schuss Richtung des von Manuel Neuer gehüteten Tores. Thanos Petsos verpasste aus 18 Metern allerdings das Ziel knapp.

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          Die Hauptaufgabe des ansonsten beschäftigungslosen Münchner Torhüters bestand an diesem Nachmittag vor allem darin, sich keine Verkühlung einzufangen. Er war schon dankbar über den einen oder anderen Rückpass. Einen Schuss des eingewechselten Itay Shechter parierte Neuer gut, allerdings vergeblich, denn der Stürmer hatte im Abseits gestanden.

          In der zweiten Halbzeit zeigten die Bayern mehr Drang zu Tor, statt den Ball vor allem quer zu schieben. Irgendwann schossen sie aus allen Positionen, aber der eingewechselte Timoschtschuk traf ebenso wenig wie Gomez oder Luiz Gustavo, der neben David Alaba im defensiven Mittelfeld eine solide Partie bot. Den Schlusspunkt setzte Robben. Sein Freistoß in der 90. Minute war aber sichere Beute von Trapp.

          Bayern München - 1. FC Kaiserslautern 2:0 (2:0)

          Bayern München: Neuer - Rafinha, Boateng, Badstuber, Lahm - Luiz Gustavo, Alaba - Müller (56. Robben), Kroos (82. Timoschtschuk), Ribéry (78. Olic) - Gomez
          1. FC Kaiserslautern: Trapp - Dick, Yahia, Abel, Jessen - Petsos (82. Zellner) - Sahan, Tiffert, Fortounis (64. Derstroff), Sukuta-Pasu (64. Shechter) - Wagner
          Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
          Zuschauer: 69 000 (ausverkauft)
          Tore: 1:0 Gomez (6.), 2:0 Müller (30.)
          Gelbe Karten: Lahm (3) / Petsos (2), Wagner (3)

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