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2:0 gegen Hoffenheim : Pogrebnjak fällt und trifft

  • -Aktualisiert am

Martin Harnik (l.) kommt ins stolpern, sein VfB siegt trotzdem sicher Bild: AFP

Stuttgart gewinnt das baden-württembergische Derby mit 2:0. Gegen mutlose Hoffenheimer entscheidet VfB-Stürmer Pawel Pogrebnjak das Spiel. Er fällt und trifft.

          Als Pawel Pogrebnjak in der 77. Minute einen Elfmeter zum 2:0 verwandelte, wurde er endgültig zum Spieler des Tages. Er war von Isaac Vorsah im 1899-Strafraum gefoult worden und trat anschließend selbst zum Elfmeter an.

          Der Russe entschied ein schwaches schwäbisch-badisches Derby, das die Stuttgarter gegen zu mutlose Hoffenheimer verdient gewannen. Vor 55.000 Zuschauern hatte der Japaner Shinji Okazaki den VfB in der 48. Minute in Führung gebracht. „Wir haben taktisch sehr gut gespielt“, sagte VfB-Mittelfeldspieler Tamas Hajnal.

          Hoffenheim musste ohne den früheren Stuttgarter Sebastian Rudy (Muskelverhärtung) antreten, obendrein fehlte der verletzte Tobias Weis, was zur ungewohnten Kombination Dominik Kaiser und Daniel Williams im zentralen Mittelfeld führte.

          In der „VfB-Filiale“ stand mit Andreas Beck überhaupt nur einer von sieben ehemaligen Stuttgartern in der Startformation. Sven Schipplock saß zunächst auf der Bank, die anderen fehlten verletzt. Die Schwaben mussten auf Zdravko Kuzmanovic verzichten, für den mit Tamas Hanjal ein eher offensiver Typ auflief.

          Absicht oder nicht?

          Eine gute Viertelstunde lang schienen die Stuttgarter mit der Umbesetzung besser klar zu kommen als Hoffenheim. Ein Treffer von Cacau in der 4. Minute wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt, und Pogrebnjak vergab die Chance eines vielversprechenden Überzahlspiels in der zwölften Minute.

          Nach 20 Minuten forderten die Zuschauer einen Platzverweis: Pogrebnjak fiel, nachdem Vorsah hinter ihm seinen Weg kreuzte und ihn berührte. Absicht oder nicht? Schiedsrichter Rafati entschied sich gegen einen Pfiff. Das Spiel wurde nun hitziger und verlor an Klasse, worunter der VfB zunächst mehr litt als 1899.

          Elfmeter: Pawel Pogrebnjak beschwert sich und bekommt den Strafstoß Bilderstrecke

          Hoffenheim hatte nun seine stärkste Phase. Nach Ryan Babel (21.) hatte Gylfi Sigurdsson in der 30. Minute die größte Chance, nachdem sich Serdar Tasci einen fahrlässigen Ballverlust geleistet hatte. Der Isländer aber schoss aus zehn Metern daneben. Nach drei Minuten der zweiten Hälfte schafften die Schwaben doch die Führung. Hajnal gelang ein sehenswerter Pass auf Okazaki. Der Japaner erzielte mit einem Flachschuss sein drittes Saisontor.

          Stuttgart entwickelte nun wieder mehr Leidenschaft als in der Schlussphase des ersten Abschnitts und gewann mehr Zweikämpfe. Hajnal setzte sich beim VfB als Spielmacher deutlich besser in Szene als vor der Pause, was letztlich den Ausschlag gab.

          VfB Stuttgart - 1899 Hoffenheim 2:0 (0:0)

          VfB Stuttgart: Ulreich - Boulahrouz, Tasci, Maza, Boka - Kvist - Harnik, Okazaki (78. Traoré) - Hajnal (83. Gentner) - Cacau (90. Bah), Pogrebnjak
          1899 Hoffenheim: Starke - Beck, Vorsah, Compper, Braafheid - Kaiser, Williams (62. Ibisevic) - Babel, Sigurdsson, Obasi (70. Musona) - Roberto Firmino (80. Schipplock)
          Schiedsrichter: Rafati (Hannover)
          Zuschauer: 55.000
          Tore: 1:0 Okazaki (48.), 2:0 Pogrebnjak (77./Foulelfmeter)
          Gelbe Karten: Boulahrouz (1), Harnik (1), Pogrebnjak (1) / Obasi (3)
           

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