https://www.faz.net/-gtm-142xk

2:0 gegen Hertha BSC : Dortmund quält sich zum Sieg

  • Aktualisiert am

Elfmeter, ein Schütze, ein Tor: Nuri Sahins Schuss entschied die Partie Bild: REUTERS

In einer niveauarmen Bundesligapartie hat sich Borussia Dortmund 2:0 gegen den Tabellenletzten Hertha BSC durchgesetzt. Vor allem die Berliner zeigten ein äußerst schwaches Spiel und kommen damit im Abstiegskampf nicht voran.

          1 Min.

          Bei Hertha BSC geht das lange Warten auf ein Erfolgserlebnis weiter. Mit dem 0:2 (0:0) in Dortmund setzten die Berliner die bedenkliche Talfahrt fort und blieben zum zehnten Mal in Serie ohne Sieg. Alle Hoffnungen auf eine schnelle Trendwende unter der Regie des vor knapp einem Monat eingestellten Trainers Friedhelm Funkel erwiesen sich bisher als Wunschdenken.

          Ein Elfmetertreffer von Nuri Sahin (70.) und Barrios in der Nachspielzeit besiegelten am Freitag vor 77.000 Zuschauern die bereits neunte Niederlage der Berliner in dieser Saison. Damit rehabilitierte sich die Borussia mit viel Mühe für die Pokal-Niederlage am Dienstag beim Drittligisten Osnabrück und verbuchte aus den vergangenen vier Bundesliga-Spielen beachtliche zehn Punkte.

          Die Nachwirkungen der Pleite von Osnabrück waren den BVB-Profis jedoch lange anzumerken. Sichtlich verunsichert leisteten sie sich zu Spielbeginn eine Reihe von Fehlpässen. Dagegen erwischte die ohne die verletzten Profis Pal Dardai, Cicero, Maximilian Nicu und Florian Kringe ins Spiel gegangene Hertha den besseren Start. Bereits in der 2. Minute mussten die Dortmunder Roman Weidenfeller und Leonardo Dede in höchster Not gegen Lukasz Piszczek klären. Dabei zog sich Abwehrspieler Dede eine Kopfverletzung zu und musste 15 Minuten später durch Marcel Schmelzer ersetzt werden. Erst mit zunehmender Spielzeit übernahm die Borussia die Regie.

          Was soll es bedeuten? Jürgen Klopp grübelt
          Was soll es bedeuten? Jürgen Klopp grübelt : Bild: REUTERS

          Pfiffe zur Pause

          Doch bis auf einen Schuss von Mohamed Zidan (33.) und einen Kopfball von Neven Subotic (39.) über das Tor gab es kaum Chancen. Gleichwohl kamen die Gäste angesichts des wachsenden Drucks kaum noch zu Entlastungsangriffen und beschränkten sich in den letzten Minuten bis zur Pause zumeist auf Torsicherung. Zahlreiche Zuschauer quittierten die dürftige Darbietung mit Pfiffen.

          Auch nach Wiederanpfiff blieb der Unterhaltungswert der Partie mäßig. Zwar mühte sich der BVB redlich, ließ aber im Spiel nach vorn Kreativität und Präzision vermissen. Das ermutigte die Gäste zu eigenen Angriffe: So vergab Gojko Kacar (52.) die große Chance zur Führung, als er den Ball aus kurzer Distanz über das Tor schoss. Erst ein Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Felix Brych erlöste den BVB: Nach Foul von Kacar an Owomoyela verwandelte Sahin den Strafstoß zum 1:0. Mehr Sicherheit gab das jedoch nicht. So stand den Gastgebern bei einem Pfostenschuss von Piszczek (74.) das Glück zur Seite. Damit setzten die Gäste nicht nur ihre Talfahrt, sondern auch ihre Negativserie von nunmehr 351 torlosen Minuten fort.

          Weitere Themen

          Clever und meinungsstark

          Mainz-Profi Dominik Kohr : Clever und meinungsstark

          Beim 1. FSV Mainz 05 ist Dominik Kohr ein „ganz anderer Spieler“ geworden. Für diese Entwicklung schlug er auch die Perspektive Europa League mit Eintracht Frankfurt aus.

          Topmeldungen

          Zum Ende lässt Merkel kein gutes Fotomotiv aus: Die Kanzlerin im Vogelpark Marlow

          Merkel geht : Es waren sechzehn Jahre

          Über die Ära Merkel schreiben – wie soll das gehen? Unsere Autoren haben sich umgeschaut und umgehört. Und fanden große Schnitzel und Begeisterung für pommersche Zwergspitzen.

          Mord an der Tankstelle : Plötzlich bist du Hassfigur

          Idar-Oberstein trauert um Alexander W., Kassiererinnen und Verkäufer im ganzen Land sind verunsichert. Seit Corona erleben sie immer aggressivere Kunden.

          Ärger beim FC Bayern : „Das war keine Glanzleistung“

          Trotz des nächsten Erfolgs in der Fußball-Bundesliga ärgern sich die Münchner über „schlampige“ Momente beim Spiel gegen Greuther Fürth. Auch Trainer Julian Nagelsmann gesteht Fehler ein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.