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2:0 gegen Hertha BSC : Cottbus ist die Nummer eins im Fußball-Osten

  • Aktualisiert am

Herthas Bastürk läßt sich nicht am Flanken hindern Bild: dpa

Energie Cottbus hat die Verhältnisse im Fußball-Osten zumindest vorläufig auf den Kopf gestellt. Der Aufsteiger aus der Lausitz gewann das Berlin-Brandenburg-Duell gegen Hertha BSC 2:0 und zieht in der Tabelle am Favoriten vorbei.

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          Der Provinzverein Energie Cottbus hat den Hauptstadtclub Hertha BSC ein weiteres Mal in die Schranken gewiesen. Die Lausitzer gewannen am 9. Bundesliga-Spieltag das Berlin-Brandenburg-Derby durch die ersten Saison-Treffer von Daniel Gunkel (66. Minute) und Jiayi Shao (83.) mit 2:0 (0:0) und zogen damit in der Tabelle mit nun 14 Punkten sogar an Hertha (13) vorbei.

          Nachdem in der ersten Hälfte Vlad Munteanu noch einen Elfmeter für Cottbus vergeben hatte, entschieden Gunkel vor 17.525 Zuschauern mit einem direkten Freistoß sowie Shao verdient die Partie. Die Gäste verloren am Ende noch die Nerven, Stürmer Solomon Okoronkwo mußte nach Kopfstoß mit Rot vom Platz (77.), Trainer Falko Götz nach heftigem Reklamieren auf die Tribüne.

          Hertha langsam und ohne Ideen

          Die Gastgeber erkannten in ihrem 111. Bundesliga-Spiel recht schnell, daß die Berliner mit konsequenten Zweikämpfen und Mut nach vorn zu beeindrucken waren. Nach schüchternen Versuchen von Timo Rost und Angreifer Sergiu Radu (11.) setzte Energies Top-Torjäger Munteanu das erste ernsthafte Zeichen (18.). Zwei Minuten später donnerte der Rumäne einen allerdings unberechtigten Elfmeter in den Cottbuser Nachmittags-Himmel, nachdem Schiedsrichter Lutz Wagner eine Aktion von Kevin Boateng an Mariusz Kukielka als Foul gewertet hatte. Für 200.000-Euro-Enkauf Munteanu war es nach zwei erfolgreichen Versuchen der erste Fehlschuß vom Punkt in dieser Saison.

          Kioyo setzt sich gegen den Herthaner Josip Simunic durch
          Kioyo setzt sich gegen den Herthaner Josip Simunic durch : Bild: dpa

          Doch die Lausitzer zeigten sich zunächst relativ unbeeindruckt: Francis Kioyo (29.), Radu (36.) und Kevin McKenna (38.) bedrohten mit weiteren Toraktionen das Gehäuse von Hertha-Keeper Christian Fiedler. Die Gäste, bei denen nach ihren Verletzungen die Stammkräfte Gilberto und Christian Gimenez zunächst nur auf der Bank saßen, agierten über weite Strecken viel zu langsam und ohne Ideen. Zudem schied Spielmacher Yildiray Bastürk, der gerade von einer Knieverletzung genesen war, mit einer Blessur am rechten Bein zeitig aus.

          Energie ließ nicht locker und wurde belohnt

          Erst fünf Minuten vor der Pause kam Hertha zur ersten Doppelchance durch Ersatzstürmer Solomon Okoronkwo und Pal Dardai. Und nach schöner Kombination scheiterte Berlins bester Torschütze Marko Pantelic am hervorragend reagierendem Routinier Tomislav Piplica (43.). Nach dem Wechsel investierte der Favorit nur kurzzeitig mehr Aufwand. Doch bei einem Schuß von Ellery Cairo war erneut Piplica mit den Fingern dran (54.), Okoronkwo stand bei einem erfolgreichen Versuch klar im Abseits (56.).

          Energie ließ nicht locker und wurde belohnt. Zunächst traf Gunkel mit einem scharfen Freistoß aus 20 Metern ins Torwart-Eck, dann schloß der eingewechselte Chinese Shao einen Konter zum 2:0 ab. Für die Cottbuser war es schon der dritte Sieg im vierten Liga-Heimspiel gegen Hertha.

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