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2:0 gegen Hannover : Erster Nürnberger Sieg seit viereinhalb Jahren

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Die Nürnberger Mikael Ishak (l) und Eduard Löwen (M) jubeln über den Treffer zum 2:0 ihres Kollegen Törles Knöll (r) Bild: dpa

Erst zwingt er Hannovers Anton zum Eigentor, dann trifft er Sekunden später selbst. Jungstürmer Törles Knöll sorgt für den ersten Erfolg des Nürnberger Clubs in der laufenden Saison.

          Dem Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg ist dank seines Jokers Törles Knöll sein erster Bundesligasieg nach knapp viereinhalb Jahren gelungen. Der Club gewann gegen Hannover 96 verdient mit 2:0 (0:0). Die Franken gingen durch ein Eigentor von Waldemar Anton (76.), der von Knöll angeschossen wurde, in Führung. Der kurz zuvor eingewechselte Stürmer sorgte eine Minute später dann auch noch für die Entscheidung.

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          Hannover spielte ab der 29. Minute allerdings in Unterzahl. Miiko Albornoz sah wegen einer Notbremse nach Videobeweis von Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) die Rote Karte - eine umstrittene Entscheidung.

          Die Niedersachsen sind Saison übergreifend nun seit fünf Spielen sieglos, sie warten zudem schon seit elf Monaten und in 14 Versuchen auf einen Auswärtssieg. Der letzte datiert vom 21. Oktober 2017 und gelang mit 2:1 in Augsburg. Der Club hatte zuletzt am 26. März 2014 beim 2:0 gegen Stuttgart einen Erstligasieg gefeiert – war in dieser Saison dann abgestiegen und ist erst jetzt als Neuling wieder dabei.

          Der 1. FC Nürnberg hatte vor 36.736 Zuschauern nach zwei Minuten schon die erste dicke Möglichkeit, doch ein Kopfball des freistehenden Georg Margreitter war zu unplatziert. Auch Hannover hätte früh in Führung gehen können. Zunächst scheiterte Pirmin Schwegler an Fabian Bredlow (3.), ehe der ehemalige Nürnberger Niclas Füllkrug nur um Zentimeter das Club-Tor verfehlte (10.).

          Im Anschluss verflachte die Partie, ehe es in der 25. Minute zum ersten Aufreger kam. Dankert verweigerte dem vermeintlichen Führungstreffer der Franken durch Mikael Ishak aber zurecht wegen Abseits die Anerkennung. Wenig später zupfte Albornoz den enteilten Virgil Misidjan kurz vor der Strafraumgrenze leicht an der Schulter. Nach Ansicht der Bilder entschied Dankert zum Entsetzen der Niedersachsen auf Platzverweis. Den folgenden Freistoß setzte Tim Leibold an den Pfosten. Der Club war in Überzahl nun klar überlegen. Die beste Möglichkeit vergab Misidjan, der frei am stark reagierenden Michael Esser scheiterte (37.). Ansonsten agierten die Franken zu umständlich.

          Nach dem Wechsel war Hannover um Entlastung bemüht, konnte sich einige Male auch konstruktiv befreien. So parierte Bredlow einen Schuss von Füllkrug (54.). Der hatte zudem Pech, als er nur die Latte traf (72.). Der Club zog sich erst einmal zurück und brauchte etwas Anlaufzeit, um wieder ins Spiel zu kommen. Erst Joker Knöll sorgte für die Wende.

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