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2:0 gegen Fürth : Hannover gut erholt

  • Aktualisiert am

Früh getroffen, gut gebrüllt: Hannovers Mame Diouf Bild: dpa

Beim Arbeitssieg über unglückliche Fürther reicht den Niedersachsen eine durchschnittliche Leistung. Diouf erzielt die frühe Führung, Eggimann sorgt für die Entscheidung.

          Hannover 96 ist mit dem Pflichtsieg gegen Abstiegskandidat Greuther Fürth eine positive Reaktion auf den Untergang beim FC Bayern gelungen. Die Niedersachsen gewannen am Dienstagabend nach ihrem Zwischentief in der Fußball-Bundesliga gegen den Aufsteiger mit 2:0 (1:0). Torjäger Mame Diouf (4. Minute) mit seinem vierten Saisontor und Abwehrspieler Mario Eggimann (69.) sorgten für den mühevollen Heimsieg vor 32.300 Zuschauern. Hannover schnuppert wieder an den internationalen Startplätzen - Fürth steckt mit nur acht Punkten dagegen weiter auf den Abstiegsplätzen fest.

          „Es war natürlich ein sehr kampfbetontes Spiel. Wir haben aber am Ende verdient gewonnen“, erklärte Hannovers früherer Nationalspieler Christian Pander erleichtert. „Wir belohnen uns leider nicht“, klagte dagegen beim Verlierer Angreifer Gerald Asamoah nach der achten Niederlage im 14. Saisonspiel: „Aber wir müssen an uns glauben.“

          Drei Tage nach dem 0:5 in München erwischte Hannover bei der erfolgreichen Wiedergutmachung einen Start nach Maß auf dem ramponierten Rasen in der AWD-Arena. Nach einem Doppelpass mit  Jan Schlaudraff konnte Didier Ya Konan ungehindert in den Fürther Strafraum eindringen und abschließen. Torwart Max Grün gelang es nach der kollektiven Unachtsamkeit seiner Vorderleute lediglich, den Ball zur Seite abzuwehren. Dort stand Torjäger Diouf und staubte ab.

          Dank und Gruß nach oben: der Torschütze Bilderstrecke

          Fürth reagierte nicht geschockt, spielte zeitweise beherzt und auch ansehnlich nach vorne. Aber einmal mehr fehlte die letzte Qualität beim Aufsteiger. Edgar Prib prüfte schon vor dem 0:1 Ron-Robert Zieler (2.). Auch der unermüdlich arbeitende, aber weiterhin torlose Mittelstürmer Gerald Asamoah konnte aus spitzem Winkel den herausstürzenden Nationaltorhüter nicht überwinden (23.). „Man muss eiskalt sein vor dem Tor“, kommentierte Asamoah selbstkritisch: „Ich werde es weiter versuchen.“

          Die Präzision fehlte

          Nach der frühen Führung konnten die Gastgeber auf ihr geliebtes überfallartiges Umschaltspiel nach Ballgewinn setzen. Es fehlte aber oftmals die Präzision im Offensivspiel der Elf von Trainer Mirko Slomka. Nach rund 40 Minuten gab es sogar erste Pfiffe der Zuschauer.

          Die zweite Spielhälfte begann schwungvoller. Nach Zuspiel von Schlaudraff scheiterte Diouf zunächst an Grün, den Abpraller köpfte der Torjäger an die Latte (48.). Die abwehrschwachen Fürther hielten offensiv dagegen: Prib setzte Zoltan Stieber ein, dessen Linksschuss der starke Zieler reaktionsschnell mit der Hand abwehrte (50.). Die Partie drohte zu kippen, aber schließlich halfen die Fürther bei der Entscheidung der Partie wieder tatkräftig mit: Bernd Nehrig verursachte mit einem ungeschickten Foulspiel an Konstantin Rausch einen Freistoß an der Eckfahne. Die präzise Hereingabe von Schlaudraff wuchtete Innenverteidiger Eggimann mit dem Kopf ins Netz. 2:0 - das war’s.

          Hannover 96 - SpVgg Greuther Fürth 2:0 (1:0)

          Hannover 96: Zieler - Cherundolo, Eggimann, Haggui, Pander - da Silva Pinto, Schulz - Ya Konan (89. Sakai), Schlaudraff (72. Schmiedebach), Rausch - Diouf (86. Sobiech)
          SpVgg Greuther Fürth: Grün - Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal - Fürstner, Pekovic (67. Azemi) - Klaus (72. Pledl), Prib, Stieber - Asamoah (67. Nöthe)
          Schiedsrichter: Fritz (Korb)
          Zuschauer: 32 300
          Tore: 1:0 Diouf (4.), 2:0 Eggimann (69.)
          Gelbe Karten: Schmiedebach (3) / Kleine (3)

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