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2:0 gegen Frankfurt : Die Holländer schießen Bayern zum Sieg

  • Aktualisiert am

Jubel in München: Makaay und Demichelis Bild: AP

Bayern München hält Anschluß an Tabellenführer Werder Bremen: Makaay und Van Bommel machten den 2:0-Sieg gegen Frankfurt perfekt. Die Hessen kassierten dagegen ihre erste Saisonniederlage.

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          Titelverteidiger FC Bayern München bleibt in der Fußball-Bundesliga Spitzenreiter SV Werder Bremen auf den Fersen. Eine Woche nach der 1:3-Niederlage in Bremen besiegte der deutsche Meister am Samstag Eintracht Frankfurt abgeklärt mit 2:0 (2:0) und fügte den hessischen Remis-Königen die erste Saison-Niederlage zu.

          Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner WM-Arena erzielten die Niederländer Roy Makaay (24. Minute) und Mark van Bommel (33.) die Tore. Bayern-Stürmer Claudio Pizarro scheiterte darüber hinaus mit einem Foulelfmeter an Eintracht-Torwart Oka Nikolov (44.). Die in der Abwehrarbeit zu fehlerhafte Eintracht mußte ab der 64. Minute zudem in Unterzahl spielen, da Verteidiger Aleksandar Vasoski wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah. „Es war wichtig, daß wir in diesen schweren Wochen mal einen Sieg locker nach Hause gefahren haben“, sagte der herausragende Makaay.

          Makaay mußte nur noch einschieben

          Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel überraschte mit einer mutigen Aufstellung und setzte in der Abwehr auf eine Dreierkette gegen den Drei-Mann-Angriff des FC Bayern, in dem Roque Santa Cruz die Position des verletzten Nationalstürmers Lukas Podolski einnahm (Siehe auch: Lukas Podolski muß verletzt drei Wochen pausieren). Die Eintracht fand auch besser ins Spiel und prüfte einige Male Bayern-Kapitän Oliver Kahn. Seine größte Tat vollbrachte der ehemalige Nationaltorhüter in der 20. Minute, als er den nach einem Freistoß vom Japaner Naohiro Takahara verlängerten Ball reaktionsschnell mit dem Fuß parierte. „Da hat Olli sehr gut gehalten“, sagte Eintracht-Coach Funkel, der den Bayern zu einem „verdienten Sieg“ gratulierte.

          Nicht zu stoppen: Makaay gegen Vasoski
          Nicht zu stoppen: Makaay gegen Vasoski : Bild: AP

          Auf der Gegenseite brachte ausgerechnet ein Fehler von Nikolov, der den verletzten Stammtorwart Markus Pröll ersetzte, die Eintracht auf die Verliererstraße. Nikolov ließ einen Schuß von Santa Cruz nach vorne abprallen, Makaay staubte ab - sein fünftes Saisontor. Kurz darauf glänzte der Torjäger als Vorbreiter für Van Bommel, der aus 17 Metern unhaltbar für Nikolov traf. Nach dem Spiel gab es von Bayern-Trainer Felix Magath ein Sonderlob für Makaay: „Mich freut seine Entwicklung. Ich bin überzeugt, daß wir wieder den alten Roy Makaay sehen. Dieses Jahr traue ich ihm die Torjägerkrone zu.“

          Nikolov macht Fehler wieder gut

          Nach dem Doppelschlag des Holland-Duos hätten die Bayern sogar noch vor der Pause für die frühzeitige Vorentscheidung sorgen können, aber das scheiterte am Eigensinn von Pizarro. Nach einem fragwürdigen Foulelfmeter, den der Peruaner im Zweikampf mit Sotirios Kyrgiakos herausgeholt hatte, wollte er unbedingt selbst das Tor machen. Pizarro schickte Bayerns etatmäßigen und sichtlich verärgerten Schützen Makaay davon und scheiterte prompt mit seinem Flachschuß an Nikolov.

          Nach Foul von Marco Russ an Pizarro hätte es in der 58. Minute noch einmal Elfmeter geben müssen, aber Schiedsrichter Florian Meyer pfiff dieses Mal nicht. Pech hatten die Bayern auch kurz danach, als Makaay mit einem Freistoß aus gut 25 Metern den Pfosten traf (61.). Nach dem Platzverweis von Vasoski stand die Eintracht endgültig auf verlorenem Posten. Allerdings verpaßten die Münchner in Überzahl einen höheren Sieg, was Magath mächtig ärgerte: „Als wir einen Mann mehr waren, haben wir das Spiel eingestellt. Das stört mich.“

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