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2:0 gegen FC Augsburg : Bayer schielt auf die Königsklasse

  • Aktualisiert am

Lockerer Sieg gegen den FC Augsburg: Leverkusens Mannschaft feiert den 1:0-Torschützen Moussa Diaby (l.). Bild: EPA

Das Hoch hält an: Bayer Leverkusen gewinnt das fünfte Pflichtspiel in Folge und springt auf Rang fünf. Diaby und Amiri machen die Tore, und am Ende ist Bayer gnädig. Doch es gibt große Sorgen um Stürmer Volland.

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          Mit dem nächsten Sieg gegen Lieblingsgegner FC Augsburg hat Bayer Leverkusen die Champions-League-Plätze in der Fußball-Bundesliga wieder fest im Blick. Der Tabellenfünfte blieb drei Tage nach dem 2:1 gegen den FC Porto in der Europa League am Sonntag auch im 18. Bundesligaspiel gegen die Augsburger unbesiegt und feierte diesmal einen 2:0 (1:0)-Erfolg. Damit zogen die Rheinländer in der Tabelle mit dem Tabellenvierten Borussia Mönchengladbach gleich, allerdings haben die Gladbacher noch ein Nachholspiel auszutragen.

          Vor 23.703 Zuschauern in der BayArena erzielten Moussa Diaby (25. Minute) und Nadiem Amiri (59.) die Treffer zum vierten Pflichtspiel-Heimsieg nacheinander für die Leverkusener.

          Bundesliga

          „Es ist ein gutes Ergebnis“, sagte Bayer-Trainer Peter Bosz, mahnte aber zugleich: „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Wir haben zu langsam und zu viel zurückgespielt. Als wir schneller gespielt haben, sind wir mit unserer individuellen Qualität dann direkt gefährlich geworden.“ Die Gastgeber mussten kurzfristig auf den erkrankten Charles Aranguiz und auch auf den am Sprunggelenk verletzten Kevin Volland verzichten. Dem Bayer-Torjäger droht eventuell eine längere Verletzungspause, womöglich ist die Saison für den 27-Jährigen sogar vorzeitig beendet. „Das ist eine Möglichkeit“, sagte Trainer Bosz. „Er hat eine Syndesmoseverletzung. Es sieht nicht gut aus. Morgen fährt er nach München und wird dort abschließend untersucht. Dann wissen wir Genaueres.“ Für den ehemaligen Nationalspieler beförderte der Niederländer Bosz erstmals in einem Bundesligaspiel Exequiel Palacios in die Startelf, auch Diaby rückte wieder in die Anfangsformation. Nationalspieler Jonathan Tah verstärkte die Dreier-Abwehrkette.

          Die Bayer-Elf übernahm schnell die Spielkontrolle und hatte durch den Distanzschuss von Nadiem Amiri (10.) die erste gute Möglichkeit, doch der zuletzt umstrittene FCA-Keeper Tomas Koubek konnte den Ball zur Ecke lenken. Die Gäste standen in der auf zwei Positionen umgebauten Abwehr kompakt, kamen aber in der Offensive lediglich nach einem Standard zu einer ersten Chance: Florian Niederlechner traf per Kopfball nach einer Ecke knapp neben das Tor (18.).

          Besser machte es auf der anderen Seite Diaby, der von Kai Havertz in Szene gesetzt wurde und mit einem Linksschuss aus sechs Metern in die rechte Ecke gegen den machtlosen FCA-Keeper den Führungstreffer für Bayer erzielte. Es war der vierte Saisontreffer für den Franzosen, der Vaterfreuden entgegensieht und kurzfristig aus der Heimat zurückgekehrt war. Der 20-Jährige sorgte über die linke Seite für die meiste Gefahr bei den Gastgebern.

          Neben Diaby war auch Havertz bei den Gastgebern wieder ein Aktivpunkt, der Nationalspieler war an vielen guten Szenen beteiligt. Gute Torgelegenheiten hatten noch Wendell mit einem Linksschuss und Diaby ebenfalls mit einem Schuss von der linken Seite. Für die Entscheidung sorgte dann nach gut einer Stunde Amiri, der mit einem Flachschuss nach Vorlage von Sven Bender sein erstes Bundesligator für Bayer erzielte. Havertz hatte kurz darauf noch Pech mit einem Schuss an die Latte. Die Gäste hatten am Ende wenig entgegenzusetzen. „Wenn du hier was holen willst, musst du aus deinen wenigen Chancen auch was machen. Durch das 2:0 war der Weg dann noch steiler. Wir haben am Ende Risiko genommen, aber leider war es zu wenig“, sagte Augsburgs Trainer Martin Schmidt.

          Moussa Diaby im Zweikampf mit Tin Jedvaj: Leverkusens Wirbelwind auf der linken Seite
          Moussa Diaby im Zweikampf mit Tin Jedvaj: Leverkusens Wirbelwind auf der linken Seite : Bild: EPA

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