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2:0 gegen Düsseldorf : Leverkusener Sieg mit Schattenseite

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Die Mannschaft jubelt gemeinsam: Gegen Düsseldorf gewinnt Leverkusen nach Treffern von Kai Havertz (rechts) und Leon Bailey (Mitte). Bild: dpa

Durch den Erfolg über Düsseldorf springt Bayer Leverkusen in der Tabelle auf Platz fünf. Doch zwei Ausfälle trüben die Freude im Rheinland. Ein Fortuna-Profi ist wohl schwer verletzt.

          Bayer Leverkusen bleibt mit Trainer Peter Bosz im Angriffsmodus. Beim 2:0 (1:0) gegen Fortuna Düsseldorf setzte die Werkself am Sonntag ihren Höhenflug fort und darf nach dem vierten Sieg in Serie in der Fußball-Bundesliga sogar Richtung Königsklasse schauen. Nach den Treffern durch Jungstar Kai Havertz in der 18. Minute und Leon Bailey (66.) hat Bayer bei 36 Punkten nur noch fünf Zähler Rückstand auf den Tabellenvierten RB Leipzig. Aufsteiger Düsseldorf ist trotz der Niederlage relativ sorgenfrei: Der Vorsprung auf den VfB Stuttgart und Relegationsplatz 16 beträgt weiter zehn Zähler.

          „Wir haben unter Trainer Bosz viele Dinge positiv verändert in den zurückliegenden zwei Monaten. Jetzt rollen wir das Feld von hinten auf – viermal waren wir jetzt erfolgreich und wollen natürlich auch nächste Woche wieder gewinnen“, kündigte Torschütze Havertz an. Am kommenden Sonntag muss die Bayer-Elf in Dortmund ran. Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel hakte die Niederlage hingegen schnell ab: „Man kann und darf in Leverkusen verlieren. Uns hat die Durchschlagskraft gefehlt, deswegen konnten wir uns vorne nicht durchsetzen. Wir hatten Leverkusens Offensive recht gut unter Kontrolle, auch wenn die beiden Tore so nicht fallen dürfen. Unsere wenigen Möglichkeiten haben wir zu wenig ausgespielt, uns fehlte dabei auch der Mut.“

          Im 30. Erstligaduell der rheinischen Rivalen begann die Fortuna mutig. Nach zwei Minuten köpfte Kenan Karaman nur Zentimeter neben das Bayer-Gehäuse. Dann übernahm Leverkusen das Kommando und setzte die Fortuna-Defensive mit schnellem Kombinationsspiel unter Druck. Allerdings zog sich Rechtsaußen Karim Bellarabi ohne Fremdeinwirkung wahrscheinlich eine Muskelverletzung zu und wurde nach 15 Minuten durch Lucas Alario ersetzt.

          Das verkraftete Bayer schnell und ging vor 27.727 Zuschauern nach einer Rechtsvorlage von Kevin Volland durch Havertz in Führung. Für den 19-Jährigen, der sein 76. Ligaspiel bestritt, war es der neunte Saisontreffer. Vier Minuten später zirkelte Markus Suttner einen Fortuna-Freistoß knapp vorbei. Dann musste auch Trainer Friedhelm Funkel wechseln: Für den verletzten Jean Zimmer lief von der 27. Minute an Aymane Barkok auf. „Er hat sich eventuell ein Außenband gerissen“, sagte sein Trainer später. „Das sah schon wirklich schlimm aus.“

          Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Bayer eine Ballbesitzquote von mehr als 80 Prozent, die Fortunen konnten sich kaum aus der Umklammerung lösen und hatten Glück, dass ein Volland-Schuss (41.) gerade noch zur Ecke geklärt werden konnte. Doch obwohl Bayer spielerisch überlegen blieb, setzte die Fortuna immer wieder kleine Nadelstiche, die aber nichts einbrachten. Stattdessen erhöhte Bayer: Einen Schuss von Mitchell Weiser klatschte Jaroslav Drobny seitlich ab, Bailey war beim 2:0 der Nutznießer.

          Bosz musste drei Tage nach dem 0:0 in der Europa League beim FK Krasnodar nur einmal wechseln. Für den verletzten Sven Bender rückte Innenverteidiger Aleksandar Dragovic in die Startelf. Funkel, der sein 801. Bundesligaspiel als Coach oder Profi erlebte, hatte mehr personelle Probleme. Für den wegen einer Grippe ausfallenden Michael Rensing rückte Drobny ins Tor.

          Ein langer Ausfall droht: Düsseldorfs Jean Zimmer hat sich im Spiel gegen Leverkusen verletzt.

          Der im Winter verpflichtete Tscheche feierte damit nach mehr als zwei Jahren sein Liga-Comeback. Im DFB-Pokal bei Schalke 04 hatte er vier Gegentore hinnehmen müssen. Er ist jetzt mit 39 Jahren ältester Fortuna-Spieler in Liga eins. Das war bislang Frank Mill. „Wenn einer nicht nervös wird, dann er. Wir vertrauen ihm“, sagte Funkel vor der Partie im TV-Sender Sky über Drobny. Bei Düsseldorf fehlten die gesperrten Profis Kaan Ayhan und Kevin Stöger sowie der verletzte Adam Bodzek.

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