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2:0 gegen Augsburg : Gladbach so gut wie unter Heynckes

  • Aktualisiert am

Volle Konzentration auf den Ball: Oscar Wendt (links) und Andre Hahn (rechts) Bild: AFP

In der ersten Hälfte vergeben die Gladbacher die Chancen, darunter ein Elfmeter. Doch mit zwei späten Toren in der zweiten Halbzeit glückt den „Fohlen“ nicht nur ein Sieg, sondern auch ein Rekord.

          Borussia Mönchengladbach hat dank Oscar Wendt und Joker Patrick Herrmann seinen Höhenflug fortgesetzt und einen Uralt-Rekord geknackt. Das Team von Trainer Dieter Hecking bezwang Kellerkind FC Augsburg verdient mit 2:0 (0:0) und feierte seinen zwölften Heimsieg in Folge. Eine solch makellose Serie war der Borussia bislang nur 1983/84 unter Jupp Heynckes gelungen.

          Der Schwede Wendt (78.) und der eingewechselte Herrmann (90.+3) erlösten mit ihren späten Toren die Borussia, die in einer einseitigen Begegnung klar überlegen war. Wendt traf in seinem 184. Bundesligaspiel für die Borussia, damit avancierte er zum ausländischen Rekordspieler des Klubs vor Filip Daems (183) und Allan Simonsen (178). Vor der Pause war Jonas Hofmann zudem mit einem Foulelfmeter am überragenden FCA-Schlussmann Gregor Kobel gescheitert (43.).

          Mit 39 Punkten hat die Fohlenelf weiter die Champions League im Visier, mehr Zähler hatte Gladbach zu diesem Zeitpunkt zuletzt in der Meistersaison 1976/77 auf dem Konto. Augsburg steckt derweil tief im Abstiegskampf, nach zehn Spielen ohne Sieg könnte es auch für Trainer Manuel Baum langsam ungemütlich werden. Sein Team solle "den Sieg in Leverkusen vergolden", hatte Hecking vor Anpfiff gefordert. Entsprechend forsch begann die Borussia vor 42.509 Zuschauern. Mit dem in die Startelf zurückgekehrten Florian Neuhaus als Dreh- und Angelpunkt zogen die Fohlen das Spiel geschickt in die Breite und warteten geduldig auf ihre Chancen. Vom FCA war in diese Phase offensiv kaum etwas zu sehen, die Abwehr stand aber sicher.

          Hinzu kam die nötige Portion Glück: Schon nach 76 Sekunden rettete der in der Winterpause aus Hoffenheim ausgeliehene Kobel nach einer Hereingabe von Oscar Wendt in höchster Not vor dem lauernden Lars Stindl. Das Spiel blieb einseitig: Gladbach setzte die Gäste früh unter Druck und ließ einen geordneten Spielaufbau erst gar nicht zu, FCA-Stürmer Alfred Finnbogason hing völlig in der Luft. Was fehlte, waren die Tore. Auch Ibrahima Traore, der für den angeschlagenen Torjäger Thorgan Hazard von Beginn an spielte, scheiterte an Kobel (19.).

          Die Hecking-Elf fand auch in der Folge keine Lücke im massiven Augsburger Bollwerk. Klappen wollte es dann nicht einmal vom Punkt: Hofmann, der für den etatmäßigen Elfmeterschützen Hazard antrat, fand im Schweizer Kobel seinen Meister. Zuvor hatte Jan Moravek Neuhaus im Strafraum zu Fall gebracht. Für Gladbach war es schon der dritte verschossene Elfmeter der Saison.

          Nach der Pause wurde die Partie zusehends hektischer. Bei Gladbach schlichen sich immer mehr Ungenauigkeiten ein, Augsburg hielt mit Leidenschaft dagegen und kam erstmals auch zu gefährlichen Kontern. Bei den wenigen Offensivbemühungen biss sich die Borussia die Zähne aus, auch von Torjäger Alassane Plea war über weite Strecken des Spiels kaum etwas zu sehen, auch Kapitän Stindl blieb abgesehen von einem Kopfball (72.) blass. Wendt und Herrmann sorgten dann  doch noch für Jubelstürme.

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