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2:0 gegen Augsburg : Diouf ist Hannovers Liebling

  • -Aktualisiert am

Der Dank des Torschützen geht nach oben: Hannovers Diouf Bild: dpa

Hannover gewinnt 2:0 gegen Augsburg, tut sich aber schwerer, als das Ergebnis vermuten lässt. Nach dem Rückstand durch Diouf wehrt sich das Schlusslicht, ehe Stindls Schlenzer das Schicksal der Gäste besiegelt.

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          Ihre Suche nach der richtigen Mischung war von Erfolg gekrönt. „Wir müssen wieder die richtige Balance zwischen offensivem Spektakel und Ballsicherheit finden“, hatte Mirko Slomka, der Trainer von Hannover 96, seiner Elf mit auf den Weg gegeben. Im Heimspiel gegen den FC Augsburg gelang den Niedersachsen am Samstag nun wirklich kein schöner, dafür aber wie gewünscht ein äußerst effektiver Auftritt.

          Das 1:0 in der 26. Minute, das der Senegalese Mame Diouf nach einer guten Vorarbeit von Lars Stindl erzielte, legte die Grundlage zu einem verdienten 2:0. Stindl erzielte fünf Minuten vor dem Abpfiff auf Vorlage von Diouf auch den Endstand, als er den Ball elegant ins Tor schlenzte.

          Während sich Hannover nach zuletzt eher schwachen Leistungen wieder stabilisiert hat, gehen die Augsburger schweren Zeiten entgegen. Dem FCA fehlte es am nötigen Elan und dem spielerischen Potential, um Hannover vor 41.200 Zuschauern ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

          Was in Augsburg Mangelware ist, gibt es in Hannover im Überfluss: 96-Trainer Slomka hat das große Privileg, aus einer Vielzahl erstklassiger Stürmer Woche für Woche den richtigen Kandidaten herauspicken zu müssen.

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          Während Offensivkünstler wie Mohammed Abdellaoue und Jan Schlaudraff beim Anpfiff nur auf der Ersatzbank saßen, durften sich Didier Ya Konan und Diouf von Beginn an beweisen. Der Mann von der Elfenbeinküste erwischte einen eher unglücklichen Tag.

          Sein Kollege aus dem Senegal aber stellte unter Beweis, warum er es in Hannover zum Publikumsliebling geschafft hat. Diouf hat zwei schwere Verletzungen in kürzester Zeit überstanden, weiß seinen bulligen Körper und seine Schnelligkeit bestens einzusetzen und verliert bei allem Elan vor des Gegners Tor nur ganz selten den Überblick.

          Das war leicht: Der Stürmer schiebt aus kurzer Entfernung ein
          Das war leicht: Der Stürmer schiebt aus kurzer Entfernung ein : Bild: dpa

          Die Zuschauer bekamen nach einer Schlussphase, in der Augsburg noch kurz aufgemuckt und Hannover sogar leicht gewackelt hatte, den vorentscheidenden Treffer zu sehen.

          Vorlage Diouf nach einem Konter, gelungener Schuss von Stindl in das rechte Toreck: Damit war das sportliche Schicksal des FC Augsburg, der sich auf dem letzten Tabellenplatz festsetzt, endgültig besiegelt – und Trainer Slomka hatte bei seiner Wahl offenbar auf den Richtigen gesetzt.

          Die einen freuen sich, die anderen hadern
          Die einen freuen sich, die anderen hadern : Bild: dpa

          Hannover 96 - FC Augsburg 2:0 (1:0)

          Hannover 96: Zieler - Cherundolo, Eggimann, Haggui, Rausch - Schmiedebach, Schulz - Stindl, Huszti (87. Schlaudraff) - Ya Konan (79. Pander), Diouf (90.+1 Sobiech)
          FC Augsburg: Jentzsch - Vogt, Langkamp, Klavan, de Jong - Ottl, Baier - Musona (68. Koo), Moravek (46. Bancé), Werner (59. Ostrzolek) - Oehrl
          Schiedsrichter: Drees (Münster-Sarmsheim)
          Zuschauer: 41.200
          Tore: 1:0 Diouf (26.), 2:0 Stindl (85.)
          Gelbe Karten: - / -

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