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1899 Hoffenheim : Wahre Worte

  • -Aktualisiert am

Keine Vorwürfe gegenüber dem Schiedsrichter-Team: „Torschütze“ Kevin Volland Bild: dpa

Das Niveau der Hoffenheimer Wortbeiträge nach dem nicht gegebenen klaren Tor gegen Nürnberg war erfreulich hoch. Wenn der Fußball-Gott zugehört hat, dürfte die TSG so schnell nicht wieder benachteiligt werden.

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          Ist das noch der Urlaubseffekt oder sind sogar die Bundesliga-Protagonisten der ewigen Diskussionen nach Fehlentscheidungen der Schiedsrichter müde? Das Niveau der Wortbeiträge, nachdem Referee Kinhöfer in der Begegnung zwischen Hoffenheim und Nürnberg (2:2) einen Treffer des Kraichgauers Volland nicht anerkannte, obwohl sich der Ball deutlich mehr als eine Ballumdrehung hinter der Linie befand, war jedenfalls erfreulich hoch.

          Peter Heß
          Sportredakteur.

          Der Meinung von Hoffenheims Trainer Gisdol kann man sich nur anschließen, dass die Frage nicht mehr heißen kann, ob ein Chip im Ball oder eine Torlinienkamera für mehr Gerechtigkeit sorgen soll, sondern nur noch wann - und das mit der Empfehlung möglichst schnell.

          Schiedsrichter Kinhöfer gab die Unnahbarkeit auf, die seine Zunft so oft umweht, und forderte technische Hilfe an: „Wir Schiedsrichter würden es begrüßen, wenn diese Geschichte uns abgenommen wird. Aber das ist halt nicht so. Dementsprechend müssen wir die Entscheidung treffen - und die war heute leider falsch“, sagte Kinhöfer.

          Es sollte Erwähnung finden, wie sportlich die Hoffenheimer mit der Benachteiligung umgingen. Volland gab zu, selbst nicht genau gesehen zu haben, ob der Ball im Tor war und verzichtete nach dem Spiel darauf, dem Schiedsrichter Vorwürfe zu machen, genauso wie er unmittelbar nach der Szene darauf verzichtet hatte, Kinhöfer durch wilde Proteste zu beeinflussen.

          Gisdol qualifizierte sich noch mehr für die Fairplay-Auszeichnung: „Warum sollte ich auf Kinhöfer sauer sein? Wenn er es gesehen hätte, hätte er das Tor gegeben. Keiner will, dass ein reguläres Tor nicht zählt.“ Chapeau. Wenn der Fußball-Gott zugehört hat, dürfte Hoffenheim so schnell nicht wieder benachteiligt werden.

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