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1860 München : „Löwen“ trennen sich von Schmidt

  • Aktualisiert am

Abgang bei „60“: Alex Schmidt ist nicht mehr Trainer der „Löwen“ Bild: dpa

Ein paar Wochen sah es so aus, als sei bei 1860 München so etwas wie Ruhe eingekehrt. Damit ist es erst einmal wieder vorbei. Nach der Heimpleite gegen Sandhausen muss der ungeliebte Trainer Alexander Schmidt gehen. Der Nachfolger soll „ganz in Ruhe“ gesucht werden.

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          Für das Traumziel Aufstieg hat 1860 München das Experiment mit Trainer Alexander Schmidt nach nur neun Monaten beendet. 15 Stunden nach der peinlichen 0:2-Heimpleite gegen den SV Sandhausen gaben die „Löwen“ am Samstag die Trennung von dem 44-Jährigen bekannt. „Wir haben frühzeitig reagiert, um unsere Ziele für die Saison nicht zu gefährden“, begründete Geschäftsführer Robert Schäfer den Schritt. Die Entscheidung sei nach der Niederlage in der Zweiten Bundesliga am Freitag „in Abstimmung mit dem Investor“ getroffen worden.

          Die Trennung von Schmidt ist in der noch jungen Saison im Unterhaus bereits die dritte Trainer-Entlassung. Zuvor hatte bereits Peter Pacult bei Dynamo Dresden gehen müssen, am Donnerstag trennte sich der 1. FC Kaiserslautern von Coach Franco Foda.

          „Wir werden ganz in Ruhe einen Nachfolger aussuchen“, kündigte „Löwen“-Sportchef Florian Hinterberger an. Vorerst soll Co-Trainer Markus von Ahlen das Team leiten. Schmidt, der zuvor das Regionalliga-Team des TSV 1860 München geleitet hatte, hatte das Amt bei den Profis im vergangenen November als Nachfolger des geschassten Reiner Maurer angetreten.

          Mangelnde Akzeptanz beim Publikum

          „Er hat alles getan für den Erfolg“, lobte Geschäftsführer Schäfer den beurlaubten Coach. „Die Entwicklung der Mannschaft verlief zuletzt allerdings nicht wie gewünscht.“ Sportchef Hinterberger verwies am Samstag auf die mangelnde Akzeptanz von Schmidt bei vielen „Löwen“-Anhängern. „Er hat von Anfang an keine Chance bei den Fans gehabt. Was da teilweise gelaufen ist, war unter der Gürtellinie.“

          Nun soll allerdings ein neuer Coach für den Schulterschluss beim Traditionsclub sorgen und den deutschen Meister von 1966 endlich zurück ins Oberhaus führen. „Alle müssen jetzt in eine Richtung gehen, um unser Ziel zu verfolgen“, sagte Geschäftsführer Schäfer. „Jetzt ist auch die Mannschaft in der Bringschuld.“

          Entscheidender Tiefschlag: München hat am Freitag gegen Sandhausen verloren
          Entscheidender Tiefschlag: München hat am Freitag gegen Sandhausen verloren : Bild: dpa

          Und wie. Immerhin hatte das Team zuletzt zwei Niederlagen einstecken müssen und den Sprung auf Tabellenplatz zwei verpasst. Gegen Sandhausen, das zuvor übrigens noch ohne Sieg war, boten die Münchner am Freitag eine desolate Vorstellung. „Das war ein schlapper Auftritt von uns in allen Bereichen“, gestand „Löwe“ Moritz Volz. Die Quittung waren Pfiffe der eigenen Fans. „Lauter kann man gar nicht pfeifen“, erkannte Profi Moritz Stoppelkamp.

          Das hatte wohl auch die Vereinsführung gehört - und Schmidt musste gehen. Zurück ins zweite Glied will der selbstbewusste Trainer aber nicht. „Ich werde keinen Co-Trainer mehr machen, egal ob in Barcelona, Madrid oder weiß der Teufel wo“, hatte er schon vor Monaten angedeutet.“ Schaun mer mal.

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