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Teuerster deutscher Spieler : Kai Havertz und das Warten auf den DFB-Durchbruch

Künftig in der Premier League: Kai Havertz Bild: Reuters

Kai Havertz ist schon jetzt der teuerste deutsche Spieler. In Chelsea soll er unter Frank Lampard zum Weltstar werden – doch Bundestrainer Joachim Löw findet in der Nationalelf keine feste Rolle für ihn.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          Eine Überraschung war der Vollzug nicht mehr, den der FC Chelsea und Bayer Leverkusen am späten Freitagabend vermeldeten, und doch erzeugte die Nachricht vom Wechsel des Nationalspielers Kai Havertz in die Premier League auch ein Gefühl der Skepsis in England. „Wer ist Kai Havertz?“, fragte beispielsweise die BBC, nachdem die Transfersumme von 80 Millionen Euro, die leistungsabhängig noch in den dreistelligen Millionenbereich steigen kann, den 21 Jahre alten Nationalspieler zum teuersten deutschen Fußballer macht. Die Londoner bezahlen eine Rekordsumme für einen Kerl, der noch nie bei einem großen Turnier spielte, der erst eine Partie in der K.-o.-Phase in der Champions League absolvierte, der auf der internationalen Bühne noch ein Unbekannter ist.

          Nations League

          Nicht einmal in der Nationalmannschaft ist Havertz richtig angekommen. Am vergangenen Donnerstag beim Länderspiel gegen Spanien saß er 90 Minuten auf der Bank, während Julian Draxler auf der zentralen Position im offensiven Mittelfeld zum Einsatz kam, dort, wo Havertz sich am wohlsten fühlt. Die Antwort, die der englische Staatsfunk der Ratlosigkeit vieler Menschen auf der Insel entgegenhielt, zeugte dennoch von größtem Respekt: Kai Havertz sei „der neue Michael Ballack und ein künftiger Superstar“. Gerüchten zufolge bezahlen die Londoner neben der imposanten Ablösesumme auch noch ein Gehalt von 20 Millionen Euro pro Jahr. Sollte das stimmen, wäre Toni Kroos, der 21 Millionen Euro pro Saison bei Real Madrid erhalten soll, der einzige deutsche Profi, der noch mehr verdient. „Dass ein Spieler von Bayer Leverkusen so eine exponierte Rolle im Weltfußball spielt, ist schon etwas ganz Besonderes. Da sind wir als Verein stolz drauf“, sagt Sportdirektor Simon Rolfes.

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