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1. Runde im DFB-Pokal : Von wegen eigene Gesetze - das Favoritensterben bleibt aus

  • Aktualisiert am

Ansbach war für den Karlsruher SC kein Stolperstein - 5:0 Bild: AP

Große Überraschungen im DFB-Pokal? Fehlanzeige. Auch am Sonntag hielten sich die Favoriten schadlos. Karlsruhe, Wolfsburg, Bielefeld, Hoffenheim, Wolfsburg und Leverkusen kamen weiter. Nur der FC Oberneuland überraschte die TuS Koblenz.

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          Zum Auftakt in die neue Fußball-Saison zeigten die Favoriten kaum Schwächen, in der ersten Runde des DFB-Pokals gab es für die Außenseiter wenig zu holen. Lediglich die Zweitliga-Vereine 1. FC Kaiserslautern, Spielvereinigung Greuther Fürth und FC St. Pauli mussten sich am Freitag und Samstag unterklassigen Vereinen beugen, die Bundesliga-Klubs zogen hingegen mehr oder weniger souverän in die nächste Runde des Wettbewerbs ein - auch in den bisherigen Partien am Sonntag.

          Der VfL Wolfsburg nutzte die erste Pflichtaufgabe der Saison als Aufgalopp für die Bundesliga und zog im Schongang in die zweite DFB-Pokalrunde ein. Ohne sich bei Temperaturen von gut 25 Grad voll zu verausgaben, gewann das Team von Trainer Felix Magath beim Regionalliga-Aufsteiger 1. FC Heidenheim 3:0 (0:0). Nach einer farblosen ersten Halbzeit erzielten vor 7500 Zuschauern im Heidenheimer Albstadion der Brasilianer Grafite (54.) und Neuzugang Mahir Saglik (57./75.) die Treffer für den mit gut 20 Millionen Euro verstärkten Uefa-Cup-Teilnehmer.

          Der Karlsruher SC kommt leicht und locker weiter

          Allerdings taten sich die Gäste, bei denen Magath neben dem italienischen Weltmeister Cristian Zaccardo auch seinen brasilianischen Spielmacher Marcelinho zunächst auf der Bank ließ, lange schwer gegen die defensiv clever agierenden Heidenheimer. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt zog in der Rückwärtsbewegung seine Mittelfeldraute immer wieder zu einer zweiten Viererkette zusammen und lähmte damit geschickt das Spiel des VfL.

          Ansbach war für den Karlsruher SC kein Stolperstein - 5:0 Bilderstrecke
          1. Runde im DFB-Pokal : Von wegen eigene Gesetze - das Favoritensterben bleibt aus

          Leicht und locker meisterte Bundesliga-Klubs Karlsruher SC die erste Hürde im DFB-Pokal. Die Mannschaft von Trainer Edmund Becker bot mit dem 5:0 (3:0) beim Fünftliga-Verein Spielvereinigung Ansbach eine souveräne Leistung und zeigte sich gerüstet für den Bundesliga-Auftakt am kommenden Wochenende gegen den VfL Bochum. Gegen den vergeblich kämpfenden Bayernliga-Verein trafen Antonio da Silva, Sebastian Freis, Alexander Iaschwili, Edmond Kapllani und Massimilian Porcello für den zweimaligen Pokalsieger.

          „Es darf in dieser Partie nur einen Sieger geben“

          „Das Spiel wird über unsere Einstellung entschieden. Es kann und es darf in dieser Partie nur einen Sieger geben“, hatte KSC-Trainer Becker seinen Profis ins Stammbuch geschrieben. Prompt ließ der Favorit, der ohne den verletzten Andreas Görlitz (Bänderriss) auskommen musste, vor 4000 Zuschauern im ausverkauften Ansbacher Stadion von Beginn an keinen Zweifel am Weiterkommen. In seinem ersten Pflichtspiel für den KSC eröffnete Neuzugang da Silva den Torreigen, als er mit einem zur Überraschung von Ansbachs Torhüter Thomas Raffel direkt verwandelten Freistoß (13. Minute) traf.

          Nur drei Minuten später (16.) machte Freis schon alles klar. Nachdem Joshua Kennedy mit einem Drehschuss (26.) an der Latte scheiterte, verwandelte Iaschwili (37.) noch vor der Pause einen Foulelfmeter. Nach dem Wechsel trafen die eingewechselten Kapllani (56.) und Porcello (76.) zum Endstand. Dem Fünftliga-Klub, der sich erstmals in seiner Vereinsgeschichte über ein live im Fernsehen übertragenes Spiel freuen konnte, blieb nur wegen der unbefriedigenden Chancenverwertung der Gäste am Ende eine höhere Niederlage erspart.

          „Wir haben gewonnen, ich habe ein Tor gemacht, das zählt“

          Der TSV 1860 München zog mit einem mühsamen 2:0 (2:0)-Arbeitssieg gegen den Oberliga-Verein TSG Neustrelitz in die zweite Runde ein. Vor 3000 Zuschauern reichte dem Zweitliga-Klub ein frühzeitiger Doppelschlag durch Rückkehrer Benny Lauth (21.) und Mustafa Kucukovic (23.), um die tapferen Gastgeber in die Schranken zu weisen. Dennoch blieben die Löwen insgesamt blass.

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