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2. Bundesliga : Ingolstadts Albtraum geht weiter

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Nürnberg kommt gegen Union Berlin mit dem letzten Angriff noch zu einem Punkt. Für Bundesliga-Absteiger Ingolstadt läuft es dagegen weiter miserabel.

          3 Min.

          Die Torflaute gestoppt, doch das Derby verloren: Der weiterhin punktlose FC Ingolstadt hat seinen Albtraum-Start in der 2. Fußball-Bundesliga fortgesetzt und wartet auch nach dem 3. Spieltag auf das dringend benötigte Erfolgserlebnis. Der Bundesliga-Absteiger verlor am Sonntag gegen den Lokalrivalen Jahn Regensburg 2:4 (0:1) und steckt weiter im Tabellenkeller fest. Aufsteiger Regensburg feierte derweil dank einer couragierten Leistung den ersten Saisonsieg. Joshua Mees (27.) brachte den Jahn nach einem kapitalen Aussetzer der Ingolstädter Hintermannschaft in Führung. Nach der Pause erzielten Sonny Kittel (52.) und Marvin Matip (57.) die erlösenden ersten Saisontore für Ingolstadt, doch Jann George (73./79.) drehte das Spiel erneut. Jonas Nietfeld (90.+3) sorgte für den Schlusspunkt.

           Vor 13.060 Zuschauern tat sich Ingolstadt in der ersten Halbzeit enorm schwer. Offensiv fand der FCI kaum Lösungen und kam zu einer einzigen Chance, bei der Kittel aber leicht verzog (36.). Bis zum Führungstreffer hatte Regensburg das Spiel kontrolliert, die Halbzeitführung war angesichts mehrerer guter Möglichkeiten nicht unverdient. Nach dem Seitenwechsel setzte sich der Trend der letzten Minuten des ersten Durchgangs fort. Die Gäste zogen sich zunehmend zurück und wurden vom stärker werdenden FCI mit einem Doppelschlag bestraft. In der Folge hatten beide Teams weitere gute Chancen. Regensburg hatte zunächst Pech, als Angreifer Sargis Adamyan unmittelbar nach dem zweiten Gegentreffer an der Latte scheiterte (59.). Auf der Gegenseite leistete sich Andreas Geipl fast ein Eigentor (63.). Wenig später war George doppelt erfolgreich.

          Hanno Behrens hat dem 1. FC Nürnberg im Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga ein verdientes Unentschieden gegen Union Berlin gerettet. Der Mittelfeldspieler traf in der 90. Minute zum 2:2 (0:0) und glich damit zum zweiten mal einen Rückstand für den couragierten und leidenschaftlich kämpfenden Club aus. Simon Hedlund (46.) und Sebastian Polter (66.) hatte die Gäste zweimal in Führung gebracht, Cedric Teuchert zwischenzeitlich zum ersten Mal ausgeglichen (55.). Berlin beendete das Spiel nach einer Roten Karte für Grischa Prömel (90.+3) in Unterzahl. Der Club spielte vor 29.813 Zuschauern sehr couragiert und leidenschaftlich und setzte Union in der temporeichen ersten halbe Stunde stark unter Druck. In Strafraumnähe fehlte allerdings die Präzision, mit Ausnahme des Schusses von Teuchert ans Außennetz (30.) erspielten sich die Gastgeber keine Chancen.

          Die Union besaß die besseren Gelegenheiten, Damir Kreilach aber vergab aus guter Position per (25.) und Kopf (33.). Die beiden besten Berliner sorgten nach der Pause für die Führung: Steve Skrzybski bereitete mit einem wunderbaren Pass den Treffer durch Hedlund vor. Danach drängte der Club auf den Ausgleich, den der gute Torhüter Jakob Busk nach mehreren Glanzparaden nicht verhindern konnte. Die Gastgeber griffen danach weiter an, blieben in der Defensive aber anfällig gegen clevere Berliner. Polters Treffer fiel nach einem Eckball, Torhüter Thorsten Kirschbaum sah dabei nicht gut aus. Zusätzliches Pech für Nürnberg: Top-Vorbereiter Sebastian Kerk, neben Tim Leibold Bester beim Club, musste in der 73. Minute mit einer Verletzung ausgewechselt werden. Dennoch bäumten sich die Gastgeber noch einmal auf - der Ausgleich war mehr als verdient.

           Aufsteiger Holstein Kiel hat seinen ersten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga eingefahren. Am 3. Spieltag setzten sich die Störche gegen die SpVgg Greuther Fürth verdient mit 3:1 (2:1) durch. Während die Kieler mit nun vier Punkten einen guten Start in die Saison hingelegt haben, müssen die Fürther weiter auf ihren ersten Zähler warten und hängen im Tabellenkeller fest. Dabei ging Fürth sogar zunächst durch Jürgen Gjasula (12.) in Führung, ehe Kiel durch einen Doppelschlag von Marvin Ducksch (25.) und Dominik Schmidt (32.) das Spiel drehte und damit die gute Leistung vom 2:1-Sieg im DFB-Pokal gegen Eintracht Braunschweig bestätigte. Dominick Drexler erhöhte per Foulelfmeter (76.) zum Endstand. Zuvor war er von Khaled Narey gefoult worden.

          8535 Zuschauer sahen von Beginn an ein munteres Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. Die Abwehrarbeit vernachlässigten beide Teams zunächst. Alle drei Tore vor der Pause fielen nach Ecken. Nach der Halbzeit versuchte Fürth zunächst die Defensive zu stabilisieren. Trotzdem kamen die Norddeutschen zu gefährlichen Chancen. Vor allem der von St. Pauli ausgeliehene Ducksch sorgte immer wieder für Unruhe. Derweil lief die Partie ohne Komplikationen ab. Beim Pokalspiel vergangene Woche hatte sich noch ein Bodenblech auf dem neuen Teil der Westtribüne verformt. Der betreffende Bereich musste geräumt worden. Die Probleme wurden behoben.

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