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1. FC Nürnberg : „Ganz Deutschland rechnet nicht mehr mit uns“

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Am Boden, aber noch nicht abgestiegen: der 1. FC Nürnberg nach der Niederlage bei Hoffenheim Bild: dpa

19 Spiele in Serie hat der „Club“ in der Bundesliga nicht mehr gewonnen. Im Abstiegskampf sieht es düster aus. Doch eine Hoffnung hat der 1. FC Nürnberg noch im Tabellenkeller.

          Worauf kann ein seit 19 Bundesliga-Spielen siegloser und im Abstiegskampf beinahe abgeschlagener Club überhaupt noch hoffen? Beim 1. FC Nürnberg zum Beispiel hoffen sie, so skurril es klingt, auf den richtigen Ausgang des Europa-League-Spiels zwischen Eintracht Frankfurt und Inter Mailand. Der amtierende DFB-Pokalsieger dürfe im San Siro durchaus weiterkommen, es soll aber gerne ein kräftezehrendes Rückspiel mit Verlängerung werden. Diesen Wunsch äußerten Kapitän Hanno Behrens und Interimstrainer Boris Schommers am Sonntag nach dem 1:2 (0:1) bei 1899 Hoffenheim unisono.

          Und dann will man am kommenden Sonntag bei einer geschlauchten Eintracht endlich wieder siegen! So weit die Träume und Wünsche des fränkischen Aufsteigers, die Realität sieht aber ganz anders aus: 13 Punkte nach 25 Spielen, dazu ist der Verein seit knapp fünfeinhalb Monaten sieglos. Dem 1. FC Nürnberg hat auch der Trainerwechsel von Michael Köllner zu Interimscoach Schommers ergebnistechnisch keinen neuen Auftrieb gebracht. „Es ist natürlich bitter, dass wir wieder mit leeren Händen dastehen“, sagte Behrens, dessen zwischenzeitliches Ausgleichstor wieder einmal keine Punkte brachte.

          Schommers sagte: „Wir reden seit Wochen über die gleiche Situation. Der Club hat gut gespielt, der Club hat nichts in der Hand.“ Im Prinzip geht das beim neunmaligen deutschen Meister seit Monaten so. Erst redeten Köllner und der abgesetzte Sport-Vorstand Andreas Bornemann die Situation schön, jetzt ist dafür der für eine Übergangszeit arbeitende Schommers gefragt. Wann ein neuer Sport-Vorstand kommt, der dann wiederum einen Trainer einsetzt? Diese Fragen blieben bei der Niederlage durch zwei Tore von Andrej Kramaric am Sonntag offen.

          Doch ein Aufstecken gibt es für die Mannschaft nicht. „Ganz Deutschland rechnet nicht mehr mit uns. In Nürnberg werden es auch nicht mehr so viele sein, die mit uns rechnen. Aber wir glauben noch dran und werden nicht aufgeben“, sagte Torhüter Christian Mathenia nach der dritten Niederlage in Serie bei Sky. Der seit Wochen stark haltende Schlussmann ist auch ein Grund, warum die Ergebnisse nicht deutlicher ausfallen.

          Neun Spiele sind es noch, dann dürfte der neunte Abstieg des FCN perfekt sein. „Solange rechnerisch alles möglich ist, werden wir auch alles geben, vor allem wenn man unsere überragenden Fans sieht. Wir müssen weiter machen“, sagte Mittelfeldspieler Eduard Löwen. Immerhin: Trotz der historisch schlechten Ausbeute von 13 Punkten ist Relegationrang 16 nur sechs Zähler entfernt.

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