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Zweite Bundesliga : Köln verspielt den Sieg in Kiel noch

  • Aktualisiert am

Kiel und Köln schenkten sich bei ihrem Duell nichts. Bild: dpa

Der Spitzenreiter will seine Position festigen. Torjäger Terodde trifft, doch am Ende reicht es doch nicht zu drei Punkten. Auch Bielefeld muss sich ärgern. Und Heidenheim schleicht sich nach oben.

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          Trainer Markus Anfang hat mit Zweitliga-Tabellenführer 1. FC Köln einen Prestigeerfolg bei seinem früheren Klub Holstein Kiel verpasst. Die Rheinländer musste sich bei den Norddeutschen mit einem 1:1 (0:1) begnügen. Torjäger Simon Terodde (41., Foulelfmeter) hatte die Kölner mit seinem 13. Saisontreffer bei den Schleswig-Holsteinern in Führung gebracht. Vorausgegangen war eine Foulspiel am ehemaligen Kieler Dominick Drexler durch Dominik Schmidt. Heinz Mörschel (88.) sicherte Kiel den Punkt.

          2. Bundesliga

          Trotz der Punkteteilung bleibt der FC weiterhin Spitzenreiter, allerdings hat die Spielvereinigung Greuther Fürth Boden gut gemacht. Die weiteren Verfolger Union Berlin und Hamburger SV können an diesem Wochenende aufschließen. Für den 44 Jahre alte Anfang war es ein besonderes Spiel, denn in der vergangenen Saison hatte er die Störche auf Platz drei in der zweiten Liga und damit in die Relegation gegen Bundesligaverein VfL Wolfsburg (1:3 und 0:1) gebracht. Zuvor hatte der Fußballlehrer die Kieler aus der dritten Liga in die zweite Bundesliga geführt. Der Durchmarsch in Liga eins wurde dann knapp verfehlt.

          Die Gastgeber konnten die Begegnung vor 9700 Zuschauern im ausverkauften Stadion lange Zeit ausgeglichen gestalten. Sie machten die Räume eng, agierten zweikampfstark und ließen die Gäste nicht zur Entfaltung kommen. Allerdings konnte der KSV Holstein in der Offensive eher selten Akzente setzen. Köln legte nach der 1:2-Heimpleite zuletzt gegen den MSV Duisburg Wert auf gute Defensivarbeit. Anfang musste allerdings eine kurzfristige Umstellung in seiner Startformation vornehmen, nachdem sich Marco Höger beim Warmmachen verletzt und durch Niklas Hauptmann ersetzt wurde. Terodde (51.) scheiterte aus 17 Metern am gut reagierenden Kieler Keeper Kenneth Kronholm und verpasste das 2:0.

          Fürth kletterte zumindest vorübergehend wieder in die Aufstiegszone. Durch das 3:2 (0:2) bei Arminia Bielefeld nach einem 0:2-Pausenrückstand blieben die Kleeblätter zum vierten Mal in Serie ungeschlagen und schoben sich an Union Berlin sowie dem Hamburger SV auf den zweiten Platz hinter Spitzenreiter Köln vorbei. Bielefeld hingegen verpasste durch seine dritte Niederlage nacheinander den Sprung in die obere Tabellenhälfte. Fürth verdankte seinen dritten Auswärtssieg den Treffern von Fabian Reese (51.) und Doppel-Torschütze Tobias Mohr (54. und 86.). Bielefeld hingegen konnte bei seiner zweiten Heimniederlage aus der komfortablen 2:0-Führung durch Joan Edmundsson (31.) und Stephan Salger (35.) zur Enttäuschung der 16.032 Zuschauer kein Kapital schlagen.

          Der 1. FC Heidenheim sicherte sich mit dem dritten Heimsieg in Serie derweil seinen Platz im oberen Tabellenmittelfeld. Gegen Aufsteiger 1. FC Magdeburg gewann das Team von Trainer Frank Schmidt 3:0 (2:0) und ist mit 15 Punkten Sechster. Der zuvor fünf Spiele nacheinander ungeschlagene FCM (9) bleibt auf Rang 15 in Bedrängnis. Sebastian Griesbeck (19.) hatte die Schwaben mit seinem Treffer frühzeitig jubeln lassen, noch vor der Pause baute Nikola Dovedan (43.) die Führung aus. Marc Schnatterer (90.+4, Foulelfmeter) sorgte für den Endstand. Magdeburgs Tobias Müller sah die Gelb-Rote Karte (90.+2).

          Vor 10.450 Zuschauern präsentierten sich die Gastgeber in der ersten Hälfte als abgezocktere Mannschaft. Die Schwaben bestimmten weitgehend das Geschehen und nutzen ihre Chancen gegen recht harmlose sowie defensiv anfällige Magdeburger. Beim zweiten Tor hatte Heidenheim allerdings Glück: Die Unparteiischen übersahen eine Abseitsstellung von Dovedan bei der Flanke von Kapitän Schnatterer. Im zweiten Durchgang wagten sich die Gäste zwar häufiger aus der Deckung, es mangelte aber an der nötigen Durchschlagskraft oder FCH-Keeper Kevin Müller war auf dem Posten.

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