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Köln verliert gegen Freiburg : In der Schlussphase überschlagen sich die Ereignisse

  • Aktualisiert am

Umkämpft: Kölns Sebastiaan Bornauw (links) und Philipp Lienhart im Kkopfballduell Bild: EPA

Kurz vor dem Abpfiff trifft der 1. FC Köln noch zum Ausgleich, doch das Tor zählt nicht. Die Proteste sind lautstark – auch weil wenig später das Spiel ein spektakuläres Ende nimmt.

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          Bis in die Nachspielzeit hatten rund 200 Fans hinter dem leeren Stadion den 1. FC Köln angetrieben, nach dem Schlusspfiff herrschte komplette Stille, aus den Boxen säuselte der Song „Leck ens am Arsch“. Das 1:4 (0:2) gegen den SC Freiburg fühlte sich beim 1. FC Köln schon ganz schwer nach dem siebten Abstieg an. „Das Ergebnis ist scheiße“, sagte Kapitän Jonas Hector zermürbt.

          Bundesliga

          „Das war eine sehr bittere Niederlage“, sagte auch Trainer Friedhelm Funkel. Doch der 67-Jährige, der in seiner langen Karriere schon sieben Mal aus der Bundesliga abgestiegen ist – unter anderem 2002 auch mit dem FC – blickte gleich wieder nach vorne: „Wir wollen jetzt die beiden restlichen Spiele gewinnen.“ Bei Hertha BSC und gegen Absteiger Schalke 04 scheint das zumindest nicht unmöglich.

          Die Umstände der Niederlage gegen Freiburg hätten aber unglücklicher kaum sein können und müssen erst einmal verarbeitet werden. Nach ganz schlechter erster Halbzeit und Gegentoren von Nils Petersen (18.) und Ermedin Demirovic (20.) kämpfte der FC und jubelte nach dem Anschluss durch Sebastian Andersson (49.) noch zwei weitere Male. Aber nur kurz. Denn erst rutschte Ondrej Duda bei einem Foulelfmeter weg (61.), dann wurde ein wohl reguläres Tor von Jan Thielmann in der Nachspielzeit wegen eines angeblichen Handspiels von Hector aberkannt.

          „Der Ball geht mir an die Schulter“

          „Der Ball geht mir an die Schulter“, beteuerte der Kapitän, womit das Tor regulär wäre. In Richtung von Sören Storks schimpfte der frühere Nationalspieler, die Schiedsrichter seien „offenbar der Meinung, dass sie alles besser wissen. Das war auch in dem Fall so. Aber ich habe ihn gefragt, wie die Handspiel-Regel ist, und er konnte es mir nicht sagen.“ Funkel wollte das Ganze „gar nicht thematisieren“. Keinen Vorwurf gab es an Duda nach seinem Elfmeter-Missgeschick. „Das kann passieren“, sagte Funkel: „Er macht sich selbst die größten Vorwürfe.“

          Am Ende hatte aber sogar der Gegner etwas Mitleid. „Es lief schon vieles für uns“, gestand Petersen: „Der verschossene Elfmeter, das Tor, das nicht gegeben wurde – das ist natürlich auch psychologisch eine Katastrophe für den Gegner.“ Freiburgs Trainer Christian Streich ergänzte, der Sieg sei „am Ende auch ein bissle glücklich“ gewesen. „Ich wünsche vor allem Friedhelm, aber auch dem 1. FC Köln, dass sie es am Ende schaffen.“

          Die Freiburger wahrten durch den Sieg, den Vincenzo Grifo (90.+3) und Jonathan Schmid (90.+6) durch Konter in der Nachspielzeit deutlich aussehen ließen, ihre ganz kleine Chance auf die Qualifikation für die Conference League. Als Neunter haben sie zwei Zähler Rückstand auf Mönchengladbach auf Rang sieben. Das Restprogramm mit Aufgaben gegen Meister Bayern München und in Frankfurt hat es aber in sich.

          Das Erfolgsrezept von Streich, dessen Team drei Tage zuvor noch mit 0:3 bei der Hertha verloren hatte, klang erstaunlich einfach. „Wir haben drei, vier Minuten Videos angeschaut und das System umgestellt“, sagte er: „Aber wissen sie, womit es vor allem zu tun hat? In Berlin haben wir früh zwei einfache Tore bekommen. Heute haben wir zwei relativ einfache Tore gemacht.“

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