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1:3 bei Hoffenheim : Für Köln läuft fast alles schief

  • Aktualisiert am

Nicht nur Kölns Dominick Drexler erlebte keinen schönen Abend. Bild: Reuters

Ein frühes 0:1, ein Platzverweis in der ersten Halbzeit, zwei schnelle Gegentore nach der Pause – Köln erwischt im Duell mit Hoffenheim einen gebrauchten Tag. Und am Ende kommt es noch schlimmer.

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          Dank des überragenden Christoph Baumgartner hat die TSG 1899 Hoffenheim ihre Serie von sieben sieglosen Spielen beendet. Der 20 Jahre alte Österreicher erzielte beim 3:1 (1:0) der Kraichgauer in der Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Köln am Mittwoch zwei Tore (11./46. Minute) und bereitete den dritten Treffer durch 3:0 Steven Zuber (48.) vor. „Das war ein extrem wichtiger Sieg. Jetzt haben wir die lang ersehnten drei Punkte“, sagte der Österreicher bei Sky. „Ich bin natürlich sehr glücklich.“

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          Das Team des früheren TSG-Trainers Markus Gisdol verpasste damit im zweiten Geisterspiel in Sinsheim die Chance, in der Tabelle an Hoffenheim vorbeizuziehen. Für die Gäste traf in Florian Kainz (60.) ebenfalls ein Österreicher. Genau wie beim 2:2 gegen Düsseldorf am Sonntag vergab Kölns Mark Uth (76.) einen Foulelfmeter, scheiterte an Hoffenheims Keeper Oliver Baumann.

          Die am Ende stark abbauenden Hoffenheimer dürfen sich damit weiter Hoffnungen auf einen Europa-League-Platz machen. Dabei spielten die Kölner von der 26. Minute an zu zehnt, da Sebastiaan Bornauw nach einem üblen Tritt gegen den Torschützen Rot sah. Kurz nach der vermeintlichen Entscheidung durch Zuber musste TSG-Kapitän Benjamin Hübner in der knüppelharten Partie mit Gelb-Rot vom Platz, nachdem er Dominick Drexler gefoult hatte.

          Die Rheinländer sind damit seit vier Spielen ohne Drei-Punkte-Erfolg. Die Hoffenheimer hätten mit einer neunten Heimniederlage in dieser Saison einen Negativ-Klubrekord eingestellt. Das Team von Chefcoach Alfred Schreuder blieb diesmal aber von einem weiteren krachenden Rückschlag verschont. Für Gisdol, der insgesamt fünf Jahre in Hoffenheim arbeitete, war es die erste Niederlage gegen seinen früheren Verein, nachdem er mit dem Hamburger SV zwei Siege und ein Remis erreicht hatte.

          Auf der Bank fanden sich zunächst zwei deutsche WM-Teilnehmer wieder: Kölns Jonas Hector war an seinem 30. Geburtstag „nicht bei 100 Prozent“, wie Gisdol sagte. Hoffenheims Sebastian Rudy hatte zuletzt nicht voll überzeugt, die Schalke-Leihgabe kam aber nach der Pause für Florian Grillitsch. Schreuder setzte auf der 10 auf Baumgartner: Der 20 Jahre alte Österreicher jubelte früh über seinen vierten Saisontreffer, als er aus elf Metern nach einer scharfen Hereingabe von Jacob Bruun Larsen einschoss.

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          Den wendigen Baumgartner stoppte Bornauw nach einer knappen halben Stunde mit einem üblen Tritt in die Wade. Schiedsrichter Felix Brych zog erst die Gelbe Karte aus der Hosentasche, korrigierte sich dann aber und zückte glatt Rot. Kölns Angriff um den Ex-Hoffenheimer Uth fand bis dahin kaum statt. Zu konzentriert verteidigten die Gastgeber. Doch in der Unterzahl wurden die Rheinländer plötzlich mutiger: Elvis Rexhbecaj gab einen ersten gefährlichen Schuss Richtung Baumann ab und die TSG-Abwehr um Hübner wackelte. In der 42. Minute traf Baumgartner auf der anderen Seite abermals – doch Brych gab nach Videobeweis den Treffer nicht.

          Nach bisher 34 Gegentore zu Hause in dieser Saison stand die TSG-Abwehr zunächst sicher. Im Angriff freuten sich die Hoffenheimer über drei Stürmertore, dabei fehlten die Top-Angreifer Andrej Kramaric, Sargis Adamyan und Ishak Belfodil. Baumgartners zweiter Treffer eine halbe Minute nach Wiederanpfiff auf Vorarbeit von Robert Skov gab den Gastgebern zunächst noch mehr Sicherheit.

          Kurz darauf legte der Schweizer Zuber nach. Kainz’ Anschlusstreffer steckte das Schreuder-Team gut weg, und hatte Glück, dass Uth den Elfer verschoss, sonst wäre es noch richtig spannend geworden. So schaffte Hoffenheim am Ende den ersten Sieg seit dem 1. Februar (2:1 gegen Bayer Leverkusen).

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