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2:3 gegen Mainz : Später Schock für Köln im Abstiegskrimi

  • Aktualisiert am

Ellyes Skhiri und der 1. FC Köln sind tief drin im Bundesliga-Schlamassel. Bild: dpa

Der 1. FC Köln kommt dem Abgrund in der Bundesliga immer näher. Das Nervenspiel im Abstiegskampf gegen Mainz nimmt einige Wendungen – in der Nachspielzeit noch eine letzte zum Leid des FC.

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          Kapitän Jonas Hector kauerte fassungslos an der Bande, sein Trainer Markus Gisdol stand regungslos vor seiner Bank und verschwand in die Katakomben, nachdem er seine Spieler abgeklatscht hatte. Dem Coach des 1. FC Köln droht nach der 2:3 (1:1)-Pleite im Abstiegsduell mit dem FSV Mainz 05 und dem nunmehr achten sieglosen Bundesligaspiel nacheinander das Aus.

          Bundesliga

          Sportchef Horst Heldt äußerte sich am Sonntagabend nicht und lehnte eine Interview-Anfrage des TV-Senders Sky ab. Bisherigen Medienberichten zufolge könnte Routinier Friedhelm Funkel die Aufgabe übernehmen, den rheinischen Fußball-Bundesligaverein in den restlichen sechs Saisonspielen vor dem Gang in die zweite Liga zu bewahren. „Was morgen ist, werden wir sehen“, sagte Gisdol.

          „Ich rechne mit gar nichts, ich versuche, meine Jungs zu trösten“, sagte Gisdol nach der Partie im TV-Sender Sky. „Es geht um 1. FC Köln und meine Mannschaft.“ Der 51-Jährige bekannte, er sei „natürlich enttäuscht, das ist ja klar nach so einem Spiel, wo Du gefühlt auch die drei Punkte hättest machen können.“ Hector erklärte seine Reaktion nach dem Abpfiff so: „Man ärgert sich natürlich über das Spiel, dass wir das Spiel verloren haben. Wir haben die Gegentore zu leicht hergegeben.“ Von einem Abstieg wollte der einstige Nationalspieler aber noch lange nichts wissen.

          Mit 23 Punkten sind die Kölner auf Rang 17 zurückgefallen hinter Arminia Bielefeld und Hertha BSC (beide 26). Für die Mainzer, die mit 28 Punkten auf Rang 14 klettern, trafen Jean-Paul Boetius (11.), Karim Onisiwo (65.) und Leandro Barreiro (90.+2) zum ersten Sieg im RheinEnergieStadion. „Ein geiler Sieg“, sagte der glückliche Barreiro. „Ein wildes Spiel“, befand Trainer Bo Svensson, dem die Leistung in der ersten Halbzeit missfiel. Ondrej Duda (43./Elfmeter) und Ellyes Skhiri (61.) erzielten die Treffer für Köln.

          Boetius trifft schon früh

          Die Kölner waren von Beginn an bemüht, die Kontrolle zu übernehmen und bei Ballbesitz mit hochstehenden Außenverteidigern über die Flügel die kompakte Mainzer Abwehrreihe auseinanderzuziehen. Gisdol konnte nach langen Verletzungspausen wieder auf zwei Leistungsträger zurückgreifen. Florian Kainz stand nach einer Knie-Operation erstmals in dieser Saison in der Startformation, und auch Mittelstürmer Sebastian Andersson, der wegen Knieproblemen pausieren musste, kehrte nach vier Monaten in die Anfangs-Elf zurück.

          Doch die Gäste, die mit ihrem Trainer Bo Svensson einen Aufschwung erleben, zeigten die reifere Spielanlage, griffen früh an und wechselten die defensive Fünferkette bei Ballbesitz in eine Dreierkette um. Die auswärts zuletzt viermal nacheinander unbesiegten Mainzer, bei denen Onisiwo im Angriff den Vorzug vor Robert Glatzel erhielt, kamen dann auch durch einen überraschenden und plazierten Rechtsschuss von Boetius früh zur 1:0-Führung. Es war der erste Saisontreffer für den Niederländer.

          Die Kölner steckten den Rückstand gut weg, kamen durch Andersson zu zwei guten Tormöglichkeiten (19./20.) und setzten die Rheinhessen mit großem Einsatz stärker unter Druck, ohne danach aber zu großen Chancen zu kommen. Erst ein nach Videobeweis gegebener Handelfmeter, den Duda verwandeln konnte, führte zum Ausgleich. Zuvor hatte FC-Keeper Timo Horn nach einem Schuss von Moussa Niakhaté das 2:0 für die Mainzer verhindert.

          In der insgesamt recht ausgeglichenen und von vielen Verletzungspausen unterbrochenen Partie hatte Marius Wolf die große Möglichkeit zum Führungstreffer für den im zweiten Spielabschnitt besseren FC, doch sein Kopfball landete via Torwart Robin Zentner nur am Aluminiumgestänge (58.). Drei Minuten später machte es Skhiri besser. Sein Kopfballtreffer nach Vorarbeit von Jonas Hector führte zum 2:1 für die Gastgeber, doch Onisiwo glich postwendend aus. Barreiro ließ die Mainzer dann in der Nachspielzeit sogar über den eminent wichtigen Sieg jubeln.

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