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4:4 in Duisburg : Tragischer Notfall beim 1. FC Köln

  • Aktualisiert am

Kölns Trainer Markus Anfang verließ auf schnellstem Weg das Stadion. Bild: dpa

Acht Tore und kein Sieger: Das West-Duell zwischen Duisburg und Köln wird zu einem Spektakel. Nur wenige Minuten nach Abpfiff ist das zweitrangig und vergessen. Ein Notfall sorgt für Betroffenheit.

          Nach einem mitreißenden Fußballspiel schlug die Stimmung am Mittwochabend schlagartig um. Im Kabinenbereich der Duisburger Arena herrschte ungewöhnliche Stille, zuvor verließ der Kölner Trainer Markus Anfang nach einem kurzen Gespräch mit Geschäftsführer Armin Veh und einem Feuerwehrmann auf dem schnellsten Weg das Stadion.

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          „Es gab einen tragischen Notfall im direkten Umfeld der Mannschaft des 1. FC Köln. Daher entfallen die Interviews und die Pressekonferenz nach dem Spiel“, erklärte ein Offizieller des MSV Duisburg und bat um Verständnis, dass man keine Details kommuniziere.

          Die Szene wirkte bedrückend. Unmittelbar vor dem Stadion unter der Vip-Tribüne fuhren mehrere Feuerwehrwagen vorbei, im Hintergrund waren die Blaulichter von etlichen Polizeieinsatzfahrzeugen zu sehen. Auch im Umfeld des Zweitliga-Nachholspiels zwischen dem MSV Duisburg und dem 1. FC Köln (4:4) hatte es Vorfälle gegeben. Der Kölner Klub bat um Verständnis, dass man keine Informationen geben könne, ohne vorher mit Betroffenen gesprochen zu haben.

          Einige Spieler schlichen sich schnell aus dem Stadion, Duisburgs Trainer Torsten Lieberknecht fand keine Worte und verließ kopfschüttelnd und sichtlich mitgenommen die Mixed-Zone. „Manchmal sind andere Dinge wichtiger“, sagte ein Duisburger Vereinssprecher.

          Zuvor hatten die 25.675 Zuschauer ein packendes und unterhaltsames Spiel gesehen, in dem die Kölner nach zweimaligen Rückstand mit drei Toren unmittelbar nach der Pause 4:2 in Führung gingen und am Ende durch die Treffer von Moritz Stoppelkamp (71.) und Kevin Wolze (81. Minute) noch das 4:4 hinnehmen mussten. Jhon Cordoba (24./53.), Louis Schaub (47.) und Simon Terodde (54.) trafen für den FC, der vor dem Schlagerspiel am nächsten Montag gegen den Tabellenzweiten Hamburger SV eine Vorentscheidung im Aufstiegskampf zur Fußball-Bundesliga verpasste. Lukas Fröde (29.) und noch einmal Stoppelkamp (2.) erzielten die übrigen Tore für den MSV.

          Im Wochenplan der Kölner ist für den Tag nach dem Spiel kein Training angesetzt. Am Freitag steht normalerweise die obligatorische Pressekonferenz mit Trainer Anfang an. Die Partie gegen den HSV findet am Montag um 20.30 Uhr im Kölner Stadion statt.

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