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2:3 in Freiburg : Köln steigt nach dramatischem Spiel ab

  • -Aktualisiert am

Das war es: Der 1. FC Köln ist am Boden und muss in die zweite Liga. Bild: Reuters

Das war’s: Zwei Spieltage vor Saisonende steht Köln als erster Absteiger aus der Bundesliga fest. Kurz vor Ende kommt noch einmal Hoffnung auf durch zwei Tore. Doch dann schlägt Freiburg zurück.

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          Sie hatten noch eine winzige Chance auf den Klassenverbleib, aber vehement darum gekämpft hat der 1.FC Köln am Samstag erst, als es schon zu spät war. Am Ende stand nicht einmal ein Trostpreis, da der abgestiegene Effzeh aus einem 0:2-Rückstand durch Petersens Treffer (14./52. Minute) zwar noch ein 2:2 durch die späten Tore von Bittencourt (83./87.) machen konnte, ehe Höler (90.+2) für den Sportclub zum Sieg zuschlug. „Das 3:2 war das i-Tüpfelchen einer völlig verkorksten Saison“, sagte Torwart Timo Horn. „Wenn man am 32. Spieltag sang- und klanglos absteigt, kann man nicht sagen, dass alles gut war. Das muss man knallhart analysieren.“

          Bundesliga

          Die Kölner aber mussten nach diesem am Ende dramatischen Duell den sechsten Erstliga-Abstieg in ihrer Klubgeschichte akzeptieren. Freiburg jubelte über ein Happy End, nach dem ein verschossener Strafstoß von Günter (23.) nicht weiter ins Gewicht fiel. Der SC verbesserte sich in der Tabelle auf Platz 14 und besitzt nun gute Chancen auf ein weiteres Jahr in der Bundesliga. Der deutsche Meister aus dem Liga-Gründungsjahr 1963/64 muss dagegen wieder einmal sein Comeback in Angriff nehmen – mit guten Perspektiven, da die Kölner keine wirtschaftlichen Nöte plagen und Sportdirektor Armin Veh den Wiederaufstieg schon seit Wochen plant.

          In Freiburg war von einem Aufbäumen der Kölner erst nach dem 0:2-Rückstand etwas zu spüren. Obwohl sie zuletzt Treuepunkte gesammelt hatten, weil begehrte Profis wie Nationalspieler Hector und Torwart Horn ihre Bereitschaft erklärt hatten, auch in der zweiten Liga fest zum FC zu stehen. Um die Punkte in der Bundesliga bemühte sich zunächst nur der SC, der nach zuletzt acht Spielen ohne Sieg durch Petersens Kopfballtor in Führung ging. Die Badener hätten dem Spiel früh die entscheidende Richtung geben können, doch dafür war der von Günter geschossene Strafstoß nach Högers Foul an Petersen zu schwach. Horn parierte den Elfmeter.

          Kein Grund für die Breisgauer, an sich zu zweifeln. Sie legten in der zweiten Hälfte nach – natürlich durch Petersen, der Marohs missglückte Kopfballverlängerung in den eigenen Strafraum erlief und mit seinem 15. Saisontor mühelos auf 2:0 erhöhte. Bittencourts späte Tore brachten den SC noch einmal in Gefahr, ehe der eingewechselte Höler mit seinem Treffer zum 3:2 himmlische Gefühle im Breisgau weckte. „Am heutigen Tag hatten wir das Glück auf unserer Seite. In der Summe, auf die 90 Minuten, ein verdienter Sieg“, sagte SC-Trainer Christian Streich. Die von ihren Fans trotzdem gefeierten Kölner dagegen schlichen fassungslos vom Rasen des Schwarzwaldstadions. „Dass man jetzt rechnerisch abgestiegen ist, macht es mental schwer zu verarbeiten“, sagte Höger.

          Da kann man nichts mehr machen. Köln-Trainer Ruthenbeck. Bilderstrecke

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