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1:0 gegen Wolfsburg : Modeste macht Köln und Overath glücklich

  • Aktualisiert am

Habt ihr das gesehen? Kölns Torjäger Modeste trifft mal wieder. Bild: dpa

Wohl dem, der solch einen Torjäger hat: Der 1. FC Köln besiegt den VfL Wolfsburg und klettert in der Tabelle nach oben. Modeste bereitet sein goldenes Tor auch noch selbst vor.

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          Der 1. FC Köln hat mit dem 1:0 (0:0) gegen den kriselnden VfL Wolfsburg seine Chance genutzt. Nach dem Elfmetertreffer von Torjäger Anthony Modeste in der 81. Minute rückte der FC vor den Augen seiner Ikone Wolfgang Overath mit 32 Punkten in der Tabelle der Fußball-Bundesliga auf einen Europapokalplatz vor. Der einstige Kölner Vereinspräsident, Weltmeister von 1974, weilte erstmals seit dem Rücktritt im November 2011 wieder bei einem Heimspiel seines Vereins unter den 49.400 Zuschauern.

          Die Begegnung war zwar abwechslungs- wie temporeich und bot durchaus Spannung, indes lange Zeit zu wenig spielerische Qualität. Beiden Teams mangelte es speziell offensiv an der Feinabstimmung. So verpufften vor allem bei den Kölnern, die in der gleichen Startformation wie beim 6:1 in Darmstadt aufliefen, einige gute Ansätze.

          Die Auswahl von VfL-Trainer Valérien Ismaël, der von den fünf Winter-Zugängen nur den früheren Mainzer Yunus Malli in die Anfangs-Elf nahm, verlegte sich erwartungsgemäß auf Konter. Eine konsequente Spielstruktur war bei den in dieser Saison so enttäuschenden Niedersachsen aber selten zu erkennen.

          Marcel Risse wurde vom Kölner Dreigestirn für das Tor des Jahres 2016 ausgezeichnet. Bilderstrecke

          So gab es in den ersten 45 Minuten wenige Szenen, die irgendwie gefährlich waren – am ehesten noch einen 18-Meter-Schuss des Kölner Japaners Yuya Osako, der nach Zuspiel von Torjäger Modeste allerdings verzog (38.). „Das ist schwer für den FC“, hielt Overath angesichts der gut stehenden Gäste-Defensive in der Pause fest. Die FC-Profis kamen energisch aus der Kabine. Der überzeugende Konstantin Rausch zirkelte eine Ecke direkt auf das Aluminium (47.). Doch der VfL konterte: Vier Minuten nach Wiederanpfiff hatte der frühere Kölner Yannick Gerhardt aus 18 Metern freie Schussbahn, traf aber ebenso wenig das Tor wie auf der Gegenseite Modeste, der in der 54. Minute aus der Drehung knapp scheiterte.

          FC-Keeper Thomas Kessler musste in der 71. Minute einen 18-Meter-Volleyversuch von Maximilian Arnold entschärfen - klares Signal: Die Gäste wollten mehr. Es kam anders: Wolfsburgs Schlussmann Diego Benaglio verursachte an Modeste (80.) einen Strafstoß, den der Franzose mit seinem 15. Saisontreffer selbst verwandelte und damit den ersten Bundesliga-Heimsieg des FC gegen den VfL seit April 2006 perfekt machte.

          Schon vor dem Spiel hatten die Kölner Grund zur Freude: Marcel Risse wurde für das Tor des Jahres 2016 der ARD-Sportschau ausgezeichnet. Sein Treffer in der Nachspielzeit zum 2:1-Auswärtssieg im Derby bei Borussia Mönchengladbach am 19. November erhielt bei der Wahl die meisten Stimmen. Die Medaille für das Tor des Jahres wurde dem aktuell verletzten 27-Jährigen vor Beginn der Partie von FC-Ikone und -Vizepräsident Toni Schumacher überreicht. Auch das Kölner Karnevals-Dreigestirn war bei der Ehrung anwesend. Risse ist nach Pierre Littbarski der zweite Spieler, der für den FC das Tor des Jahres erzielte. Littbarski gewann 1985 mit seinem legendären Tor im Sitzen zum zwischenzeitlichen 3:1 gegen Werder Bremen.

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