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Köln siegt 2:1 in Leipzig : Matchwinner Bittencourt reichen 30 Minuten

  • Aktualisiert am

Der Torschütze zum 2:1-Sieg des 1. FC Köln beschwichtigt den Trainer der Leipziger: Leonardo Bittencourt (links) und Ralph Hasenhüttl. Bild: dpa

Spiel gedreht, Hoffnung zurück. Köln holt sich durch den Sieg bei RB Leipzig Selbstvertrauen im Kampf um den Klassenverbleib. Das Siegtor erzielt ein „Unterschied-Spieler“, der noch wichtiger werden kann.

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          Der Matchwinner wollte nach dem Traum-Comeback in seiner Geburtsstadt nicht zu sehr im Mittelpunkt stehen. „Klar ist es für mich schön, dass ich den Siegtreffer machen durfte“, sagte Leonardo Bittencourt, nachdem er den 1. FC Köln mit seinem Tor zum 2:1-Sieg gegen RB Leipzig geschossen hatte. „Aber letztendlich ist es egal. Wenn es ein Eigentor gewesen wäre, hätte ich mich genauso gefreut.“

          Sein Trainer richtete den Fokus da schon mehr auf den 24-Jährigen: „Leo ist auf Dauer für den Klub und unsere Situation überlebenswichtig.“ Mit einem fitten Bittencourt doch noch zum Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga – so oder so ähnlich könnte die Devise beim Tabellenschlusslicht lauten.

          Der überraschende Auswärtserfolg beim Champions-League-Aspiranten und Meisterschaftszweiten aus Sachsen hat die Hoffnung nach zuvor vier Partien ohne Sieg zurückgebracht. „Wir leben noch im Abstiegskampf“, sagte Kölns Torwart Timo Horn. „Ich denke, wenn wir verloren hätten, wäre es schon extrem schwierig geworden.“ So aber ist der Glaube da, die sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz noch aufholen zu können.

          Neben Bittencourt hatte Winterneuzugang Vincent Koziello großen Anteil am Kölner Coup in der Red Bull Arena. Er glich die frühe Leipziger Führung durch Jean-Kévin Augustin aus und zeigte bei seinem Startelf-Debüt auch sonst eine starke Leistung. „Für den Vince freut es mich riesig“, sagte Horn. „Er hat ein gutes Spiel gemacht und Ruhe reingebracht im Mittelfeld.“

          Keine Chance für RB-Torhüter Peter Gulacsi: Leonardo Bittencourt (Zweiter von links) trifft zum 2:1-Endstand.

          Bittencourts Job-Beschreibung ist eine andere. Nach seiner Einwechslung eine knappe halbe Stunde vor Schluss gab er den Angriffen der Kölner neuen Schwung. „Leo ist ein Unterschied-Spieler“, beschrieb Ruthenbeck dessen Qualitäten. Bittencourt selbst gab sich kämpferisch. „Letztendlich wird am 34. Spieltag abgerechnet“, sagte er. „Und solange rechnerisch noch was drin ist, wird man hier keinen sehen, der aufgibt.“ Für den Offensivmann war es nach seiner Adduktorenverletzung das erste Pflichtspiel seit dem 18. November 2017 – und nicht nur deswegen ein besonderes.

          „Mein Papa hat hier auch mal Bundesliga gespielt“, sagte er über den ehemaligen Profi Franklin, der zwischen 1992 und 1998 für den VfB Leipzig spielte. Sohn Leonardo erklärte grinsend: „Er hat mir erzählt: „Ich habe in dem Stadion schon mal getroffen, da war es nicht so modern.“ Das habe ich nicht auf mir sitzen lassen. Da musste ich natürlich nachlegen.“

          Das muss auch der FC, will er die kleine Chance auf weitere Bundesliga-Jahre ab dem Sommer aufrechterhalten – am besten schon am Sonntag. Der Erfolg bei RB sei „nichts wert, wenn wir nicht zu Hause nachlegen“, sagte Horn. Trainer Ruthenbeck formulierte es etwas positiver: „Wir sind jetzt punktgleich mit dem HSV und haben uns das nächste Endspiel gegen den VfB Stuttgart erarbeitet.“ Mit drei Siegen und einem Remis unter dem neuen Coach Tayfun Korkut sei der VfB die „Mannschaft der Stunde“, so Horn. Das weiß auch Bittencourt. „Da muss die Hütte brennen. Wir müssen brennen“, fordert er. Sein Plan: „Jetzt gut regenerieren, gut schlafen und dann sollen die Stuttgarter mal kommen!“

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