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4:1 gegen FC St. Pauli : Köln dank Córdoba wieder auf Kurs

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Kölns Glück heißt diesmal Córdoba: Dem Kolumbianer gelang gegen den FC St. Pauli ein Dreierpack. Bild: dpa

Der 1. FC Köln hat den ersten Sieg 2019 gegen den FC St. Pauli geholt. Für die Gäste traf zwar wieder Alex Meier, doch dem 36 Jahre alten Stürmer stahl ein „Effzeh“-Profi mit drei Treffern die Show. Bielefeld überrollt Regensburg.

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          Dank eines Dreierpacks von Jhon Córdoba und dem 23. Ligatreffer von Simon Terodde hat der 1. FC Köln im Kampf um den direkten Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Der überragende Kolumbianer (32. Minute, 53., 58.) und der FC-Torjäger (85.) zeigten beim 4:1 (1:1) im Spitzenspiel gegen den FC St. Pauli ihre ganze Klasse und schossen den FC damit wieder an St. Pauli vorbei auf den zweiten Tabellenplatz.

          Die Gäste, für die Torjäger Alex Meier (38.) zwischenzeitlich ausgleichen konnte, rutschen vorerst auf den dritten Platz ab. Spitzenreiter bleibt der Hamburger SV, der mit einem Sieg gegen Dynamo Dresden am Montag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Zweiten Fußball-Bundesliga und bei Sky) wieder auf vier Punkte davonziehen kann.

          „Es war schon eine gewisse Anspannung da. Wir wollten zeigen, dass wir da oben hingehören und das haben wir heute gezeigt. Wir wollen aufsteigen, das haben wir unterstrichen“, sagte FC-Goalgetter Terodde nach dem Spiel bei Sky. Hamburgs Stürmer Sami Allagui äußerte sich ganz fair: „Die bessere Mannschaft hat heute gewonnen.“ Auch sein Trainer Markus Kauczinski erkannte die starke Kölner Leistung neidlos an. „Das war absolut verdient. An so einem Tag muss alles zusammenkommen, wenn man hier etwas holen will“, sagte der Coach. „Die Kölner waren heute deutlich zu stark für uns“, meinte St. Paulis Abwehrspieler Christopher Avevor.

          2. Bundesliga

          Der FC begann furios und erspielte sich vor allem über Zugang Johanns Geis und die starke linke Seite mit Florian Kainz und Dominick Drexler ein Übergewicht. So geriet St. Paulis Ersatzkeeper Svend Brodersen schnell in den Mittelpunkt. Der 21-Jährige, der den verletzten Robin Himmelmann vertrat und bei seinem Profidebüt keine Nerven zeigte, parierte mehrfach stark – unter anderem einen gefährlichen Freistoß von Geis (12.). Auch im direkten Duell mit Córdoba war Brodersen zur Stelle (24.). Kurz darauf war er jedoch machtlos, als der Kolumbianer aus Abseitsposition zur verdienten Kölner Führung traf. Meiers schneller Ausgleich kam aus dem Nichts, der Stürmer schob nach einer Ecke in typischer Manier aus wenigen Metern zum Ausgleich ein. Zuvor hatte sich Sami Allagui im Kopfball-Duell gegen gleich drei Kölner durchgesetzt. Für Meier war es der bereits zwölfte Treffer gegen den FC – gegen keinen anderen Klub hat der 36-Jährige in seiner Profikarriere öfter getroffen. Dennoch wäre der FC fast mit einer Führung in die Kabine gegangen – Brodersen hielt aber herausragend gegen Simon Terodde (45.).

          Auch nach der Pause blieb Köln überlegen. Während St. Pauli mit dem Punkt durchaus zufrieden wirkte, drängte der FC auf die Führung – und wurde belohnt. Córdoba traf zunächst nach einer Hereingabe von Christian Clemens, kurz darauf legte er per Kopf den dritten Treffer nach. Vor 50.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Köln-Müngersdorf war der FC auch mit der Führung im Rücken das bessere und gefährlichere Team. Allen voran Córdoba, aber auch Sturmkollege Terodde bekam St. Paulis Abwehr nicht in den Griff.

          Bielefeld lässt Regensburg keine Chance

          Die wiedererstarkte Arminia Bielefeld hat seinen Aufwärtstrend auch beim SSV Jahn Regensburg fortgesetzt. Dank einer cleveren Vorstellung und eines unüberwindbaren Torwarts Stefan Ortega bezwang die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus die Oberpfälzer 3:0 (2:0). In Regensburg fügten Fabian Klos (6.), Andreas Voglsammer (25. Foulelfmeter) und Cedric Brunner (50.) den Hausherren die zweite Niederlage in Folge zu. Die Arminia holte hingegen ihren dritten Sieg nacheinander.

          In der Tabelle rückten die Bielefelder bis auf zwei Zähler an den SSV Jahn heran, der mit 29 Punkten noch immer eine bequeme Ausgangslage hat. Die Arminia war in Regensburg abgezockt. Die Bielefelder überließen den Hausherren das Spiel und schlugen nach Balleroberungen zu. Die Regensburger agierten hingegen zerfahren und verloren viele zweite Bälle. Sie ließen sich aber nicht hängen. Bielefelds Torwart Ortega entschärfte nach dem Seitenwechsel reihenweise selbst beste Chancen der Hausherren.

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