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Zweite Bundesliga : Köln kommt dem Aufstieg immer näher

  • Aktualisiert am

Torschützen unter sich: die Kölner Drexler (links) und Cordoba. Bild: dpa

Der Zweitliga-Spitzenreiter lässt sich von „Bayern-Schreck“ Heidenheim nicht aufhalten und siegt zum sechsten Mal in Serie. Einen Rückschlag im Kampf um den Aufstieg muss indes Union Berlin hinnehmen.

          Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Köln hat sich auf seinem direkten Weg zurück in die Fußball-Bundesliga auch vom „Beinahe-Bayern-Schreck“ 1. FC Heidenheim nicht aus dem Tritt bringen lassen. Die Rheinländer bejubelten durch das 2:0 (2:0) beim FCH bereits ihren sechsten Sieg in Serie, der Vorsprung auf Relegationsrang drei beträgt nach dem 28. Spieltag neun Zähler. Zudem haben die Kölner, die sich seit Wochen in glänzender Verfassung präsentieren und am Sonntag dank der Treffer von Dominick Drexler (10.) und Jhon Cordoba (41.) gewannen, noch das Nachholspiel am Mittwoch beim Schlusslicht MSV Duisburg in der Hinterhand.

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          Dank der Erfolge in den vergangenen Wochen – sechs Siege nacheinander bedeuten für Köln im Unterhaus die Einstellung des Vereinsrekords – könnten die Rheinländer bei idealem Verlauf schon am Ostersonntag die Rückkehr in die Bundesliga bejubeln. Trotz der frühen Führung musste der Favorit am Sonntag vor 15.000 Zuschauern eine konzentrierte Leistung an den Tag legen. Das lag auch am insbesondere zu Beginn äußerst selbstbewussten Auftritt der Gastgeber, die unter der Woche fast den Branchenprimus Bayern München aus dem Viertelfinale des DFB-Pokals (4:5) geworfen hätten. In Sachen Effizienz glänzten jedoch nur die Kölner, die sich zunächst sogar den Verzicht auf ihren Top-Torjäger Simon Terodde (27 Treffer) erlauben konnten. Terodde wurde in der 66. Minute eingewechselt.

          Union Berlin kassierte dagegen im Aufstiegskampf einen weiteren Rückschlag kassiert. Nach zwei Niederlagen in Folge mussten sich die „Eisernen“ im Ostderby bei Dynamo Dresden mit einem 0:0 begnügen. Bei einem Sieg des Hamburger SV am Montag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur 2. Fußball-Bundesliga und bei Sky) gegen den 1. FC Magdeburg würde Unions Rückstand auf die direkten Aufstiegsplätze auf sechs Punkte anwachsen. Auch der Relegationsrang drei ist angesichts der Formkrise in den letzten sechs Saisonspielen in Gefahr.

          Vor 30.700 Zuschauern im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion übernahmen die Gäste aus Berlin zwar von Beginn an das Kommando, doch wirklich zwingend agierte der Favorit nicht. Pech hatte Union, als ein Kopfball von Innenverteidiger Florian Hübner nach einem Freistoß nur knapp über die Latte strich (35.). Die Dresdner waren anfangs noch mit ein paar Kontern gefährlich, doch danach wagten sich die Sachsen lange Zeit kaum noch aus der eigenen Deckung. Erst nach dem Seitenwechsel investierten die Hausherren etwas mehr Mühe in den Spielaufbau, doch Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Gäste-Trainer Urs Fischer brachte eine Viertelstunde vor Schluss noch Sebastian Polter, doch auch der lange verletzte Torjäger blieb wirkungslos.

          Die SpVgg Greuther Fürth entledigte sich derweil praktisch der letzten Sorgen um den Klassenverbleib. Die Franken blieben durch ein 2:1 (0:0) gegen den Tabellennachbarn Darmstadt 98 zum vierten Mal in Serie ungeschlagen und vergrößerten ihren Vorsprung auf die Gefahrenzone zumindest vorübergehend auf 13 Punkte. Darmstadt hingegen ging zwar erstmals nach zuvor drei Spielen ohne Niederlage wieder geschlagen vom Platz, hat allerdings auch schon ein beruhigendes Polster von neun Zählern auf den Abstiegsrelegationsplatz. Fürths Treffer erzielten Paul Seguin mit einem umstrittenen Handelfmeter (64.) und Fabian Reese (82.). Vor Seguins Führungstor war Gäste-Verteidiger Marcel Franke der Ball an die Hand geschossen worden, obwohl sich der Abwehrspieler zur Vermeidung eines Elfmeterpfiffs noch abgewendet hatte. Mathias Wittek (90.+4) gelang noch das Anschlusstor für die Gäste.

          Die Treffer der Hausherren gegen die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga waren zwei der nur wenigen Höhepunkte in der durchschnittlichen Begegnung. Zwar agierten beide Teams in der Anfangsphase noch bemüht, doch danach fand das Spiel beinahe nur noch im Mittelfeld statt. Die beste Chance vor der Pause hatten die Gäste bei einem Pfosten-Kopfball von Defensivspieler Immanuel Höhn (36.). Im zweiten Durchgang verflachte das Niveau zusehends, ehe die Gastgeber nach der Führung bei einem Abseitstor von Mario Maloca Pech hatten. Auf der Gegenseite vereitelte im direkten Gegenzug Fürths Schlussmann Sascha Burchert eine Darmstädter Gelegenheit zum Ausgleich. Reese beseitigte die letzten Zweifel am fünften Heimsieg der Kleeblätter. Stärkste Spieler der Gastgeber waren David Raum und Seguin. In Darmstadts Mannschaft verdienten sich Victor Palsson und Fabian Holland die Bestnoten.

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