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1:5 gegen Hoffenheim : Hamburger Debakel

  • -Aktualisiert am

Einer der Torschützen: Kevin Volland bringt Hoffenheim auf Siegkurs Bild: dpa

Der HSV erlebt einen rabenschwarzen Samstag: Hoffenheim führt die Hanseaten im eigenen Stadion vor. Fast jeder darf mal jubeln.

          2 Min.

          Diesem Fußball schaut man gern zu: die TSG Hoffenheim zeigte beim  Hamburger SV Angriffe aus dem Lehrbuch und gewann mit 5:1. Roberto Firmino,  Kevin Volland und der neue Stürmer Anthony Modeste wirbelten die Hamburger  durcheinander und schenkten der TSG den ersten Saisonsieg. Nach Firminos 1:0 in  der 5. Minute glich der HSV durch van der Vaarts Handelfmeter in der 43. Minute  aus, doch die Tore Vollands, Modestes (2) und Firminos in der 50., 67., 75. und  77. Minute sorgten für klare Verhältnisse im Volkspark.

          Der famose Firmino  bereitete neben seinen eigenen zwei Toren die Treffer zwei bis vier vor. Nach  ordentlicher erster ließ Hamburg eine schwache zweite folgen und unterlag nach  dem Hoffnung spendenden 3:3 beim FC Schalke vor einer Woche gleich das erste  Heimspiel in unangenehmer Höhe.  Der Versuch, den Gegner wie am vergangenen Sonntag mit einem sehr variablen  System zu überraschen, schlug dabei komplett fehl. Hoffenheim wirkte bestens  eingestellt auf die Hamburger Taktik ohne echten Stürmer, dafür mit vier  Mittelfeldspielern in erster Linie.

          Ballsicherer und schneller trat die TSG auf  und kam gleich in der zweiten Minute gefährlich vor das Hamburger Tor, als  Tolgay Arslan den enteilenden Roberto Firmino nur mit einem Foul stoppen  konnte. Der anschließende Freistoß blieb ohne Folgen, doch nur drei Minuten  später ging Hoffenheim in Führung: Fabian Johnson war schneller als Lasse  Sobiech, und in der Mitte Firmino wacher als Heiko Westermann. Hoffenheim lag  vorn, und hätte in der 12. Minute durch Modestes Chance beinahe das 2:0  erzielt. René Adler im HSV-Tor wehrte ab.

          Ausgleich per Handelfmeter

          Der HSV war abgesehen vom letzten  Pass nicht so schlecht; so richtig verinnerlicht scheint die Variante ohne  wirklichen Angreifer aber noch nicht zu sein. Erst als Hoffenheim nach 30  Minuten ein paar Konzentrationsfehler beging, wurde es auch vor dem TSG-Tor mal  gefährlich. Der Ausgleich vor der Pause fiel dann nach einem Handelfmeter, den  man nicht unbedingt geben musste - Schiedsrichter Günter Perl sah Calhanoglus  Schuss an Elyounoussis Arm springen und zeigte auf den Punkt. Rafael van der  Vaart schoss den Ausgleich (43. Minute).

          Da staunt der Trainer: HSV-Coach Thorsten Fink muss ein Debakel erklären
          Da staunt der Trainer: HSV-Coach Thorsten Fink muss ein Debakel erklären : Bild: dpa

          Doch gleich nach der Pause lief  Hamburg dann wieder einem Rückstand hinterher. Kevin Volland nahm Firminos Pass  auf und vollendete in Torjägermanier zur Hoffenheimer Führung (50. Minute). Mit  der Einwechslung von Artjoms Rudnevs in der 64. Minute stellte Trainer Thorsten  Fink dann um, ließ Zoua und Rudnevs stürmen und van der Vaart von hinten  ordnen. Doch Modestes und Firminos Treffer offenbarten die wahren Hamburger  Sorgen: acht Gegentore nach zwei Spielen lenken den Blick auf die schwache  Abwehr.

          Hamburger SV - 1899 Hoffenheim 1:5 (1:1)

          Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Sobiech, Westermann, Jansen (76. Aogo) - Badelj (63. Rudnevs), Arslan - Beister, van der Vaart (84. Jiracek), Zoua - Calhanoglu
          1899 Hoffenheim: Casteels - Beck, Abraham, Vestergaard, Johnson - Polanski, Salihovic (62. Strobl) - Volland (83. Herdling), Roberto Firmino, Elyounoussi - Modeste (80. Schipplock)
          Schiedsrichter: Perl (Pullach)
          Zuschauer: 47.483
          Tore: 0:1 Roberto Firmino (5.), 1:1 van der Vaart (44./Handelfmeter), 1:2 Volland (50.), 1:3 Modeste (67.), 1:4 Modeste (74.), 1:5 Roberto Firmino (77.)
          Gelbe Karten: Arslan (2), Diekmeier (1) / Elyounoussi (1), Polanski (2)

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