https://www.faz.net/-gtm-112ek

1:4 in Wolfsburg : Stuttgart in der Krise - Trainer Veh entlassen

  • -Aktualisiert am

Beherzt zum Sieg: Wolfsburgs Grafite (r.) und Costa Bild: ddp

Der VfB Stuttgart geht in Wolfsburg unter. Nach der deftigen Niederlage verlor Meistertrainer Armin Veh am Sonntag seinen Job. Der VfL Wolfsburg dreht einen Pausenrückstand auch ohne Hilfe seines Trainers Felix Magath.

          1 Min.

          Grafite - wer sonst? Es sieht selten nach Fußball aus, was der lange Brasilianer da so macht auf dem Rasen, aber wie er sich Treffer um Treffer erarbeitet, verdient Respekt. Seine beiden Tore am Samstag gegen den VfB Stuttgart waren die Treffer zehn und elf für den Mittelstürmer des VfL Wolfsburg. Damit besiegelte er das Schicksal von VfB-Trainer Armin Veh, der am Sonntag in Stuttgart entlassen wurde (siehe auch: VfB Stuttgart: Babbel übernimmt Meistertrainer Vehs Job).

          Grafite war es zu verdanken, dass der VfL das Spiel nach einem Rückstand noch drehte und am Ende 4:1 gewann. Lanig hatte den VfB in Führung geschossen, Grafites Tore aus kurzer und kürzester Entfernung sowie Dzekos Treffer zum 3:1 und 4:1 (79. und 85.) sicherten Wolfsburg den sechsten Heimsieg. Für die Stuttgarter war es die fünfte sieglose Partie in Folge.

          Lanigs Treffer bringt den VfL aus dem Konzept

          Der VfL hatte stark begonnen. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Wolfsburger treffen würden. Nach einer Viertelstunde aber befreite sich der VfB. Als Diego Benaglio im Wolfsburger Tor einen Schuss von Gomez abprallen ließ, war Lanig zur Stelle und traf aus kurzer Entfernung (17.) - ein Treffer, der den VfL zunächst völlig aus dem Konzept brachte.

          Gomez dankt Lanig: 1:0 für den VfB

          Erst kurz vor der Halbzeit fand das Team von Felix Magath zurück in die Partie, kam zu zwei Chancen durch Dzeko und die beste der ersten Halbzeit durch Schäfer - seinen Kopfball parierte Jens Lehmann. Auf dem Weg in die Kabine beschwerte sich Magath so vehement bei Schiedsrichter Fleischer, dass Fleischer ihn auf die Tribüne schickte.

          Veh: „Die Mannschaft ist mental eingebrochen“

          Nach der Pause war Wolfsburg deutlich besser und kam schnell zum Ausgleich, als Grafite in typischer Art traf (51.). Ehe das elfte Saisontor des Neun-Millionen-Euro-Mannes in der 76. Minute folgte, hatte Stuttgart einige gute Konterchancen.

          Dzekos vierter Saisontreffer entschied die Partie vor der Zeit, sein fünfter folgte alsbald. Stuttgart hatte dem Wolfsburger Druck nicht mehr standhalten können. „Die Mannschaft ist mental eingebrochen“, sagte VfB-Trainer Armin Veh in Wolfsburg am Abend vor seiner Entlassung. „Das liegt sicherlich auch daran, dass wir uns in einer Phase befinden, in der es einfach nicht läuft.“

          Weitere Themen

          Klopp kann nur noch staunen

          Champions League : Klopp kann nur noch staunen

          Beim deutlichen Sieg des FC Liverpool trifft ein Profi der „Reds“ gleich doppelt – das zweite Tor ist dabei besonders spektakulär. Barcelona wendet derweil eine Blamage ab, Salzburg verliert knapp.

          Enttäuschende Vorstellung des BVB

          Pleite in Champions League : Enttäuschende Vorstellung des BVB

          Beim 0:2 gegen Inter Mailand bleiben die Dortmunder vieles schuldig: Es fehlt weiter an Tempo und Überraschungsmomenten. Besonders eine Situation dürfte die Borussia deshalb besonders ärgern.

          Topmeldungen

          Will nicht weichen: Baschar al Assad am Mittwoch in Idlib

          Syrien-Konflikt : Wer Schutz verspricht, muss schützen

          Seit Jahren wird über sichere Zonen in Syrien diskutiert, doch nie waren die Umstände widriger. Nato-Mitglieder zweifeln an Deutschlands Motiven – derweil spielen russische und türkische Einsatzkräfte vor Ort ihre Macht aus.
          Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow im September bei der Kartoffelernte in Heichelheim.

          Linkspartei in Thüringen : Ganz anders als gedacht

          In Thüringen führt Bodo Ramelow seit fünf Jahren die erste rot-rot-grüne Regierung. Am Sonntag will er wiedergewählt werden. Selbst ohne eigene Mehrheit könnte er im Amt bleiben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.