https://www.faz.net/-gtm-8xb1t

1:4 gegen Schalke : Desolate Leverkusener in Abstiegsgefahr

  • -Aktualisiert am

Die Schalker feiern, die Leverkusener sind konsterniert. Bild: dpa

Bayer erlebt gegen den FC Schalke einen desaströsen Abend. Drei Spiele vor Saisonende befindet sich die Mannschaft von Tayfun Korkut im Abstiegskampf. Die Bilanz des Trainers ist verheerend.

          2 Min.

          Tayfun Korkut hatte den Ernst der Lage schon vor dem Anpfiff erkannt. „Wir stecken im Sumpf, das ja. Aber wir wollen nicht, dass uns irgendjemand den Kopf runterdrückt“, sagte der glücklose Trainer von Bayer Leverkusen vor der Partie gegen Schalke 04. Doch die Spieler wussten mit der Warnung ihres Vorgesetzten nichts anzufangen. Beim 1:4 im Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga sind sie förmlich im Sumpf versunken.

          Guido Burgstaller (6. Minute) Benedikt Höwedes (10.) und Alessandro (18.) hatten Leverkusen schon in den ersten zwanzig Minuten desillusioniert. Nachdem Burgstaller (50.) den Vorsprung der Westfalen nochmals ausgebaut hatte, gelang Bayer-Stürmer Stefan Kießling ein Tor (70.), das an den Kräfteverhältnissen nicht mehr änderte.

          Der Anfang: Soeben hat Guido Burgstaller (rechts) Schalke in Führung gebracht. Bilderstrecke

          Die persönliche Bilanz des bis zum Saisonende verpflichteten Bayer-Trainers Tayfun Korkut ist mit einem Sieg aus 21 Bundesliga-Spielen für Hannover und Bayer verheerend. Einen abermaligen Trainerwechsel schloss Bayers Sportchef Rudi Völler beim TV-Sender Sky aber aus. „Wenn die Punkte ausbleiben, ist es nicht schön. Es wird knapper. Wichtig ist es jetzt, die Spieler rauszusuchen, die die Nerven behalten“, sagte Völler. Korkut hatte die Nachfolge von Roger Schmidt angetreten. Nur einen Sieg holte Leverkusen unter seiner Führung. Im Abstiegssumpf laufen die Leverkusener nun Gefahr, drei Runden vor dem Ende der Saison in akute Gefahr zu geraten. Am Sonntag könnte der Abstand zum Relegationsplatz auf drei Punkte sinken. Schalke dagegen wahrte mit dem Sieg eine kleine Chance auf die Europa League.

          In den ersten fünf Minuten hatte es den Anschein, als sollten die Bayer-Profis die Herausforderung mit Lust und Leidenschaft annehmen. Nicht einmal 40 Sekunden hatte es gedauert, bis sich den Rheinländern die große Chance bot. Julian Brandt hatte freie Schussbahn, brachte den Ball aber nicht an Torhüter Ralf Fährmann vorbei.

          Wenig später war es mit dem Leverkusener Sturm und Drang vorbei. Gerade noch von guten Vorsätzen angetrieben, musste die „Werkself“ in kurzer Folge drei Gegentore hinnehmen. Burgstaller brauchte eine Vorlage von Leon Goretzka nur einzuschieben. Höwedes verwertete eine Ecke von Schöpf mit dem Kopf, und nachdem Goretzka zweimal an Torwart Leno gescheitert war, setzte Schöpf treffsicher nach. Schalke, auswärts in dieser Saison nicht gerade eine Macht, benötigte nicht einmal zwanzig Minuten, um in der BayArena klare Verhältnisse zu schaffen.

          Die zweite Hälfte begann dann wie die erste – mit einer Chance für Leverkusen, doch Bellarabi verfehlte knapp das lange Eck. Und prompt folgte der nächste Rückschlag. Burgstaller verarbeitete einen Freistoß von Schöpf zum vierten Treffer. Niemand fühlte sich für den Torschützen zuständig, Burgstaller genoss im Strafraum so viel Freiheit, wie es sich ein Angreifer nur wünschen kann. Nach fünfzig Minuten sahen sich die Leverkusener auch des letzten Rests an Hoffnung beraubt. Kießling betrieb mit seinem Treffer nur noch ein wenig Ergebniskosmetik.

          Weitere Themen

          Borussias neuer „Heiland“? Video-Seite öffnen

          Haaland vor Heimdebüt : Borussias neuer „Heiland“?

          Der junge Stürmer aus Norwegen wird von vielen BVB-Fans beim öffentlichen Training beobachtet – sein Debüt am Wochenende hat große Hoffnungen geweckt. Ist Erling Haaland der neue „Heiland“ für die Borussia?

          Topmeldungen

          Gefeiert wie ein Popstar: Heinz-Christian Strache am Donnerstagabend in Wien.

          Strache-Auftritt in Wien : „Hier steht das Original“

          Heinz-Christian Strache will in Österreich mit einer neuen „Bürgerbewegung“ in die Politik zurückkehren und seiner früheren Partei FPÖ das Leben schwer machen. Doch noch lässt er seine Anhänger zappeln – und vermeidet Festlegungen.

          Überfüllte Kliniken in China : Ein Patient alle drei Minuten

          Überfüllte Kliniken, gewalttätige Angehörige, Arztkosten als Existenzbedrohung, Menschen, die sich selbst ein Bein amputieren – und nun auch noch ein unbekannter Virus: In China sollte man besser nicht krank werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.