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1:3 in Leverkusen : FCK so gut wie abgestiegen

  • Aktualisiert am

Viertes Spiel, vierte Pleite: Auch der bulgarische Trainer Krassimir Balakow kann den Fall der „Roten Teufel“ in die Zweitklassigkeit nicht aufhalten Bild: dpa

Hängende Köpfe, Ratlosigkeit, Enttäuschung - nur kurz durfte der Tabellenletzte Kaiserslautern in Leverkusen auf den lange herbeigesehnten Sieg hoffen. Nach 1996 und 2006 ist der dritte Abstieg wahrscheinlicher denn je.

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          Der 1. FC Kaiserslautern kassierte am Mittwochabend bei Bayer 04 Leverkusen mit 1:3 (1:1) trotz einer lange Zeit tapferen Vorstellung die vierte Niederlage in Serie unter dem neuen Trainer Krassimir Balakow. Nach dem insgesamt zwanzigsten Spiel ohne Sieg nacheinander beträgt der Rückstand vier Spieltage vor dem Saisonende neun Punkte auf den Relegationsplatz und zehn Zähler auf Rang fünfzehn.

          Stefan Kießling nach nur 24 Sekunden sowie Simon Rolfes (57.) und Stefan Reinartz (69.) erzielten am Mittwochabend vor 25 627 Zuschauern in der BayArena die Treffer für die Gastgeber. Julian Derstroff (42.) hatte mit einem sehenswerten Volleyschuss zwischenzeitig für den verdienten Ausgleich gesorgt. Am gelungenen Heimdebüt von Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski auf der Trainer-Bank der Werkself konnte das aber nichts ändern. Nach vier Niederlagen und zuletzt einem Remis durfte Leverkusen wieder einen Sieg bejubeln. In der Tabelle kletterten sie nach dem Vier-Punkte-Ertrag des neuen Trainergespanns auf den sechsten Platz - die Europa League winkt. Gegner Lautern muss sich dagegen auf die zweite Liga gefasst machen.

          Führungstor nach 24 Sekunden

          Die Partie hätte für die Gäste aus der Pfalz auch schon nicht schlechter beginnen können. Nicht mal eine Minute war gespielt, da stand es 1:0 für die Bayer-Mannschaft. Nach feiner Vorlage von Eren Derdiyok schoss Kießling zu seinem zehnten Saisontreffer ein. Am vergangenen Samstag hatte Bayerns Mario Gomez ebenfalls nach 24 Sekunden getroffen. Schneller als er und Kießling war in dieser Saison keiner.

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          Doch auch wenn der Spielbeginn miserabel und die Vorzeichen mit dem letzten Sieg in Leverkusen im August 1994 denkbar schlecht waren: Die personell schwer angeschlagenen „Roten Teufel“ gaben sich nicht geschlagen. Die Pfälzer Sturmspitze Richard Sukuta-Pasu bekam die Leverkusener Abwehr nur schwer in den Griff. Zudem wirkte Keeper Bernd Leno nicht immer ganz sicher. Einen Abpraller in der dritten Minute konnte Konstantinos Fortounis aber nicht in ein Tor ummünzen (3.). Bei einer durch den früheren Lauterer Robert Kadlec abgefälschten Flanke von Pierre de Wit unterlief Leno den Ball - Folgen hatte es nicht für die Gastgeber.

          Erster Bundesligatreffer für Derstroff

          Die Quittung für ihre fehlende Entschlossenheit und ihr zu lasches Auftreten bekamen die Rheinländer, für die Kießling in der achten Minute noch eine Großchance im Duell mit Tobias Sippel vergeben hatte, aber doch noch vor der Pause. Nach einem Freistoß von Fortounis von der rechten Seite drosch Derstroff den Ball mit einem spektakulären Volleyschuss ins Netz. Für den 20-Jährigen war es der erste Bundesliga-Treffer, für seine gesamte Mannschaft der verdiente Lohn für eine kämpferische erste Halbzeit.

          Nach dem Seitenwechsel hätte erneut Kießling die Gastgeber schnell wieder in Führung bringen können. Er verzog aber kläglich (50.). Geschlagen war Sippel dann aber gegen Rolfes. Einen Freistoß von Gonzalo Castro holte der FCK-Keeper noch aus dem Winkel, den Abpraller bugsierte Rolfes über die Linie. Die letzten Hoffnungen auf ein Erfolgserlebnis in Leverkusen raubte Reinartz den Gästen nach einer schnell vorgetragenen Kombination.

          Bayer Leverkusen - 1. FC Kaiserslautern 3:1 (1:1)

          Bayer Leverkusen: Leno - Castro, Friedrich, Toprak, Kadlec - Reinartz - Rolfes - Schürrle, Renato Augusto (52. Ortega) - Kießling (85. Oczipka), Derdiyok (62. Barnetta)
          1. FC Kaiserslautern: Sippel - Dick, Abel, Yahia, Bugera - Kirch - Derstroff (68. Wooten), Fortounis, de Wit (85. Petsos), Sahan - Sukuta-Pasu
          Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
          Zuschauer: 25 627
          Tore: 1:0 Kießling (1.), 1:1 Derstroff (42.), 2:1 Rolfes (57.), 3:1 Reinartz (69.)
          Gelbe Karten: - / Dick (10)

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