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1:3 in Hannover : Nürnbergs Bunjaku bringt die „Roten“ zur Weißglut

  • -Aktualisiert am

Der erste Streich: Albert Bunjaku bejubelt seinen Treffer zum 0:1 Bild: ddp

Der 1. FC Nürnberg hat Mirko Slomka das Heimdebüt gründlich verdorben. Mit dem 3:1 verschafften sich die Franken Luft im Abstiegskampf - und schoben sich bis auf einen Punkt an die Niedersachen heran.

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          Auch unter dem neuen Trainer Mirko Slomka will Hannover 96 einfach nichts gelingen. Nach einer ganz schwachen Leistung unterlagen die Niedersachsen am Samstag dem 1. FC Nürnberg 1:3. Alle drei Treffer für den „Club“ erzielte Albert Bunjaku (30., 64. und 69. Minute), für Hannover traf Stajner (65.). Nachdem Hannover schon das erste Rückrundenheimspiel gegen Berlin verloren hatte, ging auch das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten daneben - bei den „Roten“ muss man sich nun auf Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag einstellen.

          Der „Club“ schaffte im dritten Spiel unter Trainer Dieter Hecking den ersten Sieg - ausgerechnet in Hannover, wo Hecking drei Jahre gearbeitet hat. Schlechter als Hannover 96 in der ersten Halbzeit kann man als Verein der Fußball-Bundesliga kaum spielen. Die Verunsicherung nach acht sieglosen Spielen in Folge war in jeder Szene zu sehen und zu spüren. Es gab Fehler über Fehler und jede Menge Unzulänglichkeiten bei den einfachsten Dingen.

          Die drei Neuen beruhigten das Nürnberger Spiel

          Schon nach 30 Minuten begannen die Fans in der halbleeren Arena zu pfeifen. Da führte der 1. FC Nürnberg schon mit 1:0 - ein Treffer Albert Bunjakus durch Florian Fromlowitz' Beine hindurch nach einer schönen, jedoch auch ungestörten Kombination über Mintal, Pinola und Charisteas. Es hätte viel ärger für Hannover kommen können in diesem ersten Durchgang. Nürnberg hatte bei Kontern und auch aus dem Spiel heraus genug Platz, um sich weitere Chancen zu verschaffen. Aber bei Mintal oder Eigler fehlte der Mut, es mal auf eigene Faust zu versuchen, manchmal mangelte es an Klasse wie bei Charisteas.

          Sein Heimdebüt hatte sich Mirko Slomka sicherlich anders vorgestellt

          Trotzdem konnte der „Club“ mit dieser ersten Halbzeit zufrieden sein: Hinten ließ Nürnberg wenig zu; Breno, Ottl und Tavares taten dem Nürnberger Spiel gut. Die drei Neuen beruhigten das Spiel, wenn nötig. Nur einmal zeigte Hannover 96 etwas, das nach Fußball aussah: als die einzige Spitze Mike Hanke mit links den Nürnberger Außenpfosten traf (33.).

          Torjäger Bunjaku schafft die Entscheidung

          „Wir woll'n euch kämpfen sehn“, hallte es nach einer Stunde durch die Arena. Wenig war besser geworden aus hannoverscher Sicht. Beinahe wäre Nürnberg bei Ottls Schuss in der 60. Minute schon das 2:0 gelungen - das Versäumte holte der überaus agile Bunjaku vier Minute später nach - Diekmeiers Flanke schoss der Schweizer direkt ins Tor. Im Gegenzug schaffte Stajner das 2:1, und plötzlich erlebten die Zuschauer für Momente einen Abstiegskampf, wie sie ihn von Beginn an erwartet hatten.

          Man sah nun, warum Nürnberg erst 12 Punkte hat: Heckings Team verlor die Linie und ließ sich in den eigenen Strafraum drängen. Doch dann blieb Bunjaku zum dritten Mal eiskalt, lief drei Hannoveranern davon, schaffte nach einem Konter das 3:1 und damit die Entscheidung.

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