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1:3 gegen Hamburg : Frankfurt verspielt seine gute Aussichten

  • -Aktualisiert am

Wohl dem, der so einen Torjäger hat: Ruud van Nistelrooy Bild: dpa

Mutige 50 Punkte hatte sich Eintracht Frankfurt als Saisonziel vorgegeben - nach den ersten beiden Saisonspielen steht die Null auf der Habenseite. Gegen den HSV führt die Eintracht 1:0 - um dann 1:3 zu verlieren.

          Mit seinem dritten Tor in der erst zwei Spieltage alten Bundesliga-Saison hat Ruud van Nistelrooy dem Hamburger SV den Weg zum zweiten Sieg nacheinander geebnet. Mit dem 2:1 (81. Minute) war die Frankfurter Eintracht besiegt, zumal Guerrero (89.) noch ein Tor zum 3:1 nachlegte. Dabei waren die Hessen in ihrem ersten Heimspiel vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena durch Ochs (38.) in Führung gegangen. Mathijsen, ein weiterer Niederländer in Diensten der Hamburger, hatte nach 61 Minuten per Kopf ausgeglichen.

          Die Norddeutschen hatten zu Recht auf eine Fortsetzung des „Laufs“ von Torjäger Ruud van Nistelrooy gehofft. Drei Treffer beim Pokalspiel in Torgelow, zwei Tore beim 2:1 gegen Schalke zum Saisonauftakt hatten den Appetit auf mehr geweckt.

          Die Eintracht beschäftigte vor der Begegnung mit den Hamburgern klassische Alltagsfragen. Fährmann ersetzte den verletzten Stammtorwart Nikolov, Kapitän Chris war nach seiner Leistenoperation noch nicht wieder einsatzfähig, Caio und Altintop wurden dazu bestimmt, für die Griechen Tzavellas und Gekas neuen Schwung in der Offensive zu entfachen.

          Will der Hamburger Guerrero den Ball fangen? Oder Applaus klatschen?

          Nach dem Wechsel legten die Hamburger die Zurückhaltung ab

          Tatsächlich entfachte bei den Hessen vor allem der laufstarke Altintop für frischen Elan. Der Türke spielte in der 38. Minute den ähnlich fleißigen Amanatidis frei, der auf Ochs zurück passte. Dessen Flachschuss aus 16 Metern fälschte Altintop zum 1:0 für die Eintracht ab. Die Frankfurter Führung hätte Meier in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch ausbauen müssen, als Westermann, statt den Ball zu treffen ein Luftloch geschlagen hatte. Doch der lange Norddeutsche, vor Jahren noch für den HSV am Ball, verfehlte trotz freier Schussbahn das Hamburger Tor.

          Nach dem Wechsel verabschiedeten sich die Hamburger dann von ihrer vornehmen Zurückhaltung und kamen durch Mathijsens haltbaren Kopfball nach einem Eckstoß von Zé Roberto zum 1:1 (61.). Beim nächsten Eckball des Brasilianers kam dann doch noch der große Auftritt des Ruud van Nistelrooy.

          Ganz tief ging der lange Holländer in die Knie, als der Ball aufsprang und machte dann reaktionsschnell per Kopf das 2:1 (81.): ein Kunststück des Torjägers par excellence. „Ich weiß auch nicht, wie ich das gemacht habe. Aber ich weiß, dass wir viel Substanz haben und noch besser werden“, sagte van Nistelrooy.

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