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1:2 in Köln : Hamburger Frust

  • -Aktualisiert am

Verletzt ausgeschieden: René Adler Bild: dpa

Schulterblessur bei Torwart Adler, Platzverweis nach angeblicher Notbremse für Spahic. Der HSV hat doppelt Pech beim 1. FC Köln. Die Rheinländer nutzen ihre Chancen.

          Am Ende herrschte beim Hamburger SV nur noch Frust und Empörung. Lewis Holtby hatte die Norddeutschen zwar in Führung geschossen (47. Minute). Doch das reichte trotz einer ansprechenden Leistung nicht, um wenigstens einen Punkt aus Köln mitzunehmen. Der FC schlug zurück und gewann dank der Tore von Philipp Hosiner (76.) und Anthony Modeste (80.) noch 2:1.

          Die Hamburger fühlten sich von Schiedsrichter Deniz Aytekin um einen Punkt gebracht. Der Unparteiische hatte Köln in der Schlussphase einen zweifelhaften Elfmeter zugesprochen und obendrein dem angeblichen Übeltäter Emir Spahic die Rote Karte gezeigt.

          Glücklicher Rheinländer: der FC schlägt den HSV Bilderstrecke

          Von den Kölner Profis drohte dem HSV zunächst keine Gefahr. Den Rheinländern gelang in der gesamten ersten Hälfte kein einziger vielversprechender Angriff. Dennoch wurde es für den Hamburger Torwart Rene Adler schon da ein unerfreulicher Nachmittag. Bei einem Zusammenprall mit Cleber erlitt er eine Schulterverletzung. Nach einer kurzen Behandlung versuchte Adler weiterzuspielen, musste in der 40. Minute aber aufgeben.

          So kam Andreas Hirzel zu seinem Debüt. Adler war die zweite Führungskraft, die der HSV in der Abwehr ersetzen musste. Kapitän Johan Djourou fehlte in Köln von vornherein verletzt. Unter der Führung von Spahic wirkte die Abwehr dennoch zunächst stabil. Nach vorn hatten die Hamburger anfangs nicht viel zu bieten.

          Nach der Pause kamen die Hanseaten mit mehr Schwung aus der Kabine und holten das Versäumte mit Holtbys Führungstreffer umgehend nach – auch dank Sven Schipplock. Der Stürmer hatte den Ball erobert und ihn dann in den Rücken der Abwehr gelegt. Spahic und Ilicevic hätten den Vorsprung ausbauen können. Die Kölner dagegen brauchten mehr als eine Stunde, um überhaupt mal einen Angriff gefährlich abzuschließen. Modestes Schuss berührte die Latte, immerhin.

          Diese Aktion muss sie ermuntert zu habe. Erst gelang Hosnier der Ausgleich, dann half Deniz Aytekin den Kölnern. Beim Zweikampf zwischen Spahic und Modeste im Strafraum wollte er ein regelwidriges Halten des Hamburgers gesehen haben, erkannte auf Elfmeter und verwies den Abwehrchef des HSV mit der Roten Karte des Feldes. Modeste nutzte den Elfmeter zum Siegtor.

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