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1:2 gegen Stuttgart : Dortmund hat die Krise

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Leuchtende Farben, ratlose Mienen: BVB-Spieler nach der Niederlage in Stuttgart Bild: Reuters

Borussia Dortmund verliert ohne den suspendierten Stürmer Aubameyang auch bei Aufsteiger VfB Stuttgart. Nach dem 1:2 wartet Trainer Bosz seit fünf Ligaspielen auf einen Sieg.

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          Ohne den suspendierten Pierre-Emerick Aubameyang hat Borussia Dortmund auch beim Aufsteiger VfB Stuttgart mit 1:2 (1:1) verloren und wartet nun seit fünf Ligaspielen auf einen Sieg. Chadrac Akolo (5. Minute) und Josip Brekalo (51.) trafen am Freitagabend für die Gastgeber und bescherten ihrem Trainer Hannes Wolf im ersten Duell mit seinem ehemaligen Klub den ersten Sieg.

          Bundesliga

          Der Ausgleich von Maximilian Philipp (45.+3.) nach dem zuvor verschossenen Elfmeter von Aubameyang-Ersatz André Schürrle war zu wenig vor 58.932 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena. Der VfB bleibt durch den Sieg in diesem Jahr ungeschlagen und kletterte zumindest bis Samstag auf Rang elf der Fußball-Bundesliga. Dortmund dagegen droht vor dem Heimspiel in der Champions League gegen Tottenham Hotspur am Dienstag sogar aus den Top 4 zu rutschen.

          VfB-Kapitän Christian Gentner war besonders glücklich. „Der Sieg macht mein Comeback umso schöner“, sagte er - und glaubt fest an den Klassenerhalt: „Hier wächst offensichtlich etwas zusammen. Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Das Gegenteil ist bei den Dortmundern der Fall. „Stuttgart hat sehr abgezockt unsere individuellen Fehler ausgenutzt“, beklagte BVB-Kapitän Marcel Schmelzer. „Wir müssen jetzt gemeinsam versuchen, da rauszukommen.“

          Wegen des Stuttgarter Feierabendverkehrs waren noch gar nicht alle Zuschauer im Stadion angekommen, da stand es bereits 1:0 für die Gastgeber. Ein haarsträubendes Missverständnis zwischen Marc Bartra und BVB-Torwart Roman Bürki nutzte Chadrac Akolo zu seinem vierten Saisontor. Die Kritik am Schweizer Nationalkeeper dürfte nach dem Fehler wieder zunehmen.

          Nur wenige Sekunden nach dem Anstoß hatte Akolo sogar das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte nach einem erneuten Fehler in der Dortmunder Defensive diesmal aber an Bürki. Nach dem Fehlstart stabilisierten sich die zuletzt kriselnden Gäste mit ihrer neuformierten Offensive und kamen selbst zu ersten guten Szenen. Andrej Jarmolenko, Maximilian Philipp und Weltmeister André Schürrle waren im 4-3-3 die erste Angriffsreihe - Topstürmer Pierre-Emerick Aubameyang fehlte wegen seiner Suspendierung. „Das war eine disziplinarische Maßnahme, und das musste sein. Ich nehme das nicht persönlich, das ist auch nicht wichtig für mich, sondern für die Mannschaft“, hatte Bosz die Strafe für Aubameyang vor dem Anpfiff im Eurosport-Interview begründet.

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          Für Schürrle war es der erst zweite Bundesliga-Einsatz der Saison, außer einem ersten Versuch noch vor dem 0:1 gelang ihm aber kaum etwas. Tiefpunkt für den Stürmer: Er scheiterte Sekunden vor der Halbzeit mit einem Handelfmeter an Ron-Robert Zieler - für den VfB-Keeper war es der erste abgewehrte Bundesliga-Elfmeter nach 21 erfolglosen Versuchen. Im Nachschuss verwandelte Philipp zum verdienten Ausgleich.

          Stuttgart war nach der Führung dagegen nicht in der Lage, das ideenlose Spiel der Gäste zu nutzen und weitere eigene Chancen zu erarbeiten. Kapitän Christian Gentner wählte bei seinem Comeback an der Seite des starken Santiago Ascacíbar nach zwei Monaten Verletzungspause zu oft einen Sicherheitspass nach hinten. Daniel Ginczek bekam als einzige Spitze bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung unmittelbar vor der Halbzeit zu wenig gute Zuspiele.

          Beim 2:1 ließ sich die Dortmunder Abwehr wieder einmal von einem langen Ball überrumpeln. Nach dem Zuspiel von Berkay Özcan tunnelte der eingewechselte Josip Brekalo Bürki aus elf Metern. Takuma Asano (64./80.) und Özcan (71.) vergaben Riesenchancen zum 3:1. Auf der Gegenseite scheiterte Schürrle an Zieler (73.).

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