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1:2 gegen Freiburg : Leverkusen enttäuscht schon wieder

  • Aktualisiert am

Enttäuschung: Leverkusens Leon Bailey verbirgt sein Gesicht. Bild: AFP

Nach dem bitteren Aus in der Europa League verliert Bayer Leverkusen auch in der Liga gegen den SC Freiburg. Die Champions League rückt in weite Ferne. Der Druck auf Trainer Bosz nimmt zu.

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          Die Krise bei Bayer Leverkusen spitzt sich weiter zu, die Luft für Trainer Peter Bosz könnte trotz zahlreicher Treuebekenntnisse bald dünn werden. Drei Tage nach dem ernüchternden Europa-League-Aus gegen die Young Boys Bern kassierte die Werkself auch in der Fußball-Bundesliga eine bittere 1:2 (0:0)-Heimniederlage gegen den SC Freiburg. Damit verpassten die Leverkusener die große Chance, den Rückstand auf die Champions-League-Plätze nach der Frankfurter Niederlage in Bremen auf zwei Zähler zu reduzieren. Zudem rutschten sie auf Rang sechs hinter Borussia Dortmund ab.

          Bundesliga

          Die Bayer-Bosse hatten Bosz zuletzt mehrfach das Vertrauen ausgesprochen, die Champions-League-Qualifikation erwarten sie nach den Pleiten in den beiden Pokal-Wettbewerben aber schon vom Niederländer. Drei Niederlagen aus den jüngsten 14 Pflichtspielen sind zudem eine dünne Ausbeute.

          Bosz hatte am Sonntag einen Torwart-Tausch vorgenommen. U21-Nationaltorhüter Lennart Grill, der bei seinem Bundesliga-Debüt den zuletzt zweimal patzenden Niklas Lomb ersetzte, traf aber keine Schuld. Dafür muss Bayer einen langen Ausfall von Winter-Zugang Timothy Fosu-Mensah befürchten. Der Rechtsverteidiger schied mit einer Knieverletzung ebenso aus wie der später eingewechselte Neuzugang Jeremie Frimpong aus.

          Die Freiburger verbesserten sich durch die Tore vom Ermedin Demirovic (50.) und Lucas Höler (61.) auf Rang acht und sind bei nur noch drei Punkten Rückstand auf Bayer nun ein Europa-League-Anwärter. Leon Bailey gelang nur noch der Anschlusstreffer (70.).

          Bosz rotiert

          Bosz hatte gegenüber der Bern-Pleite fünf Wechsel vorgenommen, die mit 24,6 Jahren jüngste Startelf seiner mehr als zweijährigen Amtszeit aufgeboten und den erwarteten Torwart-Wechsel vollzogen. Der im Sommer für zwei Millionen Euro vom Drittligisten Kaiserslautern gekommene Grill hatte in Leverkusen große Anlaufschwierigkeiten und war eigentlich nur die Nummer drei. Durch seinen Einsatz wurde Bayer zur erst zweiten Mannschaft neben Schlusslicht FC Schalke 04, die bereits drei Torhüter in dieser Saison eingesetzt hat.

          Grill dirigierte seine Vorderleute deutlich vernehmbar, spielte gut mit, bekam aber wenig zu halten. Sein Gegenüber Florian Müller, einer der Vorgänger als U21-Nationaltorhüter, war dagegen mehr gefordert. In der zehnten Minute verhinderte er innerhalb von wenigen Sekunden gleich zweimal den frühen Rückstand.

          Zunächst lenkte er einen Drehschuss von Bailey über die Latte, nach dem folgenden Eckball dann einen Kopfball von Lucas Alario. Auch in der 22. Minute parierte er bei einem Schuss von Demarai Gray gut. Die Breisgauer kamen nach vorne zunächst nicht in die Gänge. Leverkusen spielte dagegen beherzt und kreativ nach vorne, vor allem über die Außen Bailey und Gray. Doch die Effektivität ließ erneut zu wünschen übrig.

          Nach dem Wechsel spielte Freiburg besser nach vorne und sofort zeigte Bayer wieder seine Anfälligkeit. Der nach langer Verletzungspause formschwache Kapitän Charles Aranguiz ließ Höler laufen, dessen Hereingabe verwertete Demirovic ungedeckt vom Elfmeterpunkt. Bayer rannte nun an und lief prompt völlig offen in einen Konter.

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