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1:2 gegen Hoffenheim : Für Kauczinski wird es in Ingolstadt eng

  • Aktualisiert am

Kapuze auf und durch: Markus Kauczinski hat es in Ingolstadt derzeit nicht leicht Bild: dpa

Der FC Ingolstadt muss in der laufenden Saison weiter auf den ersten Sieg warten. Gegen Hoffenheim reicht es zwar kurz vor Schluss noch zum Anschluss – aber Zählbares springt abermals nicht dabei raus.

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          Die Situation des noch immer sieglosen FC Ingolstadt spitzt sich zu und wird langsam auch für Trainer Markus Kauczinski zu einer echten Bedrohung. Beim 1:2 (0:2) gegen die TSG 1899 Hoffenheim kassierten die Oberbayern am Samstag ihre fünfte  Niederlage in Serie und stecken mit einem Punkt tief im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga fest.

          Vor 13.844 Zuschauern trafen Sandro Wagner (11. Minute) und Kerem Demirbay (35. Minute) für die Kraichgauer, die neben Meister  FC Bayern, dem 1. FC Köln und Aufsteiger RB Leipzig als eines von vier Teams in der Liga noch ungeschlagen sind. Lukas Hinterseer (90.) verwandelte in der Nachspielzeit einen Handelfmeter zum Endstand.

          Trainer Kauczinski hat deshalb eine Kurskorrektur angekündigt. „Das, was war, funktioniert nicht mehr. Das ist die Erkenntnis. Wir müssen etwas Neues finden“, erklärte der Coach. „Ich bin bereit, diesen Weg zu verändern“, sagte der 46-Jährige.

          Notgedrungen umgebaut

          Im Vergleich zum 0:2 in Gladbach stellte Kauczinski sein Team auf drei Positionen um. Stürmer Lukas Hinterseer, Mittelfeldspieler Roger und Außenverteidiger Anthony Jung begannen an Stelle von Dario Lezcano, Alfredo Morales und Markus Suttner. Die Gäste mussten notgedrungen umbauen. Der ehemalige FCI-Profi Benjamin Hübner und Torschütze Wagner ersetzten Ermin Bicakcic (Sprunggelenk) und Mark  Uth (Muskelbündelriss), die sich beide beim 2:1 gegen Schalke am vergangenen Sonntag verletzt hatten.

          Hoffenheims Torschütze Wagner Bilderstrecke

          Die Oberbayern traten zu Beginn forsch auf und störten früh. Umso überraschender kam der schnelle Gegentreffer, als Andrej Kramaric bei einem sauber vorgetragenen Konter punktgenau in die Mitte spielte und Wagner zu seinem zweiten Saisontor nur noch einschießen musste.

          Einem Punkt aus fünf Spielen und dem frühen Rückstand zum Trotz attackierte der FCI zunächst weiter. Kapitän Marvin Matip mit einem Kopfball neben das Tor (14.) sowie Tobias Levels mit einem Schuss aus der zweiten Reihe (16.) vergaben nach Ecken erste Gelegenheiten für die „Schanzer“.

          In der Folge wurde die Nagelsmann-Elf aber immer ballsicherer und erspielte sich mit der Führung im Rücken ein Übergewicht. Zunächst durften sich die Ingolstädter noch bei ihrem Schlussmann Ørjan Nyland bedanken, der eine Chance von Verteidiger Pavel Kaderabek (21.) mit einer Glanztat entschärfte. Der zweite Treffer durch Demirbay, der aus knapp 20 Metern flach und platziert einschoss, war nur die logische Folge der Hoffenheimer Dominanz. Leise Pfiffe begleiteten die am Ende immer harmloseren Ingolstädter in die Kabine.

          Nach der Pause wechselte Kauczinski offensiv und brachte in Lezcano nominell einen vierten Stürmer. Gefährlich wurde es meistens dennoch bei Angriffen der TSG, die den Gastgebern den Raum überließen und mit Geschwindigkeit immer wieder konterten. Für den FCI scheiterte Mathew Leckie (57.) mit einem gefährlichen Schuss am starken  Hoffenheimer Schlussmann Oliver Baumann.

          Die eingewechselten Stefan Lex und Lezcano vergaben im Anschluss weitere Gelegenheiten, um das Spiel in der Schlussphase noch einmal spannend zu machen. Auf der anderen Seite hätten Wagner und vor allem Kramaric einen noch höheren Sieg herausschießen können. Nach Hinterseers verwandeltem Strafstoß in der vierten Minute der Nachspielzeit pfiff Referee Robert Kampka sofort ab.

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