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1:2 gegen Freiburg : Berliner Geschenke

  • Aktualisiert am

Berliner Niedergeschlagenheit: Lewan Kobiaschwili auf dem Boden der Tatsachen Bild: dpa

Der „Alten Dame“ droht der Gang in die zweite Liga. Bei der 1:2-Niederlage gegen Mitkonkurrent Freiburg ist auch Trainer-Oldie Rehhagel machtlos. Zwei „Geschenke“ eines Hertha-Verteidigers ermöglichen dem SC den Sieg in der Hauptstadt.

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          Für Hertha BSC und Trainer Otto Rehhagel rückt nach der 1:2-Heimniederlage gegen den SC Freiburg der Abstieg immer näher. Die Gäste um Trainer-Neuling Christian Streich blieben hingegen im siebten Spiel in Folge ohne Niederlage und kletterten in der Tabelle auf Platz zwölf.

          „Wir haben noch Glück gehabt, dass unsere Konkurrenten auch alle verloren haben. Deswegen ist die Situation wie vor dem Spiel. Aber es wird natürlich immer enger“, sagte Rehhagel.

          Bedanken konnten sich die Breisgauer bei Hertha-Profi Roman Hubnik, welcher der Streich-Elf mit zwei „Geschenken“ zum Sieg verhalf: Das 0:1 erzielte er per Eigentor in der achten Spielminute selbst, den zweiten Treffer durch Sebastian Freis (67. Minute) begünstigte er stümperhaft.

          Als dem Tschechen selbst in der 81. Minute der Anschlusstreffer gelang, hegten viele der 45.778 Zuschauer im Berliner Olympiastadion noch einmal Hoffnung - vergeblich.

          Auch Routinier Levan Kobiashvili (im Foto rechts) vermochte für Berlin kaum Akzente zu setzen

          Sein Trainer Otto Rehhagel hatte die selbe Startelf wie beim jüngsten 0:0 in Gladbach in das Abstiegsduell mit dem Sportclub geschickt. Auch gegen die nach der Winterpause erstarkten Freiburger lief von Beginn an alles gegen die Hausherren.

          Schon die erste Offensivaktion der Gäste führte zum Erfolg: Garra Dembelé hatte eine eher harmlose Hereingabe vor das Berliner Tor geschlagen. Hubnik lenkte den Ball vom Elfmeterpunkt unglücklich ins eigene Gehäuse - das zweite Eigentor des Tschechen in der bisherigen Saison.

          Schlechte Bilanz: Auch unter Rehagel ist Hertha BSC weiter im freien Fall in der Tabelle

          Die jungen Freiburger spielten mit dem Selbstbewusstsein von vierzehn Punkten aus den vergangenen sechs Spielen frech und unbekümmert auf. Dembelé hätte nach schönem Doppelpass zehn Minuten nach der Führung erhöhen können, traf aber aus bester Position nur die Latte.

          Und gegen den alleine auf ihn anstürmenden Jonathan Schmid rettete Hertha-Torwart Thomas Kraft mit toller Reaktion (30.). Berlin mühte sich, wirkte aber vor allem in der Offensive konzeptlos.

          Überschwänglich feierten die Freiburger Profis um Torschütze Sebastian Freis (im Foto zweiter von links) ihren neunten Saisonsieg

          Rehhagel beobachtete mit verschränkten Armen lange Zeit fast reaktionslos das Spiel seiner Profis, dem System und Genauigkeit fehlte. Es dauerte letztlich bis zur 44. Minute, ehe Hertha die erste Chance verbuchte: Raffael köpfte eine Freistoßflanke kläglich vorbei. Nach der Pause intensivierten die Berliner ihre Bemühungen.

          In der 57. Minute kam Ben-Hatira zum Abschluss, aber Oliver Baumann parierte problemlos - der erste Schuss auf das Tor der Breisgauer. Hertha wurde stärker, verpasste bei einem Schuss von Lasogga nur knapp den Ausgleich - und fing sich fast postwendend Gegentor Nummer zwei.

          Bilderstrecke

          Im Mittelpunkt stand wieder Hubnik, der im Anschluss an einen weiten Abschlag amateurhaft in den Zweikampf mit Freis ging. Der SC-Stürmer spitzelte dem Tschechen den Ball vor der Nase weg, umkurvte Schlussmann Kraft und schob zum 2:0 ein. Das Anschlusstor kam zu spät, „die Hertha“ konnte die Pleite nicht mehr verhindern und muss kommenden .

          „Insgesamt ist das zu wenig“, analysierte Herthas Andreas Ottl nach dem Schlusspfiff, „aber wir haben immer noch vier Spiele. Die Schlacht ist noch nicht verloren.“ Der Mittelfeldakteur unterstrich: „Wir haben viel investiert und mit Leidenschaft gespielt. Deshalb ist die Niederlage besonders bitter.“ Ottl ist sich sicher, dass es im Abstiegskampf „bis zum Ende ganz eng“ bleibt. Daher müsse man diese Schlappe nun „schnell aus den Köpfen kriegen“.

          Hertha BSC - SC Freiburg 1:2 (0:1)

          Hertha BSC: Kraft - Lell, Hubnik, Bastians, Kobiaschwili - Ottl (62. Ebert), Niemeyer - Rukavytsya (46. Lasogga), Raffael, Ben-Hatira (76. Torun) - Ramos
          SC Freiburg: Baumann - Ginter, Mujdza, Sorg, Diagné - Schmid, Flum, Guédé, Caligiuri (73. Rosenthal) - Freis (90.+1 Santini), Dembélé (83. Reisinger)
          Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)
          Zuschauer: 45.778
          Tore: 0:1 Hubnik (7./Eigentor), 0:2 Freis (67.), 1:2 Hubnik (81.)
          Gelbe Karten: Ebert (5), Kraft (3), Lell (9), Torun (3) / Dembélé

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