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1:2 gegen Bremen : Freiburg reißt die Serie

  • Aktualisiert am

Breisgauer Maßarbeit: Ein Freistoß von Jonathan Schmid schlägt zum 1:0 im Tornetz ein Bild: dpa

Der Gegner kommt fast zu spät und dennoch kassiert der SC Freiburg im heimischen Stadion die erste Niederlage 2012. Werder Bremen holt nach erschwerter Anreise im Breisgau alle drei Punkte und beendet eine Freiburger Serie.

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          Werder Bremen hat die grandiose Heimserie des SC Freiburg beendet. Die Hanseaten verpassten dem Team von Trainer Christian Streich beim glücklichen 2:1 (0:1) an diesem Mittwochabend die erste Niederlage vor eigenem Publikum in diesem Jahr. Bei strömendem Regen schafften die Gäste durch das Bundesliga-Premierentor ihres nigerianischen Neuzugangs Joseph Akpala (47.) und einen Treffer von Aaron Hunt (59.) nach einem Rückstand zur Pause noch die Wende. Jonathan Schmid hatte den SC vor 23.000 Zuschauern mit einem direkt verwandelten Freistoß (21.) in Führung gebracht.

          Damit warten die Breisgauer seit nunmehr zwölf Begegnungen gegen Werder auf einen Sieg. Streich vertraute der gleichen Elf, die am Samstag beim 0:0 in Düsseldorf einen Punkt geholt hatte. Sein Kollege Thomas Schaaf rotierte hinten links Lukas Schmitz rein, dafür musste Theodor Gebre Selassie auf die Bank und Kapitän Clemens Fritz rückte auf rechts. Der pfeilschnelle Stürmer Akpala löste bei seinem Liga-Debüt in der Anfangsformation Nils Petersen ab.

          Werder steht im Stau

          Werder hatte bei der Anfahrt ins Stadion einige Probleme, geriet in einen Verkehrsstau und war schließlich dank Polizeihilfe erst eine Dreiviertelstunde vor Spielbeginn im Stadion. Auf dem regennassen Rasen fanden die Bremer allerdings ohne Verzögerung ins Spiel und hatten bereits nach 100 Sekunden die erste Chance. SC-Keeper Oliver Baumann konnte einen Freistoß von Hunt gerade noch um den Pfosten lenken. Es entwickelte sich ein intensives Spiel – nur Passgenauigkeit und gefährliche Torszenen fehlten auf beiden Seiten anfangs.

          Wild gestikulierend mahnte Streich seine Mannschaft von der Seitenlinie aus immer wieder zu mehr Ruhe. Aus einem „ruhenden Ball“ resultierte dann auch die Freiburger Führung. Nach einem Foul an Max Kruse zirkelte Schmid den fälligen Freistoß aus 20 Metern perfekt über die Mauer ins linke obere Eck (36.). Defensiv stimmte die Ordnung beim SC ohnehin, den Norddeutschen fiel in der Vorwärtsbewegung trotz der spielstarken Hunt, Eljero Elia, Marko Arnautovic und Akpala zunächst wenig ein. Daran änderte sich auch bis zur Halbzeit nichts. So arm an Höhepunkten die ersten 45 Minuten waren, so unterhaltsam waren die zweiten.

          Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff verpasste der überzeugende Kruse das 2:0 (46.) – Werders Torhüter Sebastian Mielitz rettete aus vier Metern. Praktisch im Gegenzug veredelte Akpala einen taktisch klug vorgetragenen Konter über zwei Stationen. Arnautovic leitete auf dem rechten Flügel Elias Traumpass über die Abwehr direkt in die Mitte und der Neuzugang vom FC Brügge vollendete zum überraschenden Ausgleich. Auf einmal war die Freiburger Organisation dahin. Weder bekam mehr Räume und den Zugriff auf diese Partie. Das 2:1 durch Hunt nach schönem Zuspiel von Kevin de Bruyne war die Konsequenz. Streich konnte es sich fast nicht mehr mitansehen. Der SC-Coach und das Publikum trieben die Freiburger zu einer leidenschaftlichen Schlussoffensive, doch es reichte nur noch zu einem Pfostenschuss von Daniel Caligiuri (85.).

          Das hat gepasst: Schmid rutscht nach seinem feinen Freistoßtor den Fans entgegen Bilderstrecke

          SC Freiburg - Werder Bremen 1:2 (1:0)

          SC Freiburg: Baumann - Mujdza, Ginter, Diagne, Sorg - Makiadi (64. Flum), Schuster - Schmid, Caligiuri - Kruse, Guédé (69. Freis)
          Werder Bremen: Mielitz - Fritz, Sokratis, Prödl, Schmitz - Junuzovic (67. Bargfrede) - Arnautovic, Hunt, de Bruyne, Elia (81. Ekici) - Akpala (67. Petersen)
          Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne)
          Zuschauer: 23.000
          Tore: 1:0 Schmid (36.), 1:1 Akpala (47.), 1:2 Hunt (59.)
          Gelbe Karten: Caligiuri (1), Diagne (1) / Akpala (1), Arnautovic (1), Junuzovic (4), Mielitz (1)

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