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1:2 beim HSV : Van Nistelrooy sorgt für Schalker Fehlstart

  • -Aktualisiert am

Zaungast: Ruud van Nistelroy nach seinem 1:0 Bild: REUTERS

Zwei Tore gegen Schalke 04: Ruud van Nistelrooy lässt die Hamburger von einer erfolgreichen Saison träumen. Von Schalke ist beim 1:2 wenig zu sehen. Raùl wird ausgewechselt, Höwedes sieht Gelb-Rot.

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          Die berühmten Kollegen aus alten Madrider Zeiten erlebten einen ganz unterschiedlichen ersten Spieltag. Ruud van Nistelrooy und Raul hatten betont, wie sehr sie sich aufeinander freuten. Nicht länger als Real-Profis, sondern als Angreifer des Hamburger SV und des FC Schalke 04 liefen die in die Jahre gekommenen Stürmer am Samstagabend aufs Feld.

          Am Ende des Abends durfte sich der 34 Jahre alte van Nistelrooy als Spieler des Tages feiern lassen: zunächst schoss er den HSV in Führung (46. Minute), dann kam Schalke durch Farfan überraschend zum Ausgleich (80.), wiederum van Nistelrooy in der 84. Minute traf zum Sieg. Raul war nach schwacher Leistung in der 63. Minute ausgewechselt worden.

          Der HSV schlug Schalke in einem munteren Spiel also 2:1 und startete mit dem neuen Trainer Armin Veh erfolgreich in die Saison. Schalke spielte ab der 60. Minute mit zehn Spielern, weil Innenverteidiger Höwedes nach einem Foul an Pitroipa die gelbrote Karte sah. Der sehr spielfreudige van Nistelrooy hätte schon früher fast ein Tor geschossen - er drehte einen Freistoß an die Latte, den Nachschuss hätte Eljero Elia ins Schalker Tor setzen müssen, doch Manuel Neuer warf sich ihm in den Weg und parierte gekonnt.

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          Rost mit Klasse und Routine

          In den Minuten vor der Halbzeit hatte der HSV ohnehin seine beste Phase, weil auch Mladen Petric endlich vernünftig mitspielte und seine Rolle in der Dreierreihe hinter der einzigen Spitze (van Nistelrooy) so ausfüllte, wie es Veh von ihm erwartet hat: höchst offensiv, immer anspielbar und eben auch mit dem nötigen Schuss Egoismus, um selbst zu Chancen zu kommen. Nur knapp ging Petrics Schuss in der 44. Minute am Schalker Tor vorbei. Leichte Vorteile für den bis dahin guten HSV also - so hatte die Partie auch begonnen, ehe Schalke Mitte der ersten 45 Minuten das Kommando übernahm und zielstrebiger nach vorn spielte.

          Vor allem, wenn Farfan an den Ball kam, wurde es gefährlich - ein kluger Konter über den Peruaner ereichte Schalkes Edu, der in dieser 24. Minute dann frei vor Frank Rost im Hamburger Tor stand, aber zu schwach schoss, um den Veteranen zu überwinden. Rost war herausgeeilt, blieb lange stehen und verhinderte die Schalker Führung: wegen solcher Szenen, mit Klasse und Routine gelöst, hat Veh ihn ins Tor gestellt und den Zugang Jaroslav Drobny auf die Bank gesetzt.

          Die Hamburger Bank steht jetzt links

          Eine Bank an ungewohnter Stelle, übrigens: seit Einweihung der Arena am Volkspark hatte die Reservebank des HSV rechts von der Mittellinie gestanden. Mit der Begründung, dort laufe ihm immer der Linienrichter vor der Nase herum, hatte Veh vor dieser Saison einen Wechsel auf die linke Seite durchgesetzt. Er sah von dort einen HSV, der selbstbewusst auftrat, in Schalke aber einen Gegner hat, der mindestens auf demselben Niveau spielt.

          Von einem Champions League-Teilnehmer kann man das auch erwarten. Als Beleg für den präferierten Hamburger Stil mit starken Außenspielern durfte das 1:0 dienen: Elia spielte sich an der linken Außenbahn durch, flankte gefühlvoll und fand in der Mitte van Nistelrooy. Solche Chancen lässt sich der Niederländer selten entgehen - weil Metzelder zu spät kam, konnte Nistelrooy den Ball mit der Innenseite zum ersten Hamburger Treffer der Saison 2010/2011 ins Schalker Tor drücken.

          Der HSV spielte munter weiter nach vorn, er hatte in Jansen und Elia ein gefährliches Paar auf der linken Seite. Dort kam es beiden zugute, dass Matip überfordert wirkte und immer wieder überlaufen wurde. Als der HSV in Person Westermanns einmal nicht aufpasste, stand Farfan nach Rakitics Flanke frei und traf zum Ausgleich (80.). Ein Nistelrooy in guter Form war dann vier Minuten später dort, wo er am liebsten steht und traf zum Sieg.

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