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1:1 zwischen VfB und 96 : Stuttgart und Hannover kommen dem Ziel näher

  • Aktualisiert am

Der Stuttgarter Erik Thommy (links) beim Schuss zum 1:0 für den VfB. Bild: dpa

Ein Kunstschuss bringt den VfB in Führung, ein später 96-Treffer sorgt für den schlussendlichen Ausgleich. Mit diesem Unentschieden können aber beide Mannschaften ganz gut leben.

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          Freud und Leid lagen in Stuttgart ganz eng beieinander. Während VfB-Coach Tayfun Korkut nach dem 1:1 gegen Hannover 96 zerknirscht von einem „bitteren Ende“ sprach, freute sich sein Kollege André Breitenreiter neben ihm über einen ganz wichtigen Auswärtspunkt. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt“, sagte Hannovers Trainer nach dem späten Ausgleichstreffer von Torjäger Niclas Füllkrug (90. Minute +1). „Das tut natürlich richtig gut.“ Korkut und seine Stuttgarter dagegen schlichen trotz des schönen Führungstreffers von Erik Thommy (53.) weitgehend enttäuscht aus der Arena.

          Bundesliga

          Dabei sind beide Teams ihrem großen Ziel wieder um einen Punkt näher gekommen. Während der VfB sich angesichts von aktuell zwölf Punkten vor dem Relegationsrang und noch vier ausstehenden Spielen ohnehin kaum noch Sorgen machen muss, dürfte auch bei den Niedersachsen nicht mehr viel schief gehen. Sollte der FSV Mainz 05 am Montag nicht gegen den SC Freiburg gewinnen, wäre Stuttgart bereits gerettet.

          „Wir sind ganz nah dran“, sagte Korkut. Im Endspurt muss er jedoch möglicherweise auf die Verteidiger Benjamin Pavard und Andreas Beck verzichten, die sich beide verletzten.

          Breitenreiter dagegen dürfte gänzlich sorgenfrei die Heimreise angetreten haben. Neun Punkte Vorsprung hat Hannover vor dem Relegationsrang. Gewinnt Freiburg in Mainz, bleiben es neun. „Aber ich werde nicht vorm Fernseher sitzen und mitzittern“, sagte Breitenreiter.

          Ins Zittern gerieten auch die Stuttgarter Zuschauer nicht. Die beiden Aufsteiger standen vor allem im ersten Durchgang tief und versuchten in erster Linie, fußballerische Ansätze des Gegners zu verhindern. Die einzige Großchance hatte zunächst Nationalstürmer Mario Gomez (24.), der aber an 96-Torhüter Philipp Tschauner scheiterte.

          Am interessantesten war ansonsten, dass bei 96 Timo Hübers in der Innenverteidigung zu seinem Bundesliga-Debüt kam. Der 21-Jährige bekam jedoch meist genauso wenig zu tun wie sein VfB-Abwehrkollege Timo Baumgartl, der nach einer Gehirnerschütterung sein Comeback gab.

          Beide Mannschaften fanden in der Regel kaum Lösungen gegen die jeweils kompakte Mittelfeldreihe des Gegners. Auf VfB-Seite waren Stürmer Daniel Ginczek sowie Thommy noch die auffälligsten Akteure. Aber auch die zumeist scharf getretenen Flanken und Eckbälle von Thommy fanden ihn und Gomez nur selten.

          Stuttgarts Daniel Ginczek (rechts) im Laufduell mit Hannovers Salif Sané. Bilderstrecke
          Stuttgarts Daniel Ginczek (rechts) im Laufduell mit Hannovers Salif Sané. :

          Kurz nach der Pause ergriff Thommy jedoch die Initiative. Nach Vorlage von Dennis Aogo beförderte der 23-Jährige den Ball aus etwa 18 Metern sehenswert ins rechte Toreck. Kurz zuvor war Hannovers Felix Klaus (48.) mit einem Flachschuss am ehemaligen 96-Keeper Ron-Robert Zieler gescheitert.

          Ansonsten fiel dem Team von Breitenreiter nicht viel ein. Erst in der Nachspielzeit köpfte Füllkrug zum Ausgleichstreffer über Zieler hinweg ins Tor. „Ich freue mich, dass wir in letzter Minute den Ausgleich erzielt haben“, sagte Füllkrug. „Das war auch verdient.“

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