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1:1 in Nürnberg : Glanzlose Dortmunder

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Das Bemühen der Dortmunder, wie hier bei Kuba, war wie immer da, der Ertrag eher mau Bild: AFP

Hoher Aufwand, schmaler Ertrag: Nach dem Sieg zum Auftakt kommt Dortmund in Nürnberg nur zu einem Remis. Pekhart trifft für die Franken, Blaszczykowski gleicht für die Borussia aus, der die Leichtigkeit fehlt.

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          Der deutsche Fußballmeister Borussia Dortmund kämpft sich durch den Spätsommer. Dem etwas glücklichen 2:1 zum Auftakt über Werder Bremen folgte am Samstag ein glanzloses 1:1 beim 1. FC Nürnberg nach Toren von Pekhard (31. Minute) und Blaszczykowski (40.).

          Zwar beherrschten die Westfalen ihren zweiten Auftritt in der Bundesliga-Jubiläumssaison, doch die alte Leichtigkeit fehlt den Westfalen noch. So war diesmal vor 50.000 Zuschauern nicht mehr als ein Remis drin. Immerhin blieb Dortmund auch im dreißigsten Ligaspiel nacheinander ohne Niederlage gegen einen „Club“, der sich den Punktgewinn allemal verdiente.

          Der BVB hatte eine angenehme Woche hinter sich. Alles sprach von den Bayern und ihrem 40-Millionen-Transfer Javier Martínez. Das gefiel den Borussen, die zwischen den Spielen nichts lieber tun als in Ruhe an weiteren Meisterwerken zu arbeiten.

          Unaufgeregt kommentierte denn auch Trainer Jürgen Klopp den mit dem Münchner Luxuseinkauf in Bilbao verbundenen Anspruch, nun aber den Doublegewinner mal so richtig herauszufordern. „Es war doch klar“, sagte Klopp, „dass die Bayern richtig zuschlagen. Die stellen sich ja nicht hin und sagen, in den vergangenen beiden Jahren war alles super.“

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          Das war es für die Schwarz-Gelben – national gesehen mit zwei Meisterschaften nacheinander. International aber soll in diesem Jahr mehr kommen als 2011, als sich die Borussen als Gruppenvierter leise weinend aus der Champions League verabschiedeten. Diesmal hat es die Westfalen mit Gegnern wie Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam zwar hart getroffen, doch der unerschrockene Optimist Klopp freute sich trotzdem. „Das ist eine spektakuläre Gruppe. Da ist richtig viel Tradition und Phantasie im Spiel.“

          Für Samstag aber galt nur eins: Umschalten auf die Meisterschaft. „Jetzt sind alle wach“, beschrieb Klopp die Grundhaltung seiner Mannschaft, „was die Notwendigkeit des Spiels gegen den Ball angeht.“ Das ließ zum Saisonauftakt noch Wünsche offen.

          Nürnberger Führung: Pekhart ist zwar nicht im Bild, aber der Torschütze

          Gegen Nürnberg war zwar eine leichte Verbesserung in dieser Balleroberungsübung zu sehen, doch Torchancen waren gegen die aufmerksame Nürnberger Defensive rar, da den Attacken die letzte Präzision fehlte und Turbo-Stürmer Marco Reus einer lästigen Manndeckung durch den Belgier Simons ausgesetzt war.

          Die Franken, beflügelt vom 1:0-Auftaktsieg in Hamburg, kamen nur selten zu Offensivaktionen. Eine davon wurde mit dem Führungstreffer gekrönt, als der lange Angreifer Pekhart, nicht gestört von Hummels, nach einem Eckball des Japaners Kiyotake per wuchtigem Kopfballaufsetzer das 1:0 erzielte (31.).

          Der Meister kam nur noch zum Ausgleich durch Kuba

          Neun Minuten später glich Blaszczykowski mit einem Lupfer frei vor dem Tor aus, nachdem zuerst der starke Torhüter Schäfer Lewandowskis Kopfball pariert hatte und Perisics Schuss von der Latte abgeprallt war. Nach der Pause dasselbe Bild: Der BVB, angetrieben von Kehl und Gündogan, drückte den „Club“ in die eigene Hälfte – ohne große Phantasie.

          Er vernachlässigte dabei gelegentlich die Abwehrarbeit und hatte bei ein, zwei Nürnberger Kontern, auf den rechten Weg gebracht von Kiyotake, Glück. Zeit, zu handeln für Klopp, Zeit, Mario Götze (für Perisic) ins Spiel zu bringen (63.). Dafür ging dessen diesmal wirkungslos gebliebener Freund Reus wenig später (72.). Ihn ersetzte Schieber. Doch weder er noch der bemühte Götze wendeten das Spiel entscheidend zugunsten ihrer Mannschaft.

          1. FC Nürnberg - Borussia Dortmund 1:1 (1:1)

          1. FC Nürnberg: Schäfer - Chandler, Klose, Nilsson, Pinola - Balitsch, Simons - Mak (90. Feulner), Kiyotake, Esswein (88. Gebhart) - Pekhart (82. Polter)
          Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Gündogan, Kehl - Blaszczykowski (79. Großkreutz), Reus (72. Schieber), Perisic (64. Götze) - Lewandowski
          Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)
          Zuschauer: 50.000
          Tore: 1:0 Pekhart (31.), 1:1 Blaszczykowski (40.)
          Gelbe Karten: Balitsch (2), Klose (1) / Großkreutz (1), Piszczek (1)

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