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1:1 in Hannover : Dortmund verschenkt wieder einen Vorsprung

  • -Aktualisiert am

Pure Freude: Diouf hat den Ausgleich für Hannover erzielt Bild: AFP

Borussia Dortmund hat in dieser Spielzeit Schwierigkeiten, Führungen ins Ziel zu bringen. Auch in Hannover muss der Titelverteidiger kurz vor Schluss den Ausgleich hinnehmen. Der Rückstand auf Tabellenführer Bayern München wächst auf neun Punkte.

          2 Min.

          Borussia Dortmund hat zum zweiten Mal in dieser Woche einen 1:0-Vorsprung in der Schlussphase verspielt. Nach dem 1:1 in der Champions League bei Manchester City reichte es am Sonntag in der Bundesliga bei Hannover 96 auch nur zu diesem aus ihrer Sicht mageren Ergebnis. Zwar war die Überlegenheit des Titelverteidigers bei den Niedersachsen nicht ganz so eklatant wie in der zweiten Halbzeit von Manchester.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Doch mit etwas mehr Konsequenz im Ausnutzen der Torchancen hätte sich der Meister den Gegentreffer von Diouf in der 86. Minute locker leisten können. So war Lewandowskis Tor in der 26. Minute nicht genug, um Platz drei und sieben Punkte Rückstand auf die Bayern zu verteidigen. Nun sind es schon neun Zähler.

          Dortmunder Offensivkraft

          In einer hochklassigen Partie, die Dortmund 60 Minuten lang bestimmte, forderte Reus schon nach 13 Sekunden mit einem Kopfball den Hannoveraner Torwart heraus – Zieler zeigte sich auf der Höhe. Der Meister blieb in der Initiative, hatte in der ersten Halbzeit weitaus mehr Ballbesitz, doch genau diese Situation mögen die Niedersachsen. Tief gestaffelt zäh verteidigen, Ballgewinn, überfallartiger Angriff, darin besteht das Lieblingsspiel von Hannover. Drei gute Torchancen erarbeitete sich die Mannschaft von Mirko Slomka in der ersten Halbzeit, jede war für einen Treffer gut.

          In der fünften Minute scheiterte Sobiech am hervorragend reagierenden BVB-Torwart Weidenfeller mit einem Schuss aus 16 Metern. In der 32. Minute rettete Weidenfeller gegen Schlaudraff. Und als die Dortmunder Numer 1 in der Nachspielzeit von Ya Konan überwunden worden war, schlug Piszczek für ihn den Ball noch von der Torlinie.

          Führung für Dortmund: Lewandowski trifft gegen Zieler
          Führung für Dortmund: Lewandowski trifft gegen Zieler : Bild: AFP

          Dass Borussia Dortmund trotz dieser großen Gefahren hochverdient mit einer 1:0-Führung in die Kabine ging, sagt alles über die Offensivkraft dieses Teams. Wie schon in Manchester spielte die Mannschaft von Trainer Klopp phasenweise an der Grenze zur Perfektion. Reus, Götze, Lewandoski und Blaszczykowski inszinierten , unterstützt von den Außenverteidigers Piszczek und Schmelzer, Kombinationen, die eine Augenweide waren. Hannover verteidigte diszipliniert und aggressiv wie immer, konnte aber die mit hoher Präzision vorgetragenen Angriffe nicht unterbinden. Wäre der BVB im Abschluss nur ähnlich präzise gewesen wie im Aufbau, er hätte drei oder vier Tore in den ersten 45 Minuten erzielt. So war das 1:0 durch Lewandowski (26.) die einzige Ausbeute.

          Hannover kämpft sich zurück

          Als Piszczek in der 53. Minute den Pfosten traf und Götze wenige Sekunden später erst im letzten Moment am 2:0 gehindert wurde, schien die Dortmunder Überlegenheit auch für die zweite Halbzeit festgezimmert. Doch plötzlich kämpfte sich Hannover zurück ins Spiel. In der 55. Minute schienen sie schon für ihre Leistungssteigerung belohnt zu werden. Verteidiger Eggimann köpfte den Ball nach einer Ecke ins Tor. Aber nach Intervention eines Assistenten erkannte Schiedsrichter Gagelmann den Treffer zurecht nicht an. Ya Konan hatte den Dortmunder Schmelzer zu Boden gezogen, so dass der Nationalspieler den Ball verpasste.

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          Plötzlich begannen die Dortmunder zu wackeln. Dazu mochte der Kraftverlust aus der Champions League beitragen oder auch der Substanzverlust, der aus zwei Verletzungen resultierte. Blaszczykowski musste in der 38. Minute wegen einer Sprunggelenksverletzung passen, Hummels blieb nach der Pause wegen einer Fußverletzung in der Kabine. Ihre Vertreter Großkreutz und Santana hatten nicht ihr dominantes Auftreten.

          Als der Hannoveraner Diouf in der 78. Minute aus zwei Metern den Ball an Weidenfeller nicht vorbeibrachte, schien der Meister das Glück zu haben, das ihm beim verpassten Sieg gegen Manchester City gefehlt hatte. In der 86. Minute machte der Stürmer jedoch seinen Fehler wieder gut. Diouf reagierte nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum am schnellsten und schoss den Ball aus kurzer Distanz zum 1:1-Endstand ins Tor.

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