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1:1 in Dortmund : Ein gutes Geschäft als Bayer-Trost

  • -Aktualisiert am

Alte Schule: Alexander Frei nach seinem zweiten 1:0 binnen vier Tagen Bild: dpa

Den Dortmunder Angriff abgewehrt, doch auf die Ligaspitze hat Titel-Geheimfavorit Leverkusen zwei weitere Punkte verloren. nach dem Rückstand durch Frei sprang in einer starken zweiten Hälfte nicht mehr als der Ausgleich durch Helmes heraus. Dafür sicherte sich Bayer die Dienste von Toni Kroos.

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          Nach dem verpatzten Rückrunden-Prolog im DFB-Pokal gegen Werder Bremen sah der Dortmunder Cheftrainer Jürgen Klopp „keinen Grund zur Besorgnis“. Sein Personal habe sich „selbstkritisch gezeigt“ und die Niederlage angemessen verarbeitet. Beim 1:1 zum Rückrundenstart in der Fußball-Bundesliga bereitete Gegner Bayer Leverkusen den Dortmundern am Samstag allerdings eine Menge Sorgen, vor allem in der zweiten Hälfte, in der Bayer klar dominierte, aber nur noch das Ausgleichstor von Patrick Helmes zustande brachte (63. Minute).

          Frei hatte den anfangs gleichwertigen BVB in Führung gebracht (36.). Während es auf dem Rasen nur zu einem Punkt reichte, gelang den Leverkusenern kurz vor dem Ende der Transferperiode ein Geschäft, das sie als vollen Erfolg werten dürften. Bayer sicherte sich für die nächsten anderthalb Jahre die Dienste des talentierten Mittelfeldspielers Toni Kroos. Die Rheinländer einigten sich mit dem FC Bayern auf ein Leihgeschäft.

          Das 1:0 dank freundlicher Mithilfe von Sinkiewicz

          Es dauerte eine ganze Weile, bis die Dortmunder - als erste der beiden Mannschaften - auf Touren kamen. In der ersten halben Stunde erfreuten die BVB-Fans sich hauptsächlich an den Einblendungen eines Zwischenergebnisses: Hannover führte gegen den Dortmunder Erzrivalen Schalke. Doch gegen Ende der mediokren ersten Hälfte gelang es den Borussen, in dieser Situation eher unerwartet, selbst einen Treffer zu erzielen - dank freundlicher Unterstützung aus Leverkusen.

          Kommt ein Torwart tief geflogen: Adler gegen Frei (l.)

          Torschütze Frei profitierte von einem kapitalen Fehler des Verteidigers Lukas Sinkiewicz. In seinem ersten Bundesligaspiel nach achtmonatiger Verletzungspause verlor er im eigenen Strafraum den Ball an Patrick Owomoyela, der die Flanke gab. Am Fünfmeterraum lauernd, drückte Frei die Kugel über die Linie. Der Schweizer, der schon gegen Bremen getroffen hatte, zeigte weiter aufsteigende Tendenz. Schon vor dem Führungstreffer hatte er die meiste Gefahr ausgestrahlt, so etwa als er sich mit dem Leverkusener Torwart Rene Adler vor dem Bayer-Strafraum ein Duell Mann gegen Mann lieferte. Adler bremste den Stürmer mit einem Einsatz am Rande der Legalität.

          Vidal hat Glück: er darf weiterspielen

          Und noch einen Grenzfall entschied der Unparteiische Florian Meyer zu Gunsten der Leverkusener. Der schon mit „Gelb“ verwarnte Mittelfeldstratege Arturo Vidal durfte trotz eines harten Fouls gegen Tinga auf dem Feld bleiben; er kam mit einer letzten Ermahnung davon. Bayer kombinierte teils gefällig, wurde aber im ersten Durchgang selten so gefährlich wie bei den Schüssen von Helmes und Barnetta.

          Nach der Pause wurde Leverkusen energischer und zielstrebiger. Weil Kießling mit einem Kopfball nur die Latte traf, ließ der Ausgleich zwar noch eine Zeitlang auf sich warten. Er fiel dann aber doch, als Helmes die Vorarbeit des agilen Barnetta vollendete. Später hätte Barnetta beinahe selbst getroffen. Erst wehrte Owomoyela vor der Linie ab, dann schoss der Leverkusener Mittelfeldspieler knapp über das Ziel hinaus. Auf der Gegenseite parierte Adler einen gefährlichen Kopfball von Frei.

          In der Schlussphase ist Bayer drückend überlegen

          Die Partie hatte inzwischen deutlich an Klasse gewonnen - mit Vorteilen für Leverkusen gegen eine nachlassende Heimelf. In der Schlussphase vergab Bayer, inzwischen drückend überlegen, weitere Chancen ungenutzt. „Wir haben Dortmund teilweise extrem in der eigenen Hälfte eingeschnürt und viele Torchancen herausgespielt. Doch wir haben uns für unseren Aufwand am Ende nicht belohnt“, sagte Bayer-Trainer Bruno Labbadia. Kollege Klopp sah es ganz ähnlich: „Wir haben teilweise zu viel Respekt gezeigt, deshalb war am Ende das Unentschieden für Leverkusen verdient.“

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