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1:1 in Dortmund : Die Bayern in Unterzahl mit Mühe zum Punkt

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Der Mann in rot sieht Rot: Bayerns van Bommel musste früh vom Platz in Dortmund Bild: dpa

Schadensbegrenzung beim FC Bayern: In Dortmund geriet Klinsmanns Team früh in Rückstand durch Blaszczykowski. Dann flog van Bommel auch noch vom Platz. In der zweiten Halbzeit rettete Borowski immerhin noch einen Zähler.

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          Mit Mühe und Not hat Titelverteidiger FC Bayern München einen kompletten Fehlstart in die neue Saison der Fußball-Bundesliga gerade noch verhindert. Die mehr als eine Stunde lang in Unterzahl agierenden Münchner kamen am Samstag bei Borussia Dortmund nach 0:1-Rückstand noch zu einem 1:1-Unentschieden.

          Vor 80.552 Zuschauern wendete der eingewechselte Tim Borowski (75. Minute) mit seinem ersten Bundesliga-Tor für die Bayern die drohende Niederlage im Signal Iduna Park ab. Die Westfalen waren vor heimischem Publikum durch ein sehenswertes Tor von Jakub Blaszczykowski bereits in der achten Minute in Führung gegangen.

          „Van Bommel ist ein unbeherrschter Charakter“

          Von der 23. Minute an musste der Rekordmeister mit nur zehn Spielern auskommen, weil Kapitän Mark van Bommel nach einem Schlag gegen Tamas Hajnal die Gelb-Rote Karte sah. „Van Bommel ist eben ein unbeherrschter Charakter, der sich nicht im Griff hat und damit sich und seiner Mannschaft keinen Gefallen tut“, kritisierte Bayerns Präsident Franz Beckenbauer zur Halbzeit im TV-Sender Premiere.

          Van Bommel zeigte nach dem Spiel wenig Unrechtsbewusstsein: „Wenn ein anderer Spieler das macht, wird weitergespielt“, klagte der Niederländer. Sein Trainer Jürgen Klinsmann mochte die Situation, die zum Platzverweis geführt hatte, nicht beurteilen: „Ich muss mir das erst mal in Ruhe anschauen.“ Am Ende war Klinsmann mit dem Punkt nicht einmal unzufrieden. Dagegen haderte BVB-Kapitän Sebastian Kehl: „Wir haben heute den Sieg in der zweiten Halbzeit verschenkt. Das ist sehr enttäuschend.“

          Schmelzer spielt für Dortmunds verletzten Dede

          Die Münchner konnten sich am Ende bei Borowski bedanken, der eine Viertelstunde vor Schluss wenigstens noch das Remis rettete. Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann verzichtete zunächst auf Nationalspieler Lukas Podolski und Toni Kroos, musste zudem kurzfristig auf den Brasilianer Zé Roberto verzichten. Dafür blieb Miroslav Klose im Team, die genesenen Luca Toni und Hamit Altintop standen wie Andreas Ottl in der Startelf.

          Bei der Heimpremiere von BVB-Coach Jürgen Klopp stand neben dem Trainer selbst Neuzugang Mohamed Zidan im Blickpunkt. Für den am Kreuzband operierten Brasilianer Dede spielte der junge Marcel Schmelzer auf der linken Abwehrposition. Die Borussen begannen sehr engagiert und hochmotiviert. Die frühe Führung durch ein wunderschönes, mit dem Außenrist erzielten 1:0 von Blaszczykowski (8.) gab der Elf zusätzlich Sicherheit.

          Borowski trifft aus dem Gewühl noch zum 1:1

          Auch in der Folgezeit stand die nicht immer sattelfest wirkende Münchner Abwehr einige Male unter Druck, doch Hajnal (39.) und Nelson Valdez (45.+1) konnten ihre Chancen nicht nutzen. Der Rekordmeister tat sich in Unterzahl schwer mit dem Spielaufbau. Die besten Möglichkeiten durch Ottl (11.) und Toni (21.) machte der aufmerksame BVB-Schlussmann Marc Ziegler zunichte, der den verletzten Roman Weidenfeller (Fleischwunde über dem Knie) bis dahin sehr gut vertrat.

          Nach dem Wechsel bemühten sich die dezimierten Münchner, mehr Druck auf das Dortmunder Tor auszuüben. Die Hereinnahme von Borowski sollte sich bald auszahlen, denn der Nationalspieler traf aus dem Gewühl heraus zum am Ende nicht unverdienten 1:1. Zuvor hatten Florian Kringe (50./61.) und Blaszczykowski (61.) Möglichkeiten zum zweiten Dortmunder Tor ausgelassen. Trotz der Energieleistung in der zweiten Halbzeit müssen sich die Münchner in den kommenden Wochen steigern, um nicht den Anschluss nach oben zu verlieren.

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