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1:1 gegen Gladbach : FC Augsburg: Tabellenführer, virtuell

  • -Aktualisiert am

Mit dem Zeigefinger: Gregoritsch, Augsburgs Torschütze des Führungstreffers Bild: AFP

Der erst zur Halbzeit eingewechselte, 23 Millionen Euro teure Angreifer, köpft das Gladbacher Ausgleichstor beim FC Augsburg. Der Österreicher Gregoritsch hatte die Führung erzielt – und damit kurzzeitig Historisches geschafft.

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          Die frühe Phase der Saison produziert überraschende Tabellenführer, zu Beginn des Jahrtausends staunte mal der VfL Wolfsburg darüber, dass er nach ein paar Spieltagen Spitzenreiter war. Er beflockte T-Shirts mit der Tabelle, um den Moment für immer festzuhalten. Der FC Augsburg – um ins Jahr 2018 zu wechseln – weiß noch nicht, ob er jemals auf Platz eins stehen wird, wenn ein Spieltag komplett absolviert sein wird, doch zumindest erlebte er am Samstag im achten Jahr in der Bundesliga erstmals eine virtuelle Tabellenführerschaft. In Zeiten, in denen Live-Tabellen auf jedes Tor reagieren, war der FC Augsburg voller Screenshot-Seligkeit. Sie war aber nur eine flüchtige, mit Borussia Mönchengladbachs Treffer zum 1:1-Endstand hatte sie sich erledigt.

          Bundesliga

          Die historische Phase begann in der 12. Minute. Michael Gregoritsch, der Österreicher, der Mittelstürmer spielen musste, weil die beiden Spezialisten Alfred Finnbogason und Julian Schieber verletzt ausfallen, nutzte es aus, dass Borussen-Innenverteidiger Tony Jantschke sich bei einer Flanke des Augsburgers Philipp Max verschätzte. Er stand alleine da, hatte Raum und Zeit, den Ball von der Brust abtropfen zu lassen und sich auf den „linken Schlegel“, wie er sein bevorzugtes Schussbein nennt, zu legen. Gladbachs Torhüter Yann Sommer konnte da nichts mehr ausrichten. Die Zeit auf Platz eins endete dann in der zweiten Halbzeit, als Wolfsburg in Leverkusen aufdrehte – der FCA war Zweiter. Dann traf Mönchengladbach zum 1:1 und zog ebenfalls vorbei.

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          Augsburg gegen Gladbach : Augsburg gegen Gladbach

          Borussia Mönchengladbach hatte seine erste Torchance bereits in der Anfangsminute (durch Hazard) und nach 90 Sekunden die zweite Ecke doch es folgte keine weitere in der ersten Halbzeit. Noch einmal der linke Hazard war es, der 17. Minute die Augsburger Abwehr auseinanderspielte, doch den Torschuss von Fabian Johnson kratzte FCA-Verteidiger Gouweleeuw von der Torlinie. Die Gladbacher brachten ihr Spiel nicht durch, so dass Trainer Dieter Hecking mit Beginn der zweiten Halbzeit umstellte: Dreier- statt Viererkette, Alassane Plea, der Vereinsrekordeinkauf mit dem Toreversprechen statt des Brasilianers Raffael im Spiel. In der 68. Minute lieferte Plea die vereinbarte Garantieleistung: Ausgleich zum 1:1. Kopfball nach einer von Strobl verlängerten Ecke.

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