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1:1 im rheinischen Derby : Remis im Duell der Nachbarn

  • -Aktualisiert am

Ein Duell auf Augenhöhe: Gespitzel-Spiel zwischen Bayer und Borussia Bild: AFP

In einem unterhaltsamen Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga verdient sich Borussia Mönchengladbach den Auswärtspunkt in Leverkusen dank einer beachtlichen Steigerung nach der Pause.

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          Bayer gegen Borussia, das war nicht nur geographisch gesehen ein Nachbarschaftsduell, sondern auch mit Blick auf die Tabelle. In diesem rheinischen Derby stellte sich auch die Frage: Wer geht als Bundesliga-Dritter in die letzte Woche vor der Winterpause: Leverkusen oder Mönchengladbach?

          Zunächst hatte in der BayArena viel für die „Werkself“ gesprochen – nicht nur weil Hakan Calhanoglu Leverkusen in Führung geschossen hatte (18. Minute), sondern auch weil die Bayer-Profis in der ersten Hälfte deutliche Vorteile hatten. Nach dem Ausgleichstor von Roel Brouwers (40.) und einer Steigerung in der zweiten Halbzeit verdienten die Gladbacher sich aber das 1:1, das ihnen ein wenig mehr von Nutzen sein dürfte, auch wenn Leverkusen aufgrund der insgesamt mehr erzielten Tore in der Tabelle vorerst Dritter bleibt.

          Der Führungstorschütze: Calhanoglu Bilderstrecke
          Der Führungstorschütze: Calhanoglu :

          Vor dem Anpfiff hatten beide Parteien neben der Punktzahl einige weitere Gemeinsamkeiten. Beide Klubs hatten sich unter der Woche im Europapokal für die K.o.-Phase qualifiziert, Leverkusen in der Champions League, Gladbach in der Europa League; beide Trainer ließen ihre Startelf rotieren (fünf Wechsel bei Leverkusen, vier bei Gladbach), und beide Mannschaften hatten sich für die Rückkehr in den Alltag einiges vorgenommen, was schon am Tempo der Anfangsphase zu erkennen war.

          Leverkusen ergriff früh die Initiative, aber bei einem schnellen Gegenstoß verpasste Patrick Herrmann die Führung für Gladbach. Der Flügelspieler der Borussia trifft gegen keinen anderen Klub so häufig wie gegen Bayer, diesmal jedoch verfehlte sein Schuss knapp das lange Eck. Auf der Gegenseite versuchte es Karim Bellarabi mit einem Distanzschuss und setzte damit einen Leverkusener Trend für die erste Spielhälfte. Diese erste Prüfung wusste der Gladbacher Torwart Yann Sommer noch zu meistern, paar Minuten später hatte er bei Calhanoglus Schuss aus zwanzig Metern keine Abwehrchance. Der Schütze profitierte nicht nur von seiner feinen Schusstechnik, sondern auch von Kießlings zuvor gewonnenem Kopfballduell gegen Jantschke.

          Danach versäumten es Bellarabi und Spahic den Vorsprung auszubauen. Die Gladbacher ließen sich in die Defensive drängen, wussten sich aber gegen Ende des ersten Durchgangs aus der Bedrängnis zu befreien – mit einem Tor im Standardformat: Verteidiger Brouwers, wegen des Ausfalls von Kapitän Stranzl im Abwehrzentrum aufgeboten, verwertete einen Eckstoß von Hazard volley zum Ausgleich und zeigte, dass Gladbach diese flotte Partie, trotz der inzwischen klaren Feldvorteile für Bayer, noch längst nicht verloren gab.

          Diese Haltung unterstrich Kruse kurz nach der Pause mit einem gefährlichen Schuss, der knapp das Ziel verfehlte. Wenig später war Brouwers drauf und dran, zum Mann des Spiels zu werden, doch diesmal er vermochte aus vier Metern Entfernung nicht das Tor zu treffen. Beide Mannschaften kämpften leidenschaftlich, waren aber nicht produktiv genug, um die Entscheidung zu erzwingen. So bleiben sie nach einer unterhaltsamen Begegnung in der Tabelle mit der gleichen Punktzahl und Tordifferenz ganz dicht benachbart.

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