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1:1 in Leverkusen : Schalke bringt sich um den Lohn

  • -Aktualisiert am

Haare schön, Tor geschossen, Fangesang genossen: Schalkes Eric Maxim Choupo-Moting lässt sich feiern Bild: AP

Im Abendspiel der Fußball-Bundesliga bringt Riether seine Schalker durch ein Eigentor kurz vor Schluss um den Sieg. Choupo-Moting trifft zuvor ins richtige Tor.

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          Die Profis des FC Schalke 04 und ihre Fans wähnten sich in Leverkusen lange auf dem richtigen Weg. Nach dem Führungstreffer Eric Maxim Choupo-Moting (50. Minute) hatte es bis weit in die Schlussphase hinein den Anschein, als sollten die Gelsenkirchener in der Bay-Arena gewinnen. Doch dann brachten sie sich selbst um den Lohn ihrer Arbeit, die sie nicht ohne Fleiß verrichtet hatten. Rechtsverteidiger Sascha Riether lenkte den Ball zum 1:1 ins eigene Tor. Dieses Ergebnis bringt weder Bayer Leverkusen noch Schalke in der Bundesliga voran.

          Schalkes Cheftrainer Trainer André Breitenreiter hatte vor dem Spiel behauptet, für Leverkusen sei „der Druck größer“. Doch beide Mannschaften hatten nach dreizehn Bundesligarunden mit jeweils zwanzig Punkten sicher kein Zwischenergebnis eingespielt, das ihrem Anspruch genügt. Am Sonntagabend standen sich der Siebte und der Achte der Bundesligatabelle gegenüber. Und für beide ging es darum, die Plätze drei und vier nicht aus dem Blick zu verlieren.

          Das Bemühen beider Parteien war aber zunächst nicht so, wie es bei Mannschaften üblich ist, die selbstbewusst ihren Plan verfolgen. Eine halbe Stunde lang ging alles weitgehend ereignislos seinen Gang. Die Temas neutralisierten einander auf mäßigem Niveau. Schalke wirkte bei Kopfbällen von Kapitän Benedikt Höwedes und Choupo-Moting sogar einen Tick gefährlicher.

          Erst in der letzten Viertelstunde des ersten Durchgangs kamen die Leverkusener ein wenig besser in Schwung. Und zu Chancen. Die beste bot sich Karim Bellarabi. Der Nationalspieler arbeitete sich bis in den Fünfmeterraum vor und schoss den Ball von dort mit Wucht unter die Latte. Die Kugel sprang zurück ins Feld, ohne dass Javier Hernandez als möglicher Abnehmer etwas damit hätte anfangen können.

          Der Lattenschuss war für die Bellarabi eine Art Startschuss. Der Flügelmann verhalf dem Spiel der „Werkself“ auf dem rechten Flügel mehr Schwung. Die Leverkusener schienen auf dem richtigen Weg, kamen aber nach dem Seitenwechsel wieder davon ab.

          In der zweiten Hälfte erwischte Schalke den besseren Start. Das blieb nicht folgenlos. Leon Goretzka setzte Choupo-Moting mit einem Steilpass so in Szene, dass es dem Angreifer leicht fiel, sich gegen Verteidiger Donati durchzusetzen und seine Elf in Führung zu schießen. Jetzt stand Leverkusen stärker unter Druck, so wie Breitenreiter es vorher angenommen hatte. Sein Gegenüber Roger Schmidt versuchte der drohenden Niederlage mit einem Wechsel zu begegnen. Der Fußball-Lehrer schickte für den wenig effektiven Stürmer Admir Mehmedi den Routinier Stefan Kießling auf den Rasen.

          Insofern war die 57. Minute ein geschichtsträchtiger Moment für Bayer und seinen dienstältesten Kicker. Kießling hat als fünfter Profi der Vereinsgeschichte seinen dreihundertsten Bundesliga-Einsatz für Leverkusen absolviert. Kaum hatte Kießling auf dem Rasen Posten bezogen, versetzte der Gegner ihm und seinen Mitstreitern erst einmal einen Schrecken.

          Bei einem Kopfball verpasste es Klaas-Jan Huntelaar nur knapp, den Vorsprung der Königsblauen auszubauen, die konzentriert verteidigten, bis kurz vor Ultimo doch noch der Ausgleich fiel. Am Ende vermochte zwar nicht Kießling die Niederlage abzuwenden. Dafür war aber ein gegnerischer Verteidiger zur Stelle und holte unfreiwillig nach, was die Leverkusener zuvor versäumt hatten.

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