https://www.faz.net/-gtm-vdr7

1:1 gegen Nürnberg : Cottbus gewinnt auch in Überzahl nicht

  • Aktualisiert am

Energie-Torhüter Piplica als Fels in der Brandung Bild: dpa

Dank einer Energieleistung in der Schlussphase hat der 1. FC Nürnberg einen totalen Fehlstart in die neue Saison vermieden. Der Pokalsieger kam in Unterzahl zu einem 1:1 bei den noch immer sieglosen Cottbusern.

          In Überzahl hat Energie Cottbus den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga verschenkt. Die Lausitzer kamen am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg nur zu einem 1:1 (1:0). Der lange enttäuschenden Pokalsieger aus Franken wendete die dritte Niederlage in der neuen Spielzeit erst kurz vor Schluss ab.

          Der dänische Neuzugang Dennis Sörensen sorgte mit einem umstrittenen Foulelfmeter in der 15. Minute für die Cottbuser Führung, sein erstes Bundesliga-Tor reichte aber nicht. Andreas Wolf glich fünf Minuten vor Ende aus, als Robert Vittek bereits mit einer Gelb-Roten Karte wegen wiederholten Foulspiels das Feld verlassen hatte (63.). Fast hätte Nürnberg noch gewonnen, doch ein Treffer von Nicky Adler drei Minuten vor Ende zählte nicht. Marek Mintal soll Energie-Torhüter Tomislav Piplica zuvor behindert haben.

          „Der Fußball-Gott gleicht das irgendwann aus“

          „Ich habe schon abgedreht und gejubelt“, sagte Nürnbergs Trainer Hans Meyer, der die Entscheidung nicht verstand, aber auch meinte: „Ich glaube, dass der Fußball-Gott das irgendwann ausgleicht. Mit dem Punkt bin ich in der Gesamtheit nicht ganz unzufrieden. Wir haben auch heute nicht souverän gespielt.“

          Schon beim Elfmeter haderte Nürnberg mit Schiedsrichter Knut Kircher, der nach einem Zweikampf zwischen Francis Kioyo und Glauber zum Entsetzen der Gäste auf den Elfmeterpunkt zeigte. Nürnbergs Innenverteidiger soll Kioyo nach einer Flanke regelwidrig behindert haben. Dass Cottbus danach keine weiteren Tore gelangen, ärgerte Trainer Petrik Sander: „Logischerweise bin ich mit dem Punkt nicht zufrieden. Es fehlt uns momentan auch das notwendige Quäntchen Glück.“

          Harmloser Roller

          Die Gastgeber hätten nach nur vier Minuten bereits 2:0 führen können. Gerade 55 Sekunden waren gespielt, als Timo Rost nach einem abgefälschtem Freistoß von Kioyo völlig frei aus zehn Metern zum Schuss kam, aber nur einem harmlosen Roller zu Stande brachte. Dann setzte Ervin Skela einen Freistoß an den Außenpfosten.

          Die Nürnberger, bei denen Linksverteidiger David Pinola weiterhin ausfiel, profitierten danach davon, dass Cottbus sich etwas zurückzog. Die beste Chance besaß Ivan Saenko, der Russe schoss jedoch vorbei, weil ihn Steffen Baumgart noch störte (28.). Der 35 Jahre alte Routinier - eigentlich gelernter Stürmer - spielte rechts in der Energie-Abwehrkette. Der „Club“ hatte seinerseits erneut Glück, dass Rost aus 22 Metern nur den Innenpfosten traf (38.).

          Mäßige Partie

          In der spielerisch mäßigen Partie besannen sich die Brandenburger auf ihre kämpferischen Qualitäten, auf Konter sowie ihre Stärke bei ruhenden Bällen. Allerdings offenbarten sie weiter große Abschlussschwächen. Dagegen musste Keeper Piplica erstmals bei einem Kopfball von Peer Kluge retten (75.).

          Die Nürnberger blieben trotz optischer Überlegenheit lange jedoch fast alles schuldig und waren nach Vitteks Platzverweis noch zusätzlich geschwächt. Allerdings bäumte sich die Mannschaft von Hans Meyer in Unterzahl auf und hätte in der spannenden Schlussphase und Wolfs Kopfballtreffer die Partie fast gedreht. Überzeugen konnte jedoch vor allem Schlussmann Blazek, der auch einen spektakulären Flugkopfball von Kioyo aus dem Winkel fischte (68.) und sein Team im Spiel hielt.

          Weitere Themen

          Der HSV marschiert weiter

          Zweite Liga : Der HSV marschiert weiter

          Auch im Karlsruher Wildpark wird der Tabellenführer nicht erlegt: Der HSV festigt mit dem Sieg beim KSC seine gute Position im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga. Der „Club“ schafft einen Arbeitssieg.

          Topmeldungen

          Der Faktor Wohnen wird von den meisten Menschen in der Klimadebatte übersehen. Dabei produzieren vor allem Warmwasser und Heizungen große Kohlendioxid-Emissionen.

          Wohnen und Heizen : Das ist Deutschlands Klimakiller Nr. 1

          Kaum jemand will wahrhaben, dass wir mit unseren Wohnungen dem Klima mehr schaden als mit Steaks und Flugreisen. Einige Länder reagieren darauf – während sich die Politik in Deutschland nicht einigen kann.

          Biarritz : Irans Außenminister überraschend beim G-7-Gipfel

          Eine Überraschung für die Teilnehmer: Dschawad Zarif ist in Biarritz eingetroffen. Er werde dort mit Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian zusammentreffen, teilte das französische Präsidialamt mit.
          Taylor Swift möchte ihre ersten sechs Alben eventuell nochmal einspielen.

          Streit um Rechte : Taylor Swift und ihr Master-Plan

          Taylor Swift kämpft zurzeit mit dem Musikmanager Scooter Braun – denn er hat die Rechte an ihren ersten sechs Alben. Nun überlegt die Sängerin, die Lieder einfach nochmal einzuspielen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.